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Paul Klee im Rheinland

Bilder zwischen Pointillismus und Neoimpressionismus



Paul Klee, Spielzeug, 1931, 167 (S7)

Paul Klee, Spielzeug, 1931, 167 (S7)

Im beginnenden 20. Jahrhundert stand das Rheinland der Moderne besonders aufgeschlossen gegenüber. Dabei kommt Privatsammlern große Bedeutung zu. Josef Haubrich, Heinrich Stinnes, Rudolf Ibach oder Leonhard Tietz erwarben vorzugsweise Arbeiten zeitgenössischer Künstler, darunter auch solche von Paul Klee. Der umtriebige Düsseldorfer Galerist und Sammler Alfred Flechtheim förderte im Westen Deutschlands die Präsenz Klees. Der Künstler selbst besaß darüber hinaus seit Beginn seiner Freundschaft mit August Macke im Jahre 1911 enge berufliche und private Kontakte in die Region. Im Jahre 1931 verließ er das Dessauer Bauhaus und übernahm bis zur Zwangsentweisung durch die Nationalsozialisten für zwei Jahre eine Professur an der Düsseldorfer Kunstakademie.



Die Bedeutung der Düsseldorfer Zeit im Gesamtschaffen Klees steht nun erstmals im Fokus einer Ausstellung in Bonn. Die Schaffensperiode zeichnet sich durch die Entwicklung eines besonderen pointillistischen Stils aus, dem sogenannten Divisonismus. Erwachsen aus der Beschäftigung mit byzantinischen Mosaiken in Italien, gelangte Klee zu einem punktweisen, mittels stempelartiger Nagelköpfe ausgeführten Farbauftrag über Lasuren und diversen Grundierungen. In den im Jahr 1930 entstandenen Bildern "Was fehlt ihm" und "Sonnenuntergang" gelangt das Verfahren erstmals zur Ausführung. Wie aus Rastersystemen aufgebaut, erinnern die Bilder an Mosaike. Festgefügte Strukturen geometrischer Formen auf planimetrischen Grundflächen geben rhythmische Impulse. Die Punkte auf den Grundflächen bilden quasi eine zweite Schicht und bewirken eine Transparenz.

Zwei Ordnungssysteme sind somit ineinander verwoben. Klee nutzt dies als Möglichkeit, das Licht im Bild und die in ihrer Lebendigkeit vibrierenden Farben darzustellen. Das Vermischen von Farben im Auge des Betrachters führt teilweise zu einer neoimpressionistischen Wirkung. Klee probiert im Rahmen dieser Arbeitsweise mehrere Methoden, technische Möglichkeiten und Darstellungsweisen aus. Auch Landschaften und weitere Motive werden als Schicht eingeführt. Vielfach legt er auch ein Strichwerk aus kräftigen geometrischen Linien dem Farbgrund auf, wie es beispielsweise im "Nordzimmer" zu sehen ist. Auch zarte, schwungvolle Konturzeichnungen, wie sie bei der "Tänzerin", dem Titelbild der Ausstellung, auszumachen sind, verleihen den Bildern einen besonderen Reiz.

1933 findet diese Malart immer weniger, in den Jahren danach nur noch sehr vereinzelt Anwendung. Nach Klees fristloser Entlassung aus der Akademie zum 1. Mai 1933 malte und zeichnete er nahezu unermüdlich. Dies ist als Resultat seiner Betroffenheit zu deuten, dass er nun nach dem Verlust seines Lehrstuhls auch als Künstler in Deutschland nichts mehr gilt. Von 1933 an wird der Farbauftrag düsterer und monochromer. Die Verarbeitung der Ereignisse der Zeit wird an finsteren Motiven und den Titeln seiner Arbeiten deutlich. Weihnachten 1933 zieht er sich nach Bern in sein Elternhaus zurück. Die mit der Emigration verbundene Isolierung bedeutet einen Bruch in seiner künstlerischen Entwicklung. Bis zu seinem Tod 1940 kehrt Paul Klee nie wieder nach Deutschland zurück.

Aus dem Gesamtschaffen Klees von über 10.000 Zeichnungen, Aquarellen und Gemälden wurden 110 Arbeiten für die Schau in der Bundeskunsthalle ausgewählt, die das Rheinische Landesmuseum Bonn erarbeitet hat. Zwei Drittel der Exponate kommen aus dem Ausland, davon wiederum ein Drittel aus dem außereuropäischen. Zahlreiche Stücke sind erstmals in Deutschland, einige sogar erstmals überhaupt öffentlich ausgestellt. Neben dem Ziel, ein bislang noch nie ausgestelltes und wissenschaftlich untersuchtes Kapitel in Klees Werkschaffen zu erforschen, bestand die Intention darin, auf die umfangreichen rheinischen Privatsammlungen zu verweisen. Viele daraus stammende Werke, die heute über alle Welt verstreut sind und zum Teil vor Klees Düsseldorfer Zeit entstanden, stellen die Verehrung und Wertschätzung des Künstlers in Köln, Düsseldorf und Umgebung unter Beweis. So ergänzt die Schau auch exzellent den großen Klee-Bestand in der Kunstsammlung NRW in Düsseldorf.

Die Ausstellung "Paul Klee im Rheinland" ist noch bis zum 9. Juni 2003 in der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland in Bonn zu besichtigen. Geöffnet ist dienstags und mittwochs von 10 bis 21, donnerstags bis sonntags 10 bis 19 und freitags schon ab 9 Uhr. Der Katalog kostet als Museumsausgabe 19,90 Euro.

Kontakt:

Kunst - und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland

Friedrich-Ebert-Allee 4

DE-53113 Bonn

Telefon:+49 (0228) 91 71 200

Telefax:+49 (0228) 91 71 209

E-Mail: info@kah-bonn.de



14.03.2003

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Hans-Peter Schwanke

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