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Olafur Eliasson bringt "Sonne statt Regen" nach München

Wenn das Museum zum Naturschauplatz wird



Olafur Eliasson, Sonne statt Regen, 2003

Olafur Eliasson, Sonne statt Regen, 2003

In ihren Dimensionen scheinbar endlos, taucht der Besucher der Lichtinstallation „Sonne statt Regen“ in eine Farbsinfonie ein, die der Isländer Olafur Eliasson auf der linken Längsseite des Kunstbaus im Lenbachhaus inszeniert. Die weiße Fläche des Münchner Ausstellungsraums wechselt plötzlich zu einem sanften Rot, dass immer kräftiger wird und schließlich einem satten Lila weicht. Auf diese Weise wird die seitliche Raumbegrenzung zu einer imaginären Leinwand, die als Projektionsfläche des gesamten Farbspektrums dient und die die Erfahrungen des Künstlers mit Lichtphänomen in der Natur widerspiegelt.



Dabei werden übliche Sichtweisen hinterfragt: Aus einem gewöhnlichen en-face-Betrachterstandpunkt heraus wird der Blick auf ein Farbszenario eröffnet, dass der Besucher aus dieser Perspektive nur begrenzt erfassen kann. Der Blick wird durch die vorgegebene Raumsituation der Ausstellungshalle bestimmt: graue Stützpfeiler werden unwillkürlich zu einem Teil der Installation, in dem sie den Blick nur auf bestimmte Ausschnitte der Installation freigeben und so die wahrnehmende Fläche definieren oder „umrahmen“. Dieser gewollte Effekt kulminiert in einer Lichtsequenz, bei der sich eine Farbe von der Mitte der Wand aus zunächst nur als horizontaler Streifen zeigt, sich dann zunehmend über die Wandflächen zu beiden Seiten hin ausbreitet.

Es ist, als ob sich ein Vorhang zu einem sich anschließenden kontemplativen Schauspiel der Farben auftut, das sich in seiner Dynamik und Ganzheit wunderbar vom Eingangsbereich wahrnehmen lässt und den Betrachter förmlich in den Raum hineinzieht, ihm durch die eigene Bewegung immer andere Perspektiven und Raumerfahrungen eröffnet. Die sich ständig verändernde farbige Lichtwand, die sich hinter einer Membran befindet und aus 13.000 Leuchtstoffröhren besteht, ist an einen computergesteuerten Dimmer angeschlossen, der der Regie eines speziell für diese Installation entwickelten Programms folgt.

Auch bei diesem Projekt beschäftigt sich der 1967 in Kopenhagen geborene Künstler mit der Rekonstruktion von physikalischen Phänomenen der Natur. Dabei bedient sich Eliasson hochtechnischer Geräte genauso wie des natürlichen Lichts, mit dem er künstliche Landschaften, klimatische Abläufe und sinnliche Wahrnehmungsmomente kreiert. Ziel dabei ist es, natürliche Ereignisse sichtbar oder erlebbar zu machen und so die Vorstellung von authentischer Naturerfahrung zu hinterfragen. Dieser Anspruch und seine beeindruckende Inszenierung überzeugen: Beispielsweise hat der Künstler in Zusammenarbeit mit dem Landschaftsarchitekten Günther Vogt vor zwei Jahren die Architektur des Kunsthauses Bregenz von Peter Zumthor aus Beton und Glas durch Nebel, Wasser, Pflanzen und Erde in einen Parcours "vom Erlebnis und vom Bewusstsein des Erlebnisses“ verwandelt. Und noch in diesem Jahr wird Eliasson bei der Biennale in Venedig sein Heimatland Dänemark im nationalen Pavillon vertreten.

Ständig präsent ist der Künstler in sieben Galerien in Deutschland, der Schweiz, Italien, den USA und Japan und in dem zur Ausstellung erscheinenden Fotoband, der die Schönheit der isländischen Landschaft thematisiert und damit in indirektem Bezug zur Naturthematik der Ausstellung steht. Das von Eliasson gestaltete Künstlerbuch ist im Hatje Cantz Verlag erschienen und kostet 78 Euro. Die Ausstellung „Sonne statt Regen“ ist noch bis zum 15. Juni im Kunstbau der Städtischen Galerie im Lenbachhaus zu sehen. Der Kunstbau in der U-Bahnstation Königsplatz hat Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Kontakt:

Kunstbau Lenbachhaus

U-Bahnhof Königsplatz

DE-80333 München

Telefax:+49 (089) 23 33 20 03

Telefon:+49 (089) 23 32 00 00

E-Mail: lenbachhaus@muenchen.de



02.06.2003

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Beate Noeke

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Olafur Eliasson, Sonne statt Regen, 2003

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