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Deutsche Zeichnungen in Frankfurt

"Mit freier Hand" vom Rokoko zur Romantik



Carl Philipp Fohr, Burg Hirschhorn am Neckar, 1816

Carl Philipp Fohr, Burg Hirschhorn am Neckar, 1816

Unter dem Motto „Mit freier Hand“ zeigt das Städel in Frankfurt Zeichnungen aus seiner grafischen Sammlung. Mir der Zeitspanne von 1730 bis 1830 werden Exponate vom Barock bis zur Romantik gezeigt. Sehr schön ist die thematisch und damit verbundene chronologische Gliederung der Ausstellung, die der Besucher anhand der Zeichnungen erlebt und somit gleichzeitig gesellschaftliche Zusammenhänge, Werte und Entwicklungen verstehen kann. Sind die ältesten Motive noch auf die Bauten der bisherigen Obrigkeiten wie z.B. Kirche ausgerichtet, so lässt sich nach und nach entdecken, dass im 18. und 19. Jahrhundert der Mensch und sein persönliches Leben immer wichtiger wird und sich gleichzeitig in den Städten eine neue, zunehmend wichtigere Schicht, das Bürgertum heraus bildet.



Zuerst erhält der Besucher einen Einblick in den „Süden“: Schwaben, Bayern und Österreich. Als Skizzen und Vorstudien zu Altären, Deckenfresken und sakraler Plastik geben sie einen Einblick in die für Süddeutschland und Österreich typische Architektur der Kirchen und Klöster des 18. Jahrhunderts. Die Zeichnung hatte hier noch nicht den Status als eigenständiges Kunstwerk erlangt, sondern galt vielmehr als Vorstudie für Gemälde oder aber sie fand ihren Platz als Architekturzeichnung und somit ebenfalls als Arbeitspapier – Beispiele sind hier Cosmas Damian Asam, Joseph Anton Feuchtmayer oder Johann Georg Bergmüller.

Von Süddeutschland wird der Besucher in die Dresdner Kunstszene des 18. Jahrhunderts geführt. Er entdeckt die für Dresden seit dem frühen 18. Jahrhundert typischen Landschaftsmalereien. Die kleinen Gouache-Zeichnungen kannten damals großen Erfolg und waren bereits auf dem ausländischen Kunstmarkt sehr beliebt.

Bei den Schweizer Zeichnungen kann der Betrachter anschließend eine detailgetreue Wirklichkeit entdecken: einzelne Momente und Stimmungen wie eine „Stürmische Mondnacht im Gebirge“ von Johann Georg Wagner oder der Rheinfall von Schaffhausen mit Fischern von Franz Schütz präsentieren Erhabene Landschaften. Nicht aber ist nur ein Wechsel hin zum Menschen und der Natur erkennbar. Alltagssituationen in den Bergen gewinnen einen ganz neue, bisher ungekannte Relevanz, wobei die Natur noch im Mittelpunkt steht. Doch selbst die übermächtigen Natursituationen lassen in diesen Zeichnungen keinen Platz für Gefahren. Dargestellt ist eine veridyllisierte Wirklichkeit, Bauern bei der Arbeit scheinen frei und ihr Leben ohne Mühsal und Leid zu sein, das Raue des Berglebens findet nicht Gestalt in der künstlerischen Darstellung.

Weg von der Idylle der Alpenlandschaft begibt sich der Besucher nun in das Berlin und Weimar Mitte des 18. Jahrhunderts. Dargestellt sind Genreszenen, punktuell situativ aufgenommen. Dieser flüchtige Augenblick stellt die eben neu gefundene Besinnung auf das Familienleben und das Leben des neuen Bürgertums vortrefflich dar.

Im Gegensatz dazu Rom: einmal im Sinne der Verehrung der Antike und dann gefolgt von einer jüngeren Generation, den Romantikern, die sich selbst im Rom des 19. Jahrhunderts darstellen. Zur selben Zeit gab es auch die Künstler, die im Norden blieben und diese Landschaft darstellten. So sind auch Zeichnungen der bedeutendsten deutschen Romantiker zu sehen, von Caspar David Friedrich und Philipp Otto Runge.

Eine kurze Hintergrundbeschreibung leitet den Besucher thematisch durch die Ausstellung, so dass er eingeladen ist, selbständig zu entdecken und zu erleben. Beim Gang durch die einzelnen Themenbereiche, die durch offene Stellwände gleichzeitig voneinander getrennt und miteinander verbunden sind, erschließen sich gesellschaftlicher und kultutreller Wandel in ihrem Spiegel durch die Kunst. Es wäre allerdings hilfreich, mehr über die einzelnen Künstler zu erfahren, die auch der kundige Besucher, mit Ausnahmen wie Caspar David Friedrich, meist nur vom Namen kennt. Wer sich diesen Hintergrund erschließen möchte, muss den Katalog zu Hilfe nehmen.

Die Ausstellung „Mit freier Hand“ ist bis zum 26. Oktober dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet, mittwochs und donnerstags bis 20 Uhr. Der Eintritt kostet wegen der parallelen Umbauarbeiten für die Ausstellung "Nackt" lediglich 3 Euro, ermäßigt 2,50 Euro.

Kontakt:

Städel Museum / Städelsches Kunstinstitut und Städtische Galerie

Schaumainkai 63

DE-60596 Frankfurt am Main

Telefon:+49 (069) 60 50 98 0

Telefax:+49 (069) 61 01 63

E-Mail: info@staedelmuseum.de



10.09.2003

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Ulrike Klein

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