Die Kunst, online zu lesen.

Home


Magazin

News


Marktberichte


Ausstellungen


Journal


Portraits


Top Event


Netzkunst





Kunst kaufen
Werben

Translation EnglishFrench

Auktionsanzeige

Am 05.11.2021 05.11.2021: Ostschweizer Kunst und ausgewählte Werke

© Beurret Bailly Widmer Auktionen AG

Anzeige

Brandung bei Knokke, 1895 / Max Schlichting

Brandung bei Knokke, 1895 / Max Schlichting
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


Anzeige

ohne Titel / Günther Uecker

ohne Titel / Günther Uecker
© Galerie Luther


Anzeige

Blick aus dem Künstler-Atelier in Berlin. Kurfürstenstraße, 1927 / Ernst Oppler

Blick aus dem Künstler-Atelier in Berlin. Kurfürstenstraße, 1927 / Ernst Oppler
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


Anzeige

Ohne Titel - Chromatische Konstellation, 2015 / Heinz Mack

Ohne Titel - Chromatische Konstellation, 2015 / Heinz Mack
© Galerie Neher - Essen


Newsmailer Eintrag

Bestellen Sie bitte hier:


Suchen mit Google

Google
WWW
kunstmarkt.com

Frankfurter Städel ergründet eigene Beckmann-Sammlung

Max Beckmann, Selbstbildnis mit Sektglas, 1919

Auslöser für die jüngste Beckmann-Ausstellung im Frankfurter Städel Museum ist eine spektakuläre Neuerwerbung: Ende vergangenen Jahres konnte sein „Selbstbildnis mit Sektglas“ aus dem Jahr 1919 angekauft werden. „Noch nie zuvor hat das Museum eine einzelne Erwerbung dieser Dimension gestemmt“, merkte Direktor Philipp Demandt dazu an. Bereits seit 2011 war das in der Main-Metropole gemalte Bild als Dauerleihgabe im Museum zu sehen. Mithilfe vieler privater Mäzene, Stiftungen, Vereine und Förderer konnte das Kunstwerk mit einem Marktwert im zweistelligen Millionenbereich erstanden werden. Das bedeutende „Auftaktbild der Weimarer Republik“ bildet nun den Mittelpunkt einer konzentrierten Schau, die unter dem Titel „Städels Beckmann / Beckmanns Städel. Die Jahre in Frankfurt“ die Sammlungsgeschichte von Werken des Künstlers und seine Beziehungen zu Frankfurt beleuchtet.

Geradewegs läuft der Besucher auf das mittelformatige, in matten, aber kräftigen Farben gefasste Porträt zu. Darauf inszeniert sich Max Beckmann als eleganter Dandy im Smoking an der Theke eines Nachtlokals. In beklemmender Atmosphäre sowie mit qualvoll verdrehten Gliedmaßen gilt es als Sinnbild einer orientierungslosen, fragilen Gesellschaft in einer politisch ungewissen Zeit. Seit spätestens 1928 befand es sich in der Privatsammlung des Krefelder Textilfabrikanten Hermann Lange und war bis zuletzt im Besitz der Familie. Dadurch hat es sich in alter Aufspannung und mit ungefirnister Bildoberfläche im Originalzustand erhalten.

Das Meisterwerk des virtuosen Koloristen und spannungsvollen Kompositeurs steht in enger motivischer Wechselwirkung mit dem zeitgleich entwickelten Zyklus „Die Hölle“, der komplett den zweiten Saal füllt. In den insgesamt elf Lithografien verarbeitete Max Beckmann seine Erfahrungen aus dem Ersten Weltkrieg. Ohne moralische Anklage beschreibt er eine zutiefst traumatisierte Gesellschaft. Kantige reduzierte Formen bestimmen jeweils das Bildgefüge. Räume werden kubistisch aufgebrochen, und perspektivische Verzerrungen sorgen für gespannte Instabilitäten.

