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Nautiluspokal / Franz von  Stuck

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ohne Titel / Günther Uecker

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Sauwetter am Stachus mit Nornenbrunnen im winterlichen München / Otto Pippel

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Ohne Titel - Chromatische Konstellation, 2015 / Heinz Mack

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Marktberichte

Aktuellzum Archiv:Auktions-Vorbericht

Das Züricher Auktionshaus Koller hat seine Auswahl an Möbeln, Porzellan, Uhren und Einrichtungsgegenständen um seine Sammlung mit Hamburger Silber bereichert

Kommoden von der Insel



Johann Friedrich Spindler, Paar Kommoden, Potsdam um 1765

Johann Friedrich Spindler, Paar Kommoden, Potsdam um 1765

1927 erwarb der aus Hamburg stammende Chemiker, Textilunternehmer und Kunstsammler Max Emden die beiden im Lago Maggiore gelegenen Isole di Brissago und ließ dort eine große Villa errichten. Auf einem Foto seines Arbeitszimmers aus den mittleren 1930er Jahren ist eine Kommode zu sehen, die der Millionär wenige Jahre zuvor samt ihrem Gegenstück auf einer Auktion in München erworben hatte. Sie stammte aus dem Besitz der Adelsfamilie Reuß-Köstritz in Schloss Trebschen, heute im westlichen Polen gelegen, und war vermutlich um 1765 von Heinrich IX. Reuß zu Köstritz bei Johann Friedrich Spindler in Auftrag gegeben. Spindler stammte wie sein Stiefbruder Heinrich Wilhelm Spindler aus Bayreuth und arbeitete für den preußischen König Friedrich II. unter anderem an der Ausstattung des Neuen Palais in Potsdam. Mit feinsten Intarsien geschmückt, die Blumen und Landschaften zeigen, gehören die beiden Kommoden zum Besten, was die preußische Möbelkunst des Rokoko zu bieten hat. Nach Emdens Tod 1940 wechselte das Paar noch mehrmals den Besitzer und soll nun den Höhepunkt der Versteigerung von Möbeln und Einrichtungsgegenständen bei Koller in Zürich bilden, versehen mit einer Schätzung von 150.000 bis 250.000 Franken.


Neben diesen beiden Prunkstücken gibt es in der Auktion am 25. März eine Reihe weiterer Möbel im fünfstelligen Schätzpreisbereich. Dazu gehört etwa eine kleine Rokokokommode des Berner Meisters Matthäus Funk aus den frühen 1750er Jahren mit den bekannten vergoldeten Bronzebeschlägen für 18.000 bis 32.000 Franken. Den beginnenden Klassizismus markiert eine zweitürige Kommode, die Roger Vandercruse in Paris ausschließlich mit geometrischen Mustern schmückte (Taxe 50.000 bis 70.000 SFR). Bereits dem frühen 19. Jahrhundert gehört ein Paar schlanker zurückhaltender rechteckiger Konsoltische an, die wohl nach Entwurf Dominique Daguerres in der Art Adam Weisweilers für den englischen Markt produziert wurden (Taxe 60.000 bis 100.000 SFR). Im Art Déco-Stil offeriert Koller mehrere Möbel von Jules Leleu für bis zu 8.000 Franken. Dazu passt eine runde Deckeldose, die Clément Rousseau um 1930 mit dem perlenden Exotenleder Galuchat von Rochen bezogen hat (Taxe 4.000 bis 6.000 SFR).

Die interessantesten Arbeiten im Bereich Silber stammen aus einer Hamburger Privatsammlung und sind auch allesamt von Hamburger Meistern geschaffen worden. Ein mehr als dreißig Zentimeter hoher und fast vier Kilogramm schwerer Deckelhumpen Hanss Lambrechts III. von 1642 zeigt in Reliefs von prachtvoller barocker Plastizität auf dem Deckel Venus, Mars und Amor sowie auf der Wandung ein wildes Schlachtengetümmel zwischen Lapithen und Kentauren (Taxe 90.000 bis 140.000 SFR). Granatäpfel, Blüten und Blätter bilden den Dekor auf einer Deckelschüssel von Jochim Timme aus den frühen 1670er Jahren (Taxe 40.000 bis 70.000 SFR). Mehr als einen halben Meter misst Heinrich von Dorts um 1681/88 entstandener Münzpokal, der von einem Bacchusknaben getragen und von einem hornblasenden Putto bekrönt wird (Taxe 80.000 bis 140.000 SFR).

