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Die weltweit wichtigsten Kunstsammler

Die Superreichen und die Kunst



Wenn das Sommerloch auch den Kunstmarkt umfasst und die Galerien, Kunsthändler und Auktionshäuser nach einer umtriebigen Frühjahrsaison in die verdiente Ruhepause eilen, greift auch die Presse auf bewährte Themen zurück. Rechtzeitig für ihre im Juli und August erscheinende Doppelnummer befragt die New Yorker Zeitschrift „Art News“ Händler, Auktionatoren, Sammler, Museumsdirektoren, Kuratoren und Artconsultants aus 22 verschiedenen Ländern, um die Liste der aktivsten privaten Kunstsammler der Welt zusammen zu stellen. Und der Run auf ihr summer issue gibt den Machern der Kunstzeitschrift recht. Die 13. Veröffentlichung der Liste mit den 200 bedeutendsten Sammler im Gefilde der Superreichen war in den einschlägigen Buchhandlungen schnell vergriffen und nur noch direkt aus New York zu beziehen. Es lockt auch hier das Fluidum des Geldes und der Macht.



Freilich gibt die Aufstellung keine Auskunft über die Höhe des Geldbetrags, den die Einzelnen in ihr kostspieliges Hobby stecken. Da lässt sich niemand in die Tasche schauen. Auch sagt sie wenig über deren Vorlieben und nichts Künstlerfavoriten aus. Und selbst das ganze Unterfangen ist fraglich. Denn wer will wirklich mit Sicherheit behaupten, wer wieviel für Kunst ausgibt. Und da haben die New Yorker Redakteure doch eher Kontakt zu amerikanischen Kunstmarktinstitutionen. So ist es auch nicht verwunderlich, dass immerhin 106 Kunstliebhaber aus den USA kommen, aber keiner aus Russland, das in den letzten Jahren, was privaten Reichtum anbelangt, gewaltig aufgeholt hat. Und der fließt nach Expertenmeinung doch auch in Kunst.

Vergleicht man die Art News-Liste dazu noch mit der Aufstellung, die die englische Zeitschrift Art Newspaper im vergangenen Jahr unter den reichsten Erdenbürger gemäß dem Forbes-Magazin anführte, ist man doch über die Diskrepanz erstaunt. Dort wurden weltweit 497 Milliardäre gezählt, aus denen das Kunstmagazin 36 ambitionierte Kunstsammler filterte. Aber bei solchen Spielerein, die eher dem Amüsement als für harte Fakten dienen, hinken die Vergleiche. Und auch das nette Vorwort zum Art News-Verzeichnis, das mit den zehn Topsammlern garniert ist, macht eher schmunzeln. Dort schwadroniert man über die Löcher, die die Spitzensammler in ihrer Kollektion zu stopfen haben. Und ist endlich ein Loch gefüllt, tut sich schon das nächste auf. Und auch diese Lücke werde oft bar aller Logik und sorgfältig erarbeiteter Sammlungsprinzipien aus leidenschaftlicher Anziehungskraft für das neue Kunstwerk und aus Eifersucht gegenüber Sammlerkollegen geschlossen. Den Kunstmarkt wird’s freuen!

Die größten Investitionen zum Aufbau ihrer Sammlung tätigten im letzten Jahr die Amerikaner Edythe und Eli Broad, Steven Cohen, Doris und Donald Fisher, Ronnie und Samuel Heyman, Marie-Josée und Henry Kravis, Evelyn und Leonard A. Lauder, Jo Carole und Ronald S. Lauder und Mitchell Rales. Als einziger Engländer fand der Schmuckmagnat Lawrence Graff, der sich für Kunst der klassischen Moderne und der Gegenwart interessiert, Aufnahme in die Top Ten. Und als „the art world’s biggest spender“ hebt das Verzeichnis Scheich Saud al-Thani, den Sultan von Qatar, besonders hervor, der mehrere hundert Millionen Dollar für Antiquitäten und Möbel, Alte Meister, islamische Kunst, Fotografie, Impressionisten und Juwelen ausgeben soll. Aus den Top Ten ist beispielsweise der Franzose François Pinault gefallen, der neben einer Kaufhauskette zugleich Eigentümer von Christie’s ist.

Hier wird schon deutlich, dass in Amerika das Kunstsammeln bei den Reichen quasi zum guten Ton gehört. Bei der Auswertung der Liste nach dem Wohnsitz der Sammler kommt nach den USA lange nichts. England folgt mit 13 und Frankreich und die Schweiz mit je 12. Platz 4 belegt Deutschland mit 11 Sammlerpersönlichkeiten, einem weniger als in vergangenen Jahr. Für Österreich führt die Liste lediglich Gerhard Lenz und das Sammlerpaar Elisabeth und Rudolf Leopold an, dem Gründer des Museum Leopold in Wien. Addiert man die einzelnen Nennungen der europäischen Länder zusammen, so kommt man hier auf eine Zahl von 71, gegenüber Nordamerika mit 112, Mittel- und Südamerika mit 10, arabische Staaten mit 2 und der ostasiatische Raum mit 3 Sammlern.

Zu den Deutschen, die in die Liste aufgenommen wurden, gehören Udo Brandhost (Köln), Harald Falckenberg (Hamburg), Anna und Josef Froehlich (Stuttgart), Ingvild Goetz (München), Hans Grothe (Bremen), Uli Knecht (Stuttgart), Arend Oetker (Köln), Inge Rodenstock (Grünwald), Ute und Rudolf Scharpff (Stuttgart), Eleonore und Michael Stoffel (Köln) und Reinhold Würth (Niedernhall). Reiner Speck aus Köln hat in diesem Jahr anscheinend nicht mehr soviel für Kunst ausgegeben. Er blieb diesmal außen vor.

In der Schweiz leben Monique und Jean-Paul Barbier-Mueller (Genf), Christa und Thomas Bechtler (Zürich), Ulla und Richard Dreyfus (Binningen), Georges Embiricos (Jouxtens), Friedrich Christian Flick (Hergiswil), Esther Grether (Bottmingen), Elsa und Theo Hotz (Meilen), Gabi und Werner Merzbacher (Zürich), Jacqueline und Philippe Nordmann (Genf), Maja Oeri und Hans Bodenmann (Basel), George Ortiz (Vandoeuvres), Ellen und Michael Ringier (Zürich).

Auch einige illustre Persönlichkeiten aus dem Showgeschäft haben Aufnahme unter die 200 Topsammler gefunden. David Bowie, Elton John oder Andrew Lloyd Webber schmücken ihr Heim gerne mit Kunst und teilen sich ihre Leidenschaft für das 20. Jahrhundert. Damit liegen sie auch eindeutig im Trend: Die meisten Sammler bestücken ihre privaten Kollektionen mit Kunst vom Impressionismus und der klassischen Moderne bis zu zeitgenössischen Positionen. Und in diesem engen Feld mag die Eifersucht denn wirklich zuschlagen. Den Kunstmarkt wird’s wieder freuen!

Wer die vollständige Liste einsehen will, findet sie im Internet unter www.artnewsonline.com.



26.08.2003

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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