Ein weiteres Kapitel stellt die Orte in Frankfurt vor, an denen sich Beckmann gerne aufhielt. Zwischen 1915 und 1933 verbrachte er hier seine prägendsten Schaffensjahre. 18 Einzel- und Gruppenausstellungen zeigten ihn im Städel. Gut vernetzt in der Kunst- und Kulturszene bot ihm die „wirtschaftlich vitale, geistig anregende, überschaubare“ Stadt viele Motive. Der eiserne Steg, die Synagoge oder Porträts maßgeblicher Persönlichkeiten zeugen davon. Der letzte Abschnitt widmet sich der Beckmann-Sammlung des Städel Museums. Ein Zeitstrahl dokumentiert alle bis 1931 erworbenen 13 Gemälde und über 100 Grafiken. Bis auf wenige Ausnahmen im Rahmen der Aktion „Entartete Kunst“ konfisziert, verfügt das Städel heute wieder über eine der größten öffentlichen Sammlungen des mit Frankfurt eng verbundenen Künstlers. Neben den fünf Gemälden, einer Plastik und 28 Grafiken in der Sonderschau hängen elf weitere Gemälde im Beckmann-Saal der Dauerausstellung.

Die Ausstellung „Städels Beckmann / Beckmanns Städel. Die Jahre in Frankfurt“ ist bis zum 29. August verlängert. Das Städel Museum hat täglich außer montags von 10 bis 18 Uhr, donnerstags bis 21 Uhr bei Kauf eines Zeitfenstertickets geöffnet. Der Eintritt beträgt 14 Euro. Für Kinder unter 12 Jahren ist der Eintritt frei. Zur Ausstellung ist ein Katalog für 15 Euro erschienen.

Städel Museum
Schaumainkai 63
D-60596 Frankfurt am Main

Telefon: +49 (0)69 – 60 50 98 0
Telefax: +49 (0)69 – 60 50 98 111

Quelle: Kunstmarkt.com/Hans-Peter Schwanke

Zurück

Drucken

zurück zur Übersicht


Empfehlen Sie den Artikel weiter:
an




Weitere Inhalte:

Gesamt Treffer 19

Seiten: 1  •  2  •  3

Events (1)Adressen (1)Kunstsparten (2)Stilrichtungen (2)Berichte (3)Variabilder (9)Künstler (1)

Veranstaltung vom:


09.12.2020, Städels Beckmann / Beckmanns Städel. Die Jahre in Frankfurt

Bei:


Städel Museum

Kunstsparte:


Grafik

Kunstsparte:


Malerei

Stilrichtung:


Moderne Kunst

Stilrichtung:


Expressionismus

Bericht:


Die sanften Bilder eines Giganten

Bericht:


Ein europäischer Maler auf amerikanischem Boden

Bericht:


Das männlich-weibliche Prinzip








News vom 25.10.2021

Prix Duchamp für Lili Reynaud-Dewar

Prix Duchamp für Lili Reynaud-Dewar

Margot Pilz in Krems

Margot Pilz in Krems

Polyphem und Galatea für Karlsruhe

Polyphem und Galatea für Karlsruhe

Beatriz Milhazes in der Wiener Staatsoper

Beatriz Milhazes in der Wiener Staatsoper

News vom 22.10.2021

Städel erhält Werke aus der Sammlung Crespo

Städel erhält Werke aus der Sammlung Crespo

Südafrikanische Kunst in Herford

Südafrikanische Kunst in Herford

Kardinal-König-Kunstpreis für Michèle Pagel

Kardinal-König-Kunstpreis für Michèle Pagel

Berlin entdeckt Johann Erdmann Hummel

Berlin entdeckt Johann Erdmann Hummel

News vom 21.10.2021

Teile der Sammlung Oppenheim bleiben in Leipzig

Teile der Sammlung Oppenheim bleiben in Leipzig

Paul Uwe Dreyer in seinem Wirkungsort Stuttgart

Paul Uwe Dreyer in seinem Wirkungsort Stuttgart

Neues Munch-Museum in Oslo öffnet

Neues Munch-Museum in Oslo öffnet

Hans-Purrmann-Preise verliehen

Hans-Purrmann-Preise verliehen

 zur Monatsübersicht





Copyright © '99-'2021
Kunstmarkt Media
Alle Rechte vorbehalten


Impressum





Zum Seitenanfang Magazin

 Amazon export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce  Amazon ebay rakuten yatego meinpaket export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce