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Walde Huth wird 80

Die quirlige Grande Dame der deutschen Fotografie



Walde Huth, Jacques Fath, Starmannequin Patricia, Paris 1954

Walde Huth, Jacques Fath, Starmannequin Patricia, Paris 1954

Bekannt wurde sie durch die große Welt der Haute Couture eines Christian Dior, Jacques Fath, Givenchy oder Maggy Rouff. Ihren Schöpfungen verlieh Walde Huth in den 1950er Jahren internationale Aufmerksamkeit und brachte den Lesern großer Modemagazine durch ihr Auge in Fotostrecken die neuesten Kreationen nahe. Heute begeht die Kölner Fotografin ihren 80. Geburtstag und feiert ihn mit einem Empfang im Kölnischen Stadtmuseum, bei dem Walde Huth anhand von Beispielen aus ihrem fotografischen Werk über die "Facetten aus ihrer Bilderwelt“ spricht.



Geboren am 29. Januar 1923 in Stuttgart ging Walde Huth 17jährig nach Weimar, um Architekturfotografie zu studieren. Bis 1945 arbeitet die junge Frau in der damals weltweit führenden Entwicklungsabteilung für Farbfotografie bei Agfa in Wolfen. Der strenge deutsche Begriff des Handwerklichen, die fundierte Beherrschung chemischer und technischer Verfahren sowie die punktgenaue Erfassung der gestellten Aufgabe bilden die soliden Ausgangspunkte ihrer Entfaltung.

Zunächst Werksfotografin der Maschinenfabrik Esslingen, dann Gründung der "künstlerischen Lichtbilderwerkstätte" für Theater und Portraitfotografie in württembergischen Stadt, wendet sich Walde Huth 1953 überwiegend der Werbe- und Modefotografie zu. Hier wird sie zur Protagonistin des "New Look" der eleganten Nachkriegswelt: Fotografischer Moment, das Licht, der freie Himmel, die Architektur der Städte, Florenz und Paris. Als Frau stellt sie Frauen dar, Mannequins nicht gefangen in starrer Pose, sondern Persönlichkeiten, feminin und selbstbewusst, chic und stark zugleich.

Als "Vogue" 1955 sie fest unter Vertrag nehmen will, lehnt sie ab. Statt dessen geht sie nach Köln. Grund ist die Hochzeit mit dem Architekturfotografen Karl Hugo Schmölz. In der Tradition einer herausragenden Fotografenfamilie betreiben nun beide in Köln ein gemeinsames Studio, werden zum Erfolgsduo für die Werbeauftritte großer deutscher, insbesondere rheinischer Firmen und Marken: das Auto, das Schlafzimmer, die Tiefkühlkost, der BH, das Transistorradio, die Auslegware, die Bürogestaltung für die Anfänge der elektronischen Datenverarbeitung.

Von den 1950er bis in die 1980er Jahre entsteht in stets unverkennbarer Inszenierung, perfekten Verfahren und rationeller Durchführung das fotografische Protokoll bundesrepublikanischer Waren- und Bauwelten. Als Assistenten durchlaufen so manche später erfolgreiche Fotografen bei "schmölz + huth" am Südpark 45 eine anspruchsvolle Schule. 1979 beginnt sie mit den Fotozyklen „100 ungeschriebene Briefe“, „100 festgehaltene Schritte“ und „100 unwirkliche Wirklichkeiten“, für die sie prägnante Momente in Ligurien einfängt.

Nachdem Walde Huth das gemeinsame Studio nach dem Tode ihres Mannes 1986 aufgelöst hatte, wendet sie sich wieder intensiv der Realisierung freier Themen zu. Ihre Fotoarbeiten befinden sich in den Sammlungen der internationalen Museen. Walde Huth, zierlich, auch mit ihren 80 Jahren quirlig, stilbewusst, mit scharfem Auge und Witz, begeistert und begeisternd, bleibt eine der großen Intellektuellen der deutschen Fotografie.



30.01.2003

Quelle/Autor:Bernd Fechner

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Walde Huth gestorben

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Walde Huth, Kennkarten-Aktion, Esslingen 1945
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Walde Huth, aus der Serie "100 ungeschriebene Briefe", 1979

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Walde Huth, Dior, Starmannequin Lucky, Paris 1956
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Walde Huth, Jacques Fath, Starmannequin Patricia, Paris 1954
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Walde Huth, Ernst Jünger, 1949
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Künstler:

Walde Huth







Walde Huth, Dior, Starmannequin Lucky, Paris 1956

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Walde Huth, aus der Serie

Walde Huth, aus der Serie '100 ungeschriebene Briefe', 1979

Walde Huth, Ernst Jünger, 1949

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Walde Huth, Kennkarten-Aktion, Esslingen 1945

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Walde Huth, Schaub Lorenz, 1950er Jahre

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