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Aktuellzum Archiv:Auktions-Vorbericht

Moderne und Zeitgenössische Kunst bei Grisebach in Berlin mit einigen alten Einsprengseln und der wundersamen Kollektion Calábria

Im Rausch der Nacht



Georg Tappert, Geisha-Revue, 1911/13

Georg Tappert, Geisha-Revue, 1911/13

Georg Tappert ist eine feste Größe bei Grisebach. Immer wieder schlägt der Expressionist mit Spitzenwerken bei dem Berliner Versteigerer auf, stellt seine Bilder von Chansonetten, Nackttänzerinnen, Zirkusartistinnen oder Halbweltdamen aus den Etablissements der lebenshungrigen und vergnügungssüchtigen Metropole zur Verfügung und sorgt für manchen Geldsegen. Diesmal ist es seine bunte bewegte „Geisha-Revue“ von 1911/13, die mit ihrem exotischen Lichter- und Farbenrausch für Furore sorgen soll. Kurz vor dem Ersten Weltkrieg ist Tappert mit den sieben als japanische Geishas geschminkten und kostümierten Varietétänzerinnen ein eindrückliches Sinnbild für den „Tanz auf dem Vulkan“ gelungen, der bald ausbrechen sollte. Kein Wunder, dass Grisebach das Gemälde, auf dessen Rückseite sich noch zwei Akte vor Bäumen räkeln, als „Ausdruck großstädtischer Dynamik“ und „Inkunabel des deutschen Expressionismus“ anpreist und dafür 350.000 bis 450.000 Euro sehen will – ein Schnäppchen. Denn schon im November 2007 nahm ein griechischer Sammler Tapperts „Geisha-Revue“ mit und bewilligte den bis heute gültigen Auktionsrekord von netto 610.000 Euro.


Mit dieser Bewertung ist bei Grisebachs „Ausgewählten Werken“ am 3. Dezember noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht. Während Emil Noldes marktfrisches Landschaftsgemälde mit rotem „Mohn im Wind“ von 1926, ein Hochzeitsgeschenk des Künstler im Jahr 1931 und seither im Schweizer Familienbesitz, noch mit der gleichen Schätzung antritt, will Max Liebermanns impressionistisch heitere, sommerliche Flaneursidylle „Die Große Seestraße in Wannsee mit Spaziergängern“ wohl von 1920 schon 400.000 bis 600.000 Euro sehen. René Magritte dekonstruiert mit seiner Gouache „Le domaine enchanté“, eine Studie für den Zyklus der Wandbilder im Casino der belgischen Küstenstadt Knokke-Heist von 1953, vermeintlich unumstößliche Gewissheiten und setzt wie auf einer Bühne neben einem roten Vorhang einen Türrahmen vor eine taghelle Meeresküste; allerdings öffnet sich die Türe zu einem Nachthimmel. Auch hierfür haben die Grisebach-Experten 400.000 bis 600.000 Euro veranschlagt. Den preislichen Abschluss nach oben markieren die 500.000 bis 700.000 Euro für Lyonel Feiningers Straßenschlucht aus „Cammin“ an der pommerschen Ostseeküste im heutigen Polen. Die menschenleere Stadtansicht von 1934 ist ein wunderbares Beispiel für den prismatisch gebrochenen Kubismus des Bauhaus-Künstlers im spannungsvollen Farbkontrast zwischen Türkis, Gelb und Braun.

Rückkehrer aus Griechenland

Stark ist diesmal eine Gruppe avantgardistischer Arbeiten weniger geläufiger deutscher Künstler nach dem Ersten Weltkrieg, darunter das Eröffnungslos: Otto Möllers „Don Quichote I“ aus dem Jahr 1921. Der kubistisch in dynamische Flächen und Bögen zerlegte Ritter von der traurigen Gestalt in leuchtender Farbenpracht kann als Symbolfigur für die damals unruhige Zeit stehen. Auch mit diesem Gemälde hält Grisebach seit 2006 den aktuellen Auktionsrekord für Möller in Höhe von 132.000 Euro und hat es aus der selben europäischen Privatsammlung übernommen, wie Tapperts „Geisha-Revue“ (Taxe 60.000 bis 80.000 EUR). Der eifrige griechische Käufer, hinter dem sich wohl der Reeder George Economou verbirgt, trennt sich zudem noch von Hans Grundigs „Mädchen mit rosa Hut“ von 1925, einer Ikone der Dresdner Neuen Sachlichkeit, die 2009 bei Grisebach den damaligen Rekordwert von 105.000 Euro erzielte und nun mit 100.000 bis 150.000 Euro wieder antritt, von Albert Birkles niederschmetternder „Kreuztragung, verlegt 1924 in die Berliner Friedrichstraße mit spottenden und gaffenden Menschen sowie 2006 bei Grisebach für 170.000 Euro übernommen (Taxe 100.000 bis 150.000 EUR), oder von Johannes Molzahns „Pulsendem Stern“. Diese farbintensive kosmische Fuge aus dem Jahr 1919 als Sinnbild für den Aufbruch in eine neue Zeit hatte sich der Grieche 2008 ebenfalls bei Grisebach für 69.000 Euro zugelegt (Taxe 60.000 bis 80.000 EUR).