Beim Porzellan singen je zwei Meißner Pirolen und Mandelkrähen auf Baumstümpfen nach Entwurf von Johann Joachim Kändler und Johann Gottlieb Ehder um die Wette. Die Vorlagen zu diesen Stücken gehen auf die Ausstattung des Japanischen Palais in Dresden zurück (Taxe zwischen 40.000 und 46.000 SFR). Auch zu einem balzenden, Rad schlagenden Pfau hat sich Kändler um 1741 hinreißen lassen (Taxe 11.000 bis 13.000 SFR). Vor der Erfindung des eigentlichen Porzellans wurde in Meißen das rotbraune Böttgersteinzeug hergestellt, für das beispielhaft eine achtseitige Teekanne mit schwungvoll gestaltetem Henkel steht. Sie gehört zu einigen Überbleibseln aus der Sammlung des Porzellanenthusiasten Siegfried Ducret, die bei Koller schon im vergangenen September auf dem Programm stand; jetzt ist die Teekanne nach einem Modell von Johann Jakob Irminger mit 15.000 bis 25.000 Franken ausgewiesen. Zu den dekorativsten Stücken der Auktion gehört ein Paar Pariser Girandolen aus der Zeit um 1770/80, deren vergoldete Lichtarme in Form filigraner Zweige von braun patinierten Satyrkindern getragen werden. Sie stammen von Pierre Gouthière (Taxe 50.000 bis 70.000 SFR).

Groß ist das Angebot an zum Teil recht ausgefallenen Uhren. So besitzt eine Pariser Pendule von circa 1780 die Form einer Vase, die von zwei Schwänen getragen wird. Damit geht sie teilweise auf Ideen des Architekten Charles de Wailly zurück. Statt eines runden Ziffernblatts wird die Zeit durch sich drehende Zylinder angezeigt. Am ebenfalls zylindrischen Sockel tanzen junge Frauen um einen Amorknaben (Taxe 100.000 bis 150.000 SFR). Um 1800 gerieten Skelettuhren schwer in Mode, bei denen der ganze technische Apparat sichtbar ist. Ein Exemplar, das außerdem mit allerlei astronomischen Angaben auftrumpft, stammt wohl von Pierre-Louis Berthoud, der zu Beginn seiner Tätigkeit seine Werke noch dem Namen seines Onkel Ferdinand Berthoud signierte. Koller bietet es für 25.000 bis 35.000 Franken an, ein weiteres Präzisionsgerät von etwa 1810 in rechteckigem Empiregehäuse für 50.000 bis 80.000 Franken. Für 35.000 bis 50.000 Franken ist ein klassizistisches französisches Barometer aus der Zeit um 1790 zu haben.

Die Auktion beginnt am 25. März um 10:30 Uhr. Eine Vorbesichtigung ist unter den geltenden Hygiene- und Einreiseregeln bis zum 23. März täglich von 10 bis 18 Uhr möglich, der Katalog im Internet unter www.kollerauctions.ch abrufbar. Das Mitbieten im Auktionssaal ist leider nicht möglich. Koller verweist auf die telefonischen, schriftlichen oder Internet-Auftragsmöglichkeiten. Die Auktion wird zudem live per Video- und Audiostream übertragen.

Kontakt:

Koller Auktionen

Hardturmstrasse 102

CH-8031 Zürich

Telefon:+41 (044) 445 63 63

Telefax:+41 (044) 273 19 66

E-Mail: office@kollerauktionen.ch



23.03.2021

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Johannes Sander

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Heinrich von Dort, Münzpokal, Hamburg 1681/88

Heinrich von Dort, Münzpokal, Hamburg 1681/88

Taxe: 80.000 - 140.000 SFR

Losnummer: 1018

Tischregulator, Paris, um 1810

Tischregulator, Paris, um 1810

Taxe: 50.000 - 80.000 SFR

Losnummer: 1217

Charles de Wailly, Pendule „aux cygnes à cercles tournants“, Paris, um 1780

Charles de Wailly, Pendule „aux cygnes à cercles tournants“, Paris, um 1780

Taxe: 100.000 - 150.000 SFR

Losnummer: 1187

Jochim Timme, Deckelschüssel, Hamburg 1673/74

Jochim Timme, Deckelschüssel, Hamburg 1673/74

Taxe: 40.000 - 70.000 SFR

Losnummer: 1017

Pierre Gouthière, Paar Girandolen „aux satyres“, Paris um 1770/80

Pierre Gouthière, Paar Girandolen „aux satyres“, Paris um 1770/80

Taxe: 50.000 - 70.000 SFR

Losnummer: 1178

Johann Jakob Irminger, Teekanne, um 1710

Johann Jakob Irminger, Teekanne, um 1710

Taxe: 15.000 - 25.000 SFR

Losnummer: 1039

Hanss Lambrecht III, Deckelhumpen, Hamburg 1642

Hanss Lambrecht III, Deckelhumpen, Hamburg 1642

Taxe: 90.000 - 140.000 SFR

Losnummer: 1016

wohl Pierre-Louis Berthoud, Astronomischer Tischregulator, Paris um 1800/10

wohl Pierre-Louis Berthoud, Astronomischer Tischregulator, Paris um 1800/10

Taxe: 25.000 - 35.000 SFR

Losnummer: 1205




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