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DDR-Ensemble Gendarmenmarkt unter Denkmalschutz

Günter Boy, Otto-Nuschke-Haus am Berliner Gendarmenmarkt, 1985

Das Landesdenkmalamt Berlin hat die Bauten und die Platzgestaltung des Gendarmenmarktes unter Denkmalschutz gestellt. Aufgrund seiner geschichtlichen, künstlerischen sowie städtebaulichen Bedeutung sei das Ensemble, das auch moderne Plattenbauten an der südlichen, östlichen und westlichen Platzseite umfasst, ein besonderes Beispiel für ein städtebauliches Großprojekt der DDR. „Auch dieses Erbe muss bewahrt werden. Der Gendarmenmarkt ist schließlich der bedeutendste Platzraum der Postmoderne in der DDR“, so Klaus Lederer, Bürgermeister von Berlin und Senator für Kultur und Europa.

Durch den Wandel des Geschichtsbewusstseins in der DDR unter Erich Honecker wurde 1976 beschlossen, den historischen Platz mit den beiden Domen Carl von Gontards und Karl Friedrich Schinkels Schauspielhaus wieder aufzubauen. Dabei wurde der damals als „Platz der Akademie“ bezeichnete Ort von Plattenbauten stimmig gesäumt, sodass man hier noch heute einen harmonischen öffentlichen Raum erleben kann. Christoph Rauhut, Landeskonservator und Direktor des Landesdenkmalamtes Berlin, würdigt dies: „Die jüngsten Unterschutzstellungen am Gendarmenmarkt zeigen eindrücklich, dass ‚Platte’ nicht gleich ‚Platte‘ ist – hier wurden Fertigteile individualisiert und historische Vorbilder neu interpretiert. Aus der Modulbauweise entstanden variantenreiche Straßenfronten. Das verdeutlicht den hohen künstlerischen Anspruch der Entwürfe.“


15.02.2021

Quelle: Kunstmarkt.com/Hans-Jörg Berghammer

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Günter Boy, Otto-Nuschke-Haus am Berliner Gendarmenmarkt, 1985
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