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Aktuellzum Archiv:Auktions-Vorbericht

Der Kunst der Moderne und der Gegenwart hat Lempertz diesmal Spitzenwerke Alter Meister aus der Sammlung Hinrich Bischoff zur Seite gestellt, hofft auf ein kaufkräftiges Publikum jenseits traditioneller Gattungsgrenzen und lockt mit einem seltenen Gemälde

Feuer fängt mit Funken an



Georges de la Tour, La fillette au brasier, 1646/48

Georges de la Tour, La fillette au brasier, 1646/48

Kurz vor Jahresende könnte es in diesem von Corona gebeutelten Jahr doch noch zu einem vorgezogenen Feuerwerk kommen. Die Funken dazu sind schon geschlagen. Jetzt ist nur noch die Frage, ob diese sich am 8. Dezember zu einem Freudenfeuer entzünden lassen. Denn an diesem Tag wird Georges de la Tours „La fillette au brasier“ aus der Sammlung von Hinrich Bischoff versteigert. So gut wie alles an diesem 76 mal 55 Zentimeter großen Meisterwerk ist bemerkenswert. Da ist zum einen das Bild an sich: Ein junges Mädchen, dem Betrachter im würdevollen Profil präsentiert, bläst in ein Kohlenbecken. Die hell aufglühenden Brocken beleuchten als einzige Lichtquelle die schlicht gekleidete Gestalt, sodass von ihrer Umgebung kaum etwas zu erkennen ist. Insgesamt strahlt das Nachtstück eine derartige Würde und meditative Ruhe aus, wie es Flammenglut an sich eben tut. Auch einiges im Leben des Malers Georges de la Tour liegt noch im Dunkeln und bedarf einer Beleuchtung. Bis heute weiß man nicht, woher der 1593 in Lothringen Geborene seine Inspiration nahm: Lernte er bei den Utrechter Caravaggisten oder machte er doch eine Italienreise? Hinzu kommt, dass ihm nur 44 Bilder zugeschrieben werden können. Besonders nobilitiert dieses Gemälde, dass es als eines der wenigen signiert und das einzige Kunstwerk aus dem späten Schaffen des Meisters ist, das sich noch in privater Hand befindet. Nun tritt es nach 45 Jahren in der Sammlung Hinrich Bischoff bei Lempertz wieder auf den Kunstmarkt. Mit 3 bis 4 Millionen Euro ist die Messlatte hoch gelegt: Die „Fillette au brasier“ könnte das teuerste Werk im schmalen Ranking Georges de la Tours und auf deutschen Auktionen werden.


Bereits 2006 kamen Teile der hochkarätigen Sammlung des ein Jahr zuvor verstorbenen Unternehmers Hinrich Bischoff beim Münchner Auktionshaus Hampel unter den Hammer; die zehn besten Objekte brachten damals allein 1,5 Millionen Euro. Der promovierte Jurist, Eigentümer der Fluggesellschaft „Germania“ und Kunstsachverständige hatte sich nebenher die Zeit genommen, eine Sammlung Alter Meister, hauptsächlich der niederländischen Barockmaler, anzulegen. Dass Lempertz die 22 Gemälde jetzt getrennt von der regulären Versteigerung Alter Meister, die schon Mitte November über die Bühne ging, und mit dem Evening Sale der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts verhandelt, unterstreicht noch einmal die Bedeutung dieser musealen Rarität und Kollektion insgesamt. Zugleich krönt das Kölner Auktionshaus damit sein 175jähriges Firmenjubiläum.

Bei Bischoff hat’s gezündet

An zweiter Stelle in der Sammlung Bischoff steht eine zirka DIN A3 große Darstellung einer betenden Maria von Quentin Massys. Besonders genial sind bei der Gottesmutter in Dreiviertelansicht ihr Mantel mit einem reich bestickten Saum und ihr wie ein Heiligenschein um den Kopf gebundenes weißes Tuch im Geist der frühen Renaissance ausgeführt, während die Hände noch das Nachwirken der gotischen Realisten verraten. Ähnliche Bilder in Antwerpen und im Prado legen nahe, dass es als Pendant zur Betenden einen segnenden Christus gegeben hat (Taxe 500.000 bis 700.000 EUR). Von Massys’ Zeitgenossen Marinus van Reymerswaele steht ein Klassiker seines Œuvres zum Verkauf: „Der Geldverleiher“. Der Geld nachzählende, korpulente alte Mann stiert in seinem reichen und überbordenden Kontor dem Betrachter entgegen. Der naserümpfende Gesichtsausdruck, die Haltung und die Staffage – man achte besonders auf den roten, komplexen Umhang – weisen großen Ähnlichkeiten zu Reymerswaeles Schöpfung in der National Gallery in London auf (Taxe 200.000 bis 300.000 EUR).

Vor schwarzem Hintergrund inszeniert der Amsterdamer Cornelis Kick ein barockes Stillleben. Zentral positioniert er eine große Orange; links daneben einen halbgefüllten Römer, eine Zitrone, ein Zitronenviertel, einen Schnitz und einen Kern. Davor liegt am Rand der steinernen Tischplatte, passend, um vom Betrachter ergriffen zu werden, ein Messer. Die Reflexe im Glas sind exzellent gemalt, und auch das Arrangement, das mit den kleiner werdenden Zitronenteilen ein Vanitasmotiv andeutet, zeugt vom großen Können des Holländers (Taxe 50.000 bis 70.000 EUR). Prunkvoller aber etwas weniger raffiniert stellte Pieter van Roestraeten sein „Stillleben mit silberner Ingwerdose, Teekanne und anderen Gegenständen auf einer Marmorplatte“ zusammen. Es wird auf mindestens 18.000 Euro geschätzt. Osias Beert d.Ä. hat kandierte Früchte auf einem Zinnteller ins Zentrum seiner delikaten Komposition gerückt und daneben ein filigranes Weinglas gestellt, indem sich ein Fenster spiegelt (Taxe 60.000 bis 80.000 EUR).

Neben Melchior de Hondecoeters Entenaufmarsch für 40.000 bis 60.000 Euro und Eglon Hendrik van der Neers Lautenspielerin für 35.000 bis 45.000 Euro listet der Katalog auch drei Gemälde von Philips Wouwerman. An erster Stelle rangiert mit 100.000 bis 150.000 Euro ein Zeltlager von Soldaten neben einem etwas heruntergekommenen Wirtshaus. Davor steigen gerade vier Reiter vom Pferd, einer von ihnen bläst schmetternd in eine Trompete, eine heiter lachende Wirtin begrüßt sie. Während die Wolken am Himmel dräuen, zeigt die Zudringlichkeit des einen, dass der Tag mehr Aufregungen bringen wird, als nur ein undichtes Hausdach. Den Übergang zur Moderne- und Gegenwartsauktion vermitteln zwei Frauen des Fin de Siècle aus Bischoffs Sammlung. Da ist zum einen die charmante und elegante Lucy Hessel. Edouard Vuillard, der vom Zauber der Frau seines Galeristen ganz entflammt war, malte sie um 1905 als Brustbild. Mit kühnem Pinselstrich charakterisierte er die Dame verträumt mit warmen Rottönen und der Farbe der Eleganz: Blau (Taxe 80.000 bis 120.000 EUR). Währenddessen funkeln dem Betrachter ein paar kastanienbraune Augen aus einem sauberen, weißen Bettzeug-Stoffgebirge entgegen. Das junge Mädchen kokettiert quicklebendig als Modell von Lovis Corinth. Typisch für die frühe Münchner Zeit gibt er die Schöne 1898 mit schnellem Pinselstrich und lebensnah wieder (Taxe 30.000 bis 50.000 EUR).

Kunst seit der Moderne

Nach dem Auftakt mit der Sammlung Bischoff stehen am kommenden Dienstagabend die gut hundert für den Evening Sale ausgesuchten Werke des 20. und 21. Jahrhunderts bei Lempertz auf dem Programm. Mit aufregender Palette, die dunkles Violett mit Giftgrün kombiniert, aber weniger sprechendem Pinselduktus erzählt Gabriele Münter von einem sommerlichen Garten: Die Bäume stehen in vollem Laub, die Frühblüher verwelken bereits. Die einzigen Farbtupfer sind die bunten Glaskugeln, die man in oberbayerischen Gärten oft sieht. Die Idylle von 1910, klassisch für Münters Gefallen am Leben auf dem Land, wird auf 60.000 bis 80.000 Euro geschätzt. Eine künstlerische Mitstreiterin hat Münter in der ein Jahr älteren Mela Muter, die 1923 ein provenzalisches Städtchen im intensiven Licht des Südens und warmen Rottönen eingefangen hat (Taxe 80.000 bis 100.000 EUR). Ebenso ansprechend ist die in Blau, Weiß und Grün gehaltene Elbuferansicht bei Dresden von Otto Dix aus dem Jahr 1912. Das Interesse an Landschaft und der pastose Farbauftrag sind bezeichnend für seine frühe impressionistische Phase (Taxe 28.000 bis 32.000 EUR). Im Gegensatz zur sanften Elbe wütet das Meer auf Emil Noldes Aquarell aus den 1930er Jahren. Dunkel, mit ein paar hellen Schaumspitzen vor einem tiefroten Horizont, tobt hier der fast abstrakte Sturm (Taxe 100.000 bis 130.000 EUR).

Ein anderer Sturm wogt auf Max Liebermanns Leinwand. Es ist ein eher spätes „Konzertbild“ um 1923 aus der Staatsoper zu Berlin, auf dem man beinahe den genialen Furtwängler bei seiner motorisch einzigartigen Stabführung meditativ-hypnotisch schwanken sieht. Währenddessen verschmelzen das Orchester und die Köpfe der Zuhörer zu einem schwarzen und braunen Amalgam (Taxe 80.000 bis 120.000 EUR). In Kunstkreisen und in gleichem Kolorit bleibt es bei Gert Heinrich Wollheims markantem Portrait des Schauspielers Heinrich George von 1928 (Taxe 60.000 bis 80.000 EUR). Wilder in den Farben gestaltete Hans Purrmann seinen Frauenakt von 1926. Die Dame sitzt in einem violetten Armlehnsessel, die Arme über dem Kopf gekreuzt – eine von Purrmanns Lieblingshaltungen. Die Beine hat sie lässig und elegant übergeschlagen, während ein weißes Stück Stoff ihren Schoß bedeckt. Die Muster auf dem Sesselbezug, auf dem Teppich und im Hintergrund zeugen als belebende Hieroglyphen von der Freundschaft mit dem Fauvisten Henri Matisse (Taxe 70.000 bis 80.000 EUR).

Viel abstrakter aber genauso farbenfroh gestaltete 1926 Adolf Hölzel ein mehr als ein Meter hohes Farbfenster für die Bibliothek des Lausitzer Fabrikanten Willi Fulda. Bunte Flächen und Geraden geben der Fantasie bei dem Fenster mit dem Titel „Lesende“ genügend Zündstoff, allerhand zu sehen: Von einer Gebirgslandschaft bis zu einem Wimmelbild. Neben dem originalen Fenster für 40.000 bis 60.000 Euro wird auch der mit Grafit und farbiger Kreide ausgeführte Entwurf für 30.000 bis 40.000 Euro angeboten. Mit einer Schätzung von 120.000 bis 150.000 Euro gehört ein abstraktes Ölbild Alexej von Jawlenskys zu den Highlights der klassischen Moderne. Typisch für die Zeit nach dem Ersten Weltkrieg ist seine „Variation: Purpurgold (Herbst)“ von 1918 ein farbiges Arrangement aus Formen, die der Natur entnommen sind; in diesem Fall rekurriert Jawlensky auf Zypressen. Weil man überall die Leinenstruktur und die Ockerfärbung des Papiers durchscheinen sieht, hat man fast das Gefühl, es handele sich bei dem Ölgemälde um eine benutzte Palette.

Künstlerische Selbstauslöschung

Das veristische Gemälde „Der Betrunkene“, der seit 1924 halbtot in abschreckenden Farben auf der Straße liegt, hat den Zerstörungswahn seines Urhebers Otto Ritschl überlebt: Da die Neue Sachlichkeit ihm keine Entwicklungsmöglichkeiten mehr bot, zerstörte der Maler Anfang 1926 sein Frühwerk, bis auf die Arbeiten, die wie der „Betrunkene“ nicht mehr in seinem Besitz waren (Taxe 30.000 bis 40.000 EUR). Einen anderen Malstil pflegte 1926 der Kölner Progressive Franz Wilhelm Seiwert. Seine „Drei Arbeiterköpfe“ stilisierte er zu kompakten geometrischen Formen ohne individuelle Züge; stehen sie doch auch als Archetypen für die geschundene Arbeiterklasse schlechthin (Taxe 90.000 bis 120.000 EUR). Xanti Schawinsky hatte sich da schon in die Gegenstandslosigkeit verabschiedet und 1926 eine „Explosion“ gemalt – nicht ohne einen gewissen Witz, denn die geometrischen Körper fliegen lautlos und watteweich durch schwarze Universum (Taxe 35.000 bis 45.000 EUR).

An die gegenständliche Kunst knüpft Karel Appel an, führt seine gemälde aber in einer naiven kindlichen Abstraktion aus. In seinem schwer verständlichen Werk bannte er 1962 mit dicken Farbschichten „Badende“ auf die vorwiegend weiß gehaltene Leinwand. Geht dabei die Sonne unter oder ertrinkt gerade ein rot Angelaufener für 200.000 bis 220.000 Euro? Wesentlich ruhiger ist die „Composition abstraite“ des russischstämmigen Franzosen Serge Poliakoff von 1967. Die Leinwand schimmert wie eine bewegte Wasseroberfläche in verschiedenen Blautönen, in der die sonst übliche Verzahnung der Farbflächen verschwimmt (Taxe 100.000 bis 120.000 EUR). Mit erotischen und morbiden Fantasien hat Leonor Fini oft ihre surrealen Gemälde aufgeladen, so auch 1968 die drei androgynen Wesen in „Les Adelphes“ (Taxe 80.000 bis 100.000 EUR). Serielle Raster ohne subjektive künstlerische Handschrift waren die Sache von Peter Roehr: aus einer rosafarbenen Frau am Steuer gestaltete er 1965 seine Arbeit „FO-123“, aus goldenen N-Buchstaben ein Jahr später die Arbeit „OB-28“ (Taxe je 30.000 bis 40.000 EUR).

Die teuersten Werke der 1970er Jahre sind das Portrait der schwarzen Drag Queen Wilhelmina Ross aus der Serie „Ladies and Gentlemen“ von Andy Warhol (Taxe 130.000 bis 150.000 EUR) und Marcel Broodthaers’ „Gestalt-Bild-Abbildung“. Auf den neun Leinwänden mit festgelegter Hängung sind im Hochdruckverfahren einzelne Textschnipsel aufgedruckt, die ein spezielles Muster ergeben. Das 1973 entstandene Werk fällt in die Phase, in der sich der belgische Konzeptkünstler in seinen „Peintures littéraires“ mit der Kunst an sich auseinandersetzte (Taxe 350.000 bis 400.000 EUR). Auf die Ornamentfreude Purrmanns greift William Nelson Copley bei seinem Acrylgemälde „Trust Lust“ von 1989 zurück und zeigt nicht ohne Humor, wenn nicht gar Zynismus ein Liebespaar beim Akt in einem blumengemusterten Zimmer, das von einem Polizisten aus dem Bilderrahmen überrascht wird (Taxe 80.000 bis 120.000 EUR).

Ein Bild aus alten Tagen

Als die Vorbereitungen für die Verhüllung des Berliner Reichstagsgebäudes in die heiße Phase kamen, befassten sich Christo und Jeanne-Claude gleichzeitig mit einem weiteren deutschen Bauwerk, mit dem allerdings eine derartige Aktion nicht zu Stande kam. Mit der Entwurfsskizze „Mein Kölner Dom, Wrapped“ von 1992 projektierten sie die Verpackung des Kölner Wahrzeichens (Taxe 100.000 bis 150.000 EUR). Eines der jüngsten Werke ist von einem Künstler, der bei Lempertz nie fehlt und auch dieses Mal mehrere Werke beisteuert: Gerhard Richter. Sein verlaufendes Farbspiel „Abdallah“ von 2010 ist eine gerahmte Glasplatte, auf die er von hinten Lack aufgetragen hat. So schuf Richter ein Werk, dessen Komposition vergleichbar mit einem Sedimentquerschnitt ist und in seiner Farbfreude an die klassische Moderne erinnert (Taxe 100.000 bis 150.000 EUR). Auf Schwarz, Weiß und die dazwischen liegenden Graustufe konzentrierte sich Gerhard Richter 1988 bei seiner malerischen Nachahmung von „Blech“ (Taxe 60.000 bis 80.000 EUR). Als Schüler von Josef Albers und dessen Ideen von den Qualitäten der Farbe gehört Julian Stanczak zur ersten Generation der Op-Art-Künstler. Das machen seine drei hochrechteckigen Leinwände „Sway in warm light“ von 1998 mit ihren schwebenden Wellenstrukturen vor blauem Grund eindrücklich deutlich (Taxe 60.000 bis 80.000 EUR).

Die Skulpturenabteilung ist mit einigen ansprechenden Stücken besetzt. Von Ernst Barlach kommen zwei Skulpturen unter den Hammer, darunter „Der singende Mann“ in freudiger Versenkung von 1928 als posthumer Guss (Taxe 80.000 bis 120.000 EUR). Wie mehrere verschmolzene Halmafiguren wirkt die „Mittlere Zweifigurengruppe“ von Joannis Avramidis aus dem Jahr 1964, die sich fast lebensgroß an der menschlichen Gestalt orientiert und die Bronze durch Einschnürungen rhythmisiert (Taxe 140.000 bis 160.000 EUR). Den horizontalen Gegenpart dazu bildet die teuerste Skulptur „Half solid tube piece“ von Donald Judd. Die 50 mal 115 mal 77 Zentimeter große Box von 1990 ist rot gefasst, oben mit einem halbierten Aluminiumstab versehen und tritt fast wie ein perfekt eingepacktes Geschenk auf (Taxe 400.000 bis 500.000 EUR). Ein bemerkenswertes Bild für die aktuelle Weltlage ist Thomas Struths Fotoarbeit „Stanze di Raffaello 2, Rom“ von 1990. Ob es nach der Corona-Krise jemals wieder so mit Menschen vollgestopfte Museumsräume wie hier im Vatikan geben wird, kann man sich derzeit nicht so recht vorstellen (Taxe 80.000 bis 100.000 EUR).

Die Auktion „Meisterwerke der Sammlung Bischoff“ beginnt am 8. Dezember um 17 Uhr, um 18 Uhr folgt der „Modern/Contemporary Art Evening Sale“. Die Besichtigung ist bis zum 4. Dezember täglich von 10 bis 17:30 Uhr, am 5. Dezember von 10 bis 16 Uhr und am 6. Dezember von 11 bis 16 Uhr möglich. Lempertz empfiehlt, sich schriftlich, telefonisch oder online an der Versteigerung zu beteiligen. Der Katalog ist im Internet unter www.lempertz.com abrufbar.

Kontakt:

Kunsthaus Lempertz

Neumarkt 3

DE-50667 Köln

Telefon:+49 (0221) 92 57 290

Telefax:+49 (0221) 92 57 296

E-Mail: info@lempertz.com



03.12.2020

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Hans-Jörg Berghammer

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