In dem Berliner Auktionshaus wurde Economou im Herbst 2010 zudem bei Willi Geigers ergreifender Verbildlichung eines sinnsuchenden Blinden in einer wüsten Stadtlandschaft von 1919 für 102.000 Euro und Franz Lenks magisch-realistischem „Alten Wehr“ mit abgestorbenem Baum von 1930 für 71.000 Euro zu Rekordansagen fündig. Nun entlässt er die Spitzenwerke für 60.000 bis 80.000 Euro, respektive 80.000 bis 120.000 Euro wieder. Aus anderen Sammlungszusammenhängen gruppieren sich darum mit neusachlichen und veristischen Tendenzen Otto Dix’ 1923 gezeichnete, aquarellierte und collagierte „Zirkusscene“, bei der die Figuren auf wackeligem Untergrund stehen (Taxe 200.000 bis 300.000 EUR), Jeanne Mammens illustre, aber auch gelangweilte Gesellschaft „Vor der Komödie am Kudamm, nachts“ um 1930 (Taxe 50.000 bis 70.000 EUR) oder Rudolf Schlichters Ölgemälde „Speedy als Madonna“. Für das Portrait seiner turbulenten heißblütigen Ehefrau Elisabeth Koehler, mit der Schlichter seit 1929 nicht immer glücklich verheiratet war, bediente sich er sich der christlichen Ikonografie, stellte sie in marianischer Gewandung vor eine deutsche Mittelgebirgslandschaft und verlieh ihr energisch erotische Gesichtszüge (Taxe 120.000 bis 150.000 EUR).

Traubenblut schafft frohen Mut

Vom Dadaismus und den Völkerschauen der Jahrhundertwende ist Curt Erhardts Assemblage „Der Batuneger“ inspiriert, in der er 1920 einer bunten orphistischen Kulisse eine schwarze Puppe mit weißen Fellröckchen entsteigen ließ (Taxe 25.000 bis 35.000 EUR). Als Mitglied der „Kölner Progressiven“ war Franz Wilhelm Seiwert gesellschaftskritischen und politischen Themen nicht abgeneigt. So steht sein „Seemann“ von 1924 in seiner Verbindung aus Naivität und Abstraktion auch nicht für eine konkrete Person, sondern vielmehr als Archetyp für eine bestimmte Berufs- oder Gesellschaftsschicht (Taxe 30.000 bis 40.000 EUR). Noch weiter einem realen Abbild entrückt ist der „Abstrakte Kopf: Komposition Nr.9“ von 1924, mit dem Alexej von Jawlensky in leuchtendem Kolorit ein allgemeingültiges Urbild des menschlichen Antlitzes schuf (Taxe 250.000 bis 350.000 EUR). Näher am dargestellten Objekt ist die schlanke Weinflasche, die Max Ernst 1923 als Zimmerausstattung für seinen Freund Paul Éluard in dessen Haus in Eaubonne malte. Das später abgenommene und auf Leinwand übertragene Wandgemälde erhält seine Bedeutung vor allem durch Ernsts Titel „Ici l’action se simplifie“ – durch Wein werden alle Dinge einfach (Taxe 200.000 bis 300.000 EUR).

Surrealistisch geht es auch in der unmittelbaren Nachkriegszeit weiter. 1947 malte Heinz Trökes seinen „Tanz auf schwankendem Grund“ und verbildlichte in den klapprigen Knochengestalten, die auf einem wackelnden Stelzengrund ihre Schritte ausführen, das existenzielle Gefühl der Verunsicherung (Taxe 30.000 bis 40.000 EUR). Eher freudig ist Ernst Wilhelm Nays von Dynamik und Rhythmus geprägte ungegenständliche Farbkomposition „In Blau und Rosa“ von 1953 (Taxe 160.000 bis 200.000 EUR). In Antoni Clavés modernem Herrscherportrait „Le roi à la rose“ scheint der König aus einer alten mythischen Zeit versteinert auf die Gegenwart gekommen zu sein (Taxe 90.000 bis 120.000 EUR). Im Stil des Magischen Realismus fertigte Albert Carel Willink 1956 seine grotesken „Twee Giraffen“, die etwas ungläubig auf eine steinerne Treppenrampe im barocken Gestus schauen (Taxe 70.000 bis 100.000 EUR).

François Morellet wollte seine Kreativität auf ein Minimum reduzieren, damit alles an seiner Kunst dem Betrachter gehört. Mit diesem Grundsatz schuf er 1980 auch seine Installation „2 carrés formant un angle de 30° avec le mur et ayant un côté commun avec un angle droit de néon“, die nicht mehr sein will, als ihr Titel: zwei weiß gefasste Leinwände, in einem Winkel von 30 Grad an die Wand gelehnt, und eine Neonröhre mit rotem Licht, die in einem Winkel von 90 Grad bei Leinwände miteinander verbindet (Taxe 150.000 bis 200.000 EUR). Bei Peter Halley geht es ebenfalls recht streng zu. Seine konstruktivistischen Geometrien in knalligen Farben bilden aber die reale Welt ab, etwa Codesysteme, Schaltpläne oder städtebauliche Raster, wie seine „Firewall“ von 2007 (Taxe 90.000 bis 120.000 EUR). Einen deutlicheren Bezug zur Realität haben die Menschenbilder „Catsuit – after William Morris“ von 1999 und „Victoria“ von 1998, für die sich Marlene Dumas und Bert Boogaard zusammengetan haben. Während die Südafrikanerin Dumas ihre weiblichen Aktfiguren transparent in Aquarell anlegte, „zog“ sie der Niederländer Boogaard mit seinen darübergelegten Ornamenten in Acrylfarbe quasi an (Taxe je 100.000 bis 150.000 EUR).

Als Zwischenspiel der Alten Kunst fungieren bei den „Ausgewählten Werken“ diesmal Produkte der Porzellanmanufaktur Meißen. Da gibt es zunächst die Allegorienfolge der vier Erdteile, die Johann Joachim Kändler und Johann Friedrich Eberlein um 1750 als exotische Frauengestalten auf wilden Tieren entworfen haben; allein Europa reitet majestätisch auf einem Schimmel (Taxe 70.000 bis 100.000 EUR). Ein Flötenkasten lässt exemplarisch eine historische Person in ihrem Charakter greifbar werden: Gehörte die Meißner Schatulle von 1761 in bester Rokokozier doch wahrscheinlich dem kunstsinnigen König Friedrich dem Großen, der ein begabter Querflötenspieler war (Taxe 250.000 bis 300.000 EUR). Die Banalität des Alltags holt Karin Kneffel gerne in ihre Bildwelten, verwandelt die Dinge aber durch ihren changierenden Fotorealismus zu faszinierenden Sujets, die immer eine Distanz zum Betrachter aufbauen, sowie auf dem Monumentalformat eines Tellers voller Nudeln ohne Soße (Taxe 100.000 bis 120.000 EUR).

Sammlerfavoriten

Kneffels Gemälde von 2003 ist Teil der Sammlung Thomas und Raffaela von Salis. Der Salzburger Kunsthändler und seine Frau mehr als drei Jahrzehnte eklektisch die Kollektion an Kunst seit 1945 mit geschultem Auge aufgebaut und Grisebach nun mit dem Verkauf betraut. In der Auktion „Zeitgenössische Kunst“ am 4. Dezember gesellen sich etwa noch eine charakteristische perforierte Papierarbeit Lucio Fontanas aus der Serie „Concetto spaziale“ von 1964/65 für 70.000 bis 80.000 Euro oder Clement Meadmores prosaische schwarze Stahlwindung „Curl“ von 1967/68 für 30.000 bis 40.000 Euro hinzu. Das Sammlerpaar interessierte sich auch für Robert Mangolds minimalistische Ovalform „Untitled #5“ auf blauem Acrylmuster von 1986 (Taxe 25.000 bis 30.000 EUR) oder für die gestischen Übermalungen Arnulf Rainