Die Kunst, online zu lesen.

Home


Magazin

News


Marktberichte


Ausstellungen


Journal


Portraits


Top Event


Netzkunst





Kunst kaufen
Werben

Translation EnglishFrench

Anzeige

Kym IV, 1999 / K. O. (Karl Otto) Götz

Kym IV, 1999 / K. O. (Karl Otto) Götz
© Galerie Neher - Essen


Anzeige

Im Park von Schloss Mainberg bei Schweinfurt, 1874  / Hans Thoma

Im Park von Schloss Mainberg bei Schweinfurt, 1874 / Hans Thoma
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


Newsmailer Eintrag

Bestellen Sie bitte hier:


Suchen mit Google

Google
WWW
kunstmarkt.com

Portraits

Aktuellzum Archiv:Künstler-Portrait

Auf der Suche nach der Bildwelt von Lois Renner

"Das sind keine Fotos, das sind Bilder!"



Lois Renner, Jesus Österreich, 2000

Lois Renner, Jesus Österreich, 2000

Was ist denn nun real? Es sind fotografierte Bilder, reproduzierte Malerei, und doch auch reproduzierte Skulptur und Installation. Es ist ein C-Print hinter Plexiglas, aber ein Bild - ein Foto - ein Bild. Verwirrung auch im Bild. Was ist denn nun real? Was ist denn nun groß und was ist klein? Was ist, und was ist handgemacht, nachgemacht, manipuliert? Der 1961 in Salzburg geborene Lois Renner beschäftigt sich mit den komplexen Zusammenhängen und Schnittstellen zwischen Fotografie und Malerei, zwischen Realität und Illusion, zwischen groß und klein. In seinen konstruierten Entwürfen der Welt verwirren sich die Proportionen.



Was man vermeintlich auf den ersten Blick sieht, ist die Ansicht eines Ateliers des Künstlers. Bei genauerer Betrachtung jedoch stellt man fest, daß irgendetwas an dem Bild so nicht stimmen kann: Werkzeuge oder Tassen zum Beispiel, die nicht im angemessenen Größenverhältnis zum Raum oder anderen Gegenständen passen wollen. Die Logik der Perspektive und des Raums werden gänzlich gestört. Tatsächlich ist auch das gezeigte Atelier des Künstlers nicht das Atelier des Künstlers, sondern ein nachgebautes Modell eines Arbeitsraumes, das als variierbare Grundlage seiner Fotos, bzw. Bilder, dient. Lois Renner dokumentiert auf diese Weise Situationen eines Künstlerlebens und seiner Tätigkeit. Er verwendet hierzu neben seinem privaten Interieur und seinen Arbeitsmaterialien verkleinerte oder vergrößerte Zitate eigener Gemälde, oder Kunstwerke anderer, in der Kunstgeschichte bekannter Artefakte, wie etwa Bilder von Peter Paul Rubens. Es entstehen „Bilder in Bildern“ die die künstlerische Praxis selbst zum Thema der Kunst erheben.

Eine andere Serie zeigt seine kleinen gemalten und gerahmten Gemälde, die fotografisch ins Extrem vergrößert werden. Der Duktus ist dadurch deutlich zu erkennen und gibt einen klaren Verweis auf die Rolle, die Malerei in den Arbeiten Lois Renners für sich beansprucht.

Und genaugenommen geht es nur um Malerei. Das Medium der Fotografie und das Erbauen seines Miniaturateliers benutzt der Künstler, wie ein Maler den Pinsel und die Leinwand nutzt. Es sind nur Mittel zum Selbstzweck der Malerei. Die so ins Überdimensionale aufgeblasenen Gemälde behalten trotz der fotografischen Technik ihren malerischen Bildcharakter, der durch den zusätzlich abfotografierten Rahmen verstärkt wird. Es geht eben ums "Bildermachen". Seine künstlich und künstlerisch hergestellten Realitäten sind zwar Imaginationen, aber zweidimensionale, raumgewordene "Wirklichkeit".

Renner, der zwischen 1981 und 1984 die Meisterschule für das Österreichische Malerhandwerk in Baden bei Wien absolvierte, anschließend ein Jahr lang in der Salzburger Hochschule Mozarteum studierte, ging 1985 nach Düsseldorf um bis 1988 an der für Malerei renommierten Kunstakademie in der Klasse von Gerhard Richter zu arbeiten und zu lernen.

Lois Renner ist heute in Wien als freischaffender Künstler tätig und wurde für seine Arbeit mehrfach ausgezeichnet. 1992 erhielt der Österreicher den mit 150.000 Schilling dotierten Wiener Otto Mauer-Preis, 1994 war er Stipendiat des Österreichischen Staatsstipendiums für Bildende Kunst und im Jahr 2001 wurde er mit dem Großen Kunstpreis des Landes Salzburg geehrt. In diesem Jahr wurde der 41jährige zum Professor für Künstlerische Fotografie an die Staatliche Hochschule für Gestaltung nach Karlsruhe berufen.

In Deutschland wird Lois Renner von der Berliner Galerie Kuckei + Kuckei vertreten. Seine unikaten Fotoarbeiten kosten von 11.000 Euro für ein Format von 120 auf 150 Zentimeter bis 35.000 Euro für ein 3 mal 3 Meter großes Werk. Neuerdings gibt es auch Arbeiten in variablen Größen, deren Dimensionen von der Vorlagen abhängen, die bereits ab 3.000 Euro zu haben sind.

www.kuckei-kuckei.de



20.09.2002

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Christine Philipp

Drucken

zurück zur Übersicht


Empfehlen Sie den Artikel weiter:
an


Weitere Inhalte:

Bericht:


Lois Renner in Museum Abteiberg

Variabilder:

Lois Renner, Jesus Österreich, 2000
Lois Renner, Jesus Österreich, 2000

Variabilder:

Lois Renner, Cool 1000,
 2000
Lois Renner, Cool 1000, 2000

Variabilder:

Lois Renner, Modell Nr. 8 freigestellt, 2001/2002
Lois Renner, Modell Nr. 8 freigestellt, 2001/2002

Variabilder:

Lois Renner,
 Unscharf, 1996/2002
Lois Renner, Unscharf, 1996/2002

Variabilder:

Lois Renner, F.A.Z.,
 1999
Lois Renner, F.A.Z., 1999

Künstler:

Lois Renner







Lois Renner, Modell Nr. 8 freigestellt, 2001/2002

Lois Renner, Modell Nr. 8 freigestellt, 2001/2002

Lois Renner, F.A.Z., 1999

Lois Renner, F.A.Z., 1999

Lois Renner, Unscharf, 1996/2002

Lois Renner, Unscharf, 1996/2002

Lois Renner, Cool 1000, 2000

Lois Renner, Cool 1000, 2000




Copyright © '99-'2019
Kunstmarkt Media
Alle Rechte vorbehalten


Impressum





Zum Seitenanfang Magazin

 Amazon export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce  Amazon ebay rakuten yatego meinpaket export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce