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Aktuellzum Archiv:Auktions-Nachbericht

Die Moderne Kunst im Wiener Dorotheum traf den Geschmack des Publikums und konnte sogar mit einem Millionenwert aufwarten

Viel Geld für die Damen



Maximilian Kurzweil, Martha Kurzweil am Ufer in Pont-Aven (Weiher), um 1900

Maximilian Kurzweil, Martha Kurzweil am Ufer in Pont-Aven (Weiher), um 1900

„Art for Furtue“ war die fünfteilige Suite von Arbeiten aus Jugendstil und Expressionismus überschrieben, mit denen das Wiener Auktionshaus Dorotheum seine vergangene Auktion moderner Kunst eröffnet hat. Einlieferer war die Großbank UniCredit, die mit dem Erlös zukünftig junge Künstler unterstützen möchte. Aufmerksamkeit erregte vor allem Gustav Klimts gut eineinhalb Meter breiter, aber nur etwas über dreißig Zentimeter hoher bogenförmiger Bildentwurf „Altar des Dionysos“, entstanden 1886 als Vorlage für eine Lünette im Treppenhaus des Wiener Burgtheaters. Ein ungenanntes Akademikerehepaar ließ das Werk für 380.000 Euro zum Doppelten der Erwartung ersteigern, um es anschließend dem Leopold Museum zu schenken. Aufsehenerregend waren auch die 130.000 Euro, die Maximilian Kurzweils betont grünstichiges Portrait seiner Ehefrau Martha Kurzweil in symbolistischer Melancholie an einem stillen Waldweiher in Pont-Aven aus der Zeit um 1900 erzielte. Die Schätzung hatte nur bei 25.000 bis 35.000 Euro gelegen. Oskar Kokoschkas großformatige antik mythologische Paraphrase „Amor und Psyche“ aus der Sammlung der UniCredit blieb mit 300.000 bis 500.000 Euro dagegen unveräußert.


Mit einer losbezogenen Zuschlagsquote von 80 Prozent einschließlich der Nachverkäufe konnte das Dorotheum den weitaus größten Teil seines Angebots vom 24. November weitervermitteln, wenngleich neben dem Kokoschka auch eine kleine winterliche „Kitzbühel“-Impression Alfons Waldes für 180.000 bis 250.000 Euro und Karl Hofers etwas schwermütiges „Blumenmädchen“ von 1935 für 120.000 bis 150.000 Euro an die Einlieferer zurückgingen. Das einzige Millionenlos, Chaïm Soutines um 1928 expressiv auf Leinwand gebannte „Dame in Rot mit blauem Hintergrund“, wechselte zur unteren Schätzung von 1,5 Millionen Euro den Besitzer. Damenbildnisse erfreuten sich auch sonst insgesamt guten Zuspruchs: Sie hatten etwa in Form von Felice Casoratis etwas pathetischer „Ragazza seduta (con la mano sul cuore)“ von 1938 für 55.000 Euro (Taxe 55.000 bis 60.000 EUR) und Emil Noldes aquarelliertem „Zigeunermädchen in rot-violetter Kleidung“ von 1921 für 140.000 Euro Erfolg (Taxe 120.000 bis 150.000 EUR).

Zwei rudernde Frauen bei „Heimlicher Landung“ im Gestrüpp für 55.000 Euro (Taxe 30.000 bis 40.000 EUR) und eine junge Maid beim „Herbstspaziergang“ für 58.000 Euro nahe der oberen Taxe steuerte um 1930 Edward Cucuel bei. Mit 200.000 Euro richtig teuer wurde es noch einmal bei einer „Tête de jeune Fille“, die Henri Matisse 1950 mit nur wenigen Tuschestrichen aufs Papier warf (Taxe 180.000 bis 240.000 EUR). Joan Miró bediente sich für eine Vogel-„Femme“ von 1977 ebenfalls nur weniger Wachskreidelinien und der Farbe Gelb, der Preis im Dorotheum war mit 44.000 Euro allerdings etwas bescheidener (Taxe 28.000 bis 38.000 EUR). Weibliche Schönheit auf andere Weise hielt George Grosz 1940 in Gestalt seiner „Sleeping Beauty“ mit entblößtem fleischigem Unterleib für 32.000 Euro fest (Taxe 8.000 bis 12.000 EUR). Gustinus Ambrosis Bronzeplastik der muskulösen, sich in ihrer Verzweiflung windenden „Eva nach dem Sündenfall“ von 1914 konnte 14.000 Euro auf sich vereinen (Taxe 4.000 bis 7.000 EUR).

Von 140.000 bis 180.000 Euro kletterte der Wert von Giorgio de Chiricos magisch-surrealer „Piazza d’Italia“ aus den späten 1940er Jahren auf 220.000 Euro. Abstriche musste dagegen der Vorbesitzer von Marc Chagalls farbiger Papierarbeit „Les Paysans“ aus dem Jahr 1964 machen: Statt mindestens 170.000 Euro erzielte die derb-kindliche Zeichnung im Nachverkauf nur 120.000 Euro. Kaum vertreten war die abstrakte Malerei. Aufmerksamkeit erregten hier vor allem zwei kubistisch verschachtelte bunte Arbeiten des italienischen Futuristen Giulio D’Anna aus den 1930er Jahren, von denen die im Format größere, das 1934/35 datierte Ölbild „Volo su Malta“ mit zwei angedeuteten Flugzeugen über einer Festung, von 15.000 Euro auf 62.000 Euro schoss.

Im preislichen Mittelfeld landeten ferner einige Österreicher wie der 1930 geborene Gottfried Kumpf mit dem farbfreudigen naiven Wimmelbild „Prater bei Nacht“ von 1961 für 30.000 Euro (Taxe 12.000 bis 18.000 EUR) und Josef Flochs „Ruhende“ unterm Fenster von 1962 für 55.000 Euro (Taxe 15.000 bis 28.000 EUR). Artur Nikodems „Mohnblume“, deren Blüte seit 1923 eine annähernd quadratische Leinwand fast komplett ausfüllt, erblühte von 30.000 bis 50.000 Euro in intensivem Rot zu 51.000 Euro. Gerhild Diesners „Landschaft in Blau“ am Gardasee mit kraftvoll kontrastierenden Grüntönen aus den späten 1950er Jahren schaffte gute 70.000 Euro (Taxe 45.000 bis 60.000 EUR). Jeweils 40.000 Euro gab es für Oskar Mulleys fast eineinhalb Meter breites, kraftvoll gespachteltes „Bergbauernhaus“ von circa 1934 (Taxe 30.000 bis 50.000 EUR) und Franz Sedlaceks akribisch gezeichnetes „Höllentor“ mit zahlreichen fliegenden Teufelchen von 1916 (Taxe 20.000 bis 30.000 EUR).

Alle Preise verstehen sich als Zuschläge ohne das Aufgeld.

Kontakt:

Dorotheum

Dorotheergasse 17

AT-1010 Wien

Telefon:+43 (01) 515 60 0

Telefax:+43 (01) 515 60 443

E-Mail: client.services@dorotheum.at



25.02.2021

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Johannes Sander

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Gottfried Kumpf, Prater bei Nacht, 1961

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Taxe: 12.000 - 18.000 EURO

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Henri Matisse, Tête de jeune fille, 1950

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