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Romana Scheffknecht gestorben

Romana Scheffknecht bei der Verleihung der Oscarts 2010

Romana Scheffknecht ist tot. Das gab die Universität für angewandte Kunst in Wien bekannt und würdigte die Verstorbene als „inspirierende Künstlerin, engagierte Lehrende, leidenschaftliche Begleiterin ihrer Studierenden und als liebenswürdige Kollegin“. Die Medienkünstlerin begann ihre Karriere in den 1980er Jahren mit Videoarbeiten, in deren Zentrum die Beziehung des Bildes zum Klang im Raum stand. Durch ihr Schaffen zieht sich die Beschäftigung mit strukturellen Konzeptionen und Fragen der Wahrnehmung. Bis zu ihrer Pensionierung im Jahr 2017 war sie außerordentliche Professorin in der Abteilung Bühnen- und Filmgestaltung an der Universität für angewandte Kunst in Wien.

1952 im niederösterreichischen Horn geboren, arbeitete Romana Scheffknecht ab 1974 in verschiedenen Funktionen im Theater, unter anderem als Ausstatterin im Theater von Conny Hannes Meyer. 1979 begann sie ihr Studium an der Hochschule für Angewandte Kunst in Wien bei Oswald Oberhuber, das sie 1984 mit dem Diplom abschloss. Parallel studierte sie zwischen 1982 und 1984 bei Nam June Paik an der Kunstakademie Düsseldorf. Seit 1986 lehrte Scheffknecht an der Universität für angewandte Kunst in Wien, später hatte sie auch Gastprofessuren in Linz und Hamburg inne. Seit 1997 leitete sie das Medienkunstarchiv in Wien. Im Jahr 2005 wurde Romana Scheffknecht im Fach der Videokunst und Videoinstallation habilitiert.

Scheffknecht kombinierte in ihren Videos Bildausschnitte oder kurze narrative Passagen mit Textelementen oder Ton. In dem Film „Das Konzert“ von 1982 begleitet das Heulen eines Hundes ihr Saxophonspiel. Im Laufe der 1980er Jahre wandte sie sich komplexeren Installationen mit abstrakten Lichtbildern zu, die die zweidimensionale Leinwand verließen und als Projektionen im Raum wirkten. Themen ihrer Analyse des Medialen waren beispielsweise Überwachungsarchitekturen in der Arbeit „Prison“ von 2000 oder der gesellschaftliche Wandel, den sie in „Weltuntergang“ aus dem Jahr 2010 behandelte. Die Künstlerin arbeitete zunehmend mit computeranimierten Formen und Texten und multiplizierte ihre Installationen mit Hilfe von Spiegeln. Im Spätwerk ersetzte Romana Scheffknecht die Videos durch Dias und andere Lichtquellen.

Zu ihren Vorbildern zählte neben Marcel Duchamp, Ludwig Wittgenstein und den französischen Strukturalisten der Kunsthistoriker Aby Warburg, dem sie sich ab 1995 in ihrem Projekt „Das Warburgzimmer“ widmete. 2006 griff Scheffknecht diese Arbeit in einer Installation nochmals auf, für die sie seinen Karteikasten 118 von 1915/16 zum Thema „Krieg und Kunst“ in London abfilmte. Sie ergänzte das Video mit ihrer eigenen Gestensammlung zu großen Gefühlen, die sie seit 1995 aufgebaut hatte, und präsentierte es im Taxispalais in Innsbruck. Mit Collagen, Videos und großformatigen Video- und Soundinstallationen stellte die Schau 2013 zentrale Werkkomplexe der Künstlerin vor.

Romana Scheffknecht waren mehrere Einzelausstellungen gewidmet, unter anderem 1981 die Schau „Bei Einbruch der Dunkelheit“ im Trakt IV in Wien. 1987 waren ihre Werke im Kunstmuseum Bonn und 1995 bei „X-Ray“ in der Dorottya Galerie der Kunsthalle Budapest zu sehen. Außerdem war sie bei Gruppenausstellungen vertreten, wie 1984 bei der „Klasse Nam June Paik“ im Kunstmuseum Düsseldorf, 1988 beim Festival „Steirischer Herbst“ in Graz, 1994 mit „Zwischenbilder“ in der Landesgalerie Linz und 1997 im Rahmen von „Uccelli – Birds“ in der Galerie der Stadt Schwaz. Die Medienkünstlerin erhielt einige Auszeichnungen, etwa 1995 den Würdigungspreis Bildender Kunst in Österreich und 1999 den Würdigungspreis des Landes Niederösterreich für Medienkunst.


29.03.2021

Quelle: Kunstmarkt.com/Amanda Bischoff

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Romana Scheffknecht bei der Verleihung der Oscarts 2010
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