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Metz bekommt ein neues Museum

Das Centre Pompidou geht fremd



Computersimulation des Centre Pompidou in Metz

Computersimulation des Centre Pompidou in Metz

Das Architektenteam Shigeru Ban aus Tokio, Jean de Gastines aus Paris und Philip Gumuchdijan aus London haben den internationalen Wettbewerb für das Centre Pompidou in Metz gewonnen. In der lothringischen Hauptstadt soll bis 2007 im Rahmen der französischen Politik der Dezentralisierung das erste Centre Pompidou außerhalb von Paris entstehen. Weitere Museen sind geplant, auch außerhalb von Frankreich. Sie sollen dem Centre ermöglichen, mehr als die 1.500 in Paris gezeigten Werke moderner Kunst auszustellen. Das Centre Pompidou besitzt nach eigener Auskunft etwa 50.000 Kunstobjekte aus dem 20. Jahrhundert.



Metz hat sich unter mehreren Bewerbern für das 45-Millionen-Euro-Projekt durchsetzen können, weil es eine attraktive Baufläche unmittelbar am Hauptbahnhof anbieten konnte, sagte Philippe Pintore, stellvertretender Kulturbeauftragter der Stadt Metz, bei einer Presseführung. Auch die Nähe zu Deutschland, Belgien und Luxemburg sei ein Kriterium gewesen, Metz den Zuschlag zu geben. 1999 gab es die ersten Kontakte. Im Januar 2003 kündigten das französische Kulturministerium und die Stadt Metz das Projekt an. Im März 2003 erfolgte die Ausschreibung, zu der bis Mai 157 Pläne eingereicht wurden. Sechs davon kamen in die engere Wahl einer Jury aus sechs Vertretern der Stadt Metz, sechs Museumsdirektoren, sechs Architekten und einer Künstlerin.

Das geplante Centre Pompidou liegt an dem neuen Viertels „Quartier d’ Amphithéatre“, das 50 Hektar des ehemaligen Geländes der Messe und des Rangierbahnhofs bedecken soll. Das Museum bildet den Mittelpunkt eines 20 Hektar großen „Jardin des Arts“ entlang des Flusses Seille. Nur fünf Minuten Fußweg vom pompösen, denkmalgeschützten Kaiserbahnhof von 1904 entfernt, wird ein Gebäude mit einer Fläche von 12.000 Quadratmetern entstehen, davon die Hälfte Ausstellungsfläche. Der siegreiche Plan von Ban, Gastines und Gumuchdijan sieht vor, unter einem Netzdach ein Sechseck mit 115 Metern Durchmesser und einem zentralen Treppen- und Liftturm zu erstellen. Das Untergeschoss umfasst das Foyer, einen runden, multifunktional zu nutzenden Saal, Cafeteria, Verkaufs- und Serviceräume. Die Kunstwerke sind darüber in drei übereinander liegenden Riegeln von 100 Metern Länge und 15 Metern Breite untergebracht.

Die Stirnseiten dieser Riegel sind verglast und lenken den Blick im ersten Geschoss auf das neue Viertel, im Mittelgeschoss auf den Bahnhof und im Obergeschoss auf die gotische Kathedrale. Sie liegen jeweils um 45 Grad versetzt übereinander und sind durch gläserne Liftröhren und Treppenstege miteinander verbunden. Auf dem Dach des obersten Riegels wird ein Restaurant eingerichtet. Klappen auf den Dächern regulieren den Lichteinfall, so dass Kunst- und Naturlicht je nach Bedarf gemischt werden können. Das Foyer unter den Riegeln wird von Glaswänden abgegrenzt, die sich nach Bedarf öffnen, schließen oder versetzen lassen. Auf diese Weise ist auch eine optimale Klimatisierung des geothermisch beheizten Gebäudes möglich.

Die Architektur ist geprägt von dem eleganten, schwingenden Netzdach, das sich über das gesamte Gebäude spannt. Inspiriert von der Form eines chinesischen Bambushuts besteht es aus einem Gespinst aus Holz und Eisen, das von einer Fiberglasmasse überzogen wird. „Fléxibilité“ und „Répétition“ sind neben der frei gestalteten Form die entscheidenden Kriterien für den Entwurf gewesen. Die sechseckigen Module des Dachgespinstes wiederholen sich auch in den sechs Pfeilern. Dadurch scheint das Dach organisch aus ihnen herauszuwachsen.

Der japanische Architekt Shigeru Ban, 1957 geboren, wurde bekannt durch das 2002 errichtete Papiermuseum in Shizuoga. Er war Finalist im Wettbewerb um das neue World Trade Center 2002 und hat 2000 auf der Expo Hannover den japanischen Pavillon gestaltet. Der ebenfalls 1957 geborene Jean de Gastines leitet seit 1985 ein Architektenbüro in Paris. Er hat Thermalbäder und soziale Wohnungsprojekte (Mulhouse) ebenso gebaut wie Kaufhäuser, Museen (Institut du Canal de Bourgogne) und herausragende Privatvillen in Frankreich, Belgien und Irland. Von ihm stammen unter anderem die neuen Kelleranlagen des Chateau Pichon-Longueville im Bordeaux. Der 1958 geborene Philip Gumuchdijan war Mitarbeiter von Sir Richard Rogers, bevor er 1998 sein eigenes Büro gründete. Er war an mehreren Projekten Shigeru Bans in London beteiligt.

Den zweiten Platz im Wettbewerb belegte der Entwurf der Pariser Architekten Stéphane Maupin und Pascal Cribier, den dritten gewann das Team Jacques Herzog und Pierre de Meuron aus Basel. Für das ehrgeizige Projekt wird nach der Eröffnung Anfang 2007 mit 300.000 Besuchern jährlich gerechnet. 2006 werden die Bahnhöfe von Metz und Nancy an das französische TGV-Netz angeschlossen. Dann liegt das neue Centre Pompidou nur noch 90 Minuten Fahrzeit von seiner Pariser Mutter entfernt. Die Entwürfe werden bis Anfang Januar im Foyer des Rathauses in Metz gezeigt, danach sollen sie im Lauf des Jahres 2004 auch im Centre Pompidou in Paris ausgestellt werden.

Informationen auf den Websites www.centrepompidou.fr und www.mairie-metz.fr

Kontakt:

Centre George Pompidou

19, rue du Renard

FR-75191 Paris

Telefon:+33 (01) 44 78 12 33

Telefax:+33 (01) 44 78 12 03



11.12.2003

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Werner Häußner

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Modell des
 Centre Pompidou in Metz
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Modul eines Ausstellungsriegels für das neue Centre Pompidou in Metz
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Computersimulation des Centre Pompidou in Metz
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Modul eines Ausstellungsriegels für das neue Centre Pompidou in Metz

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Modell des Centre Pompidou in Metz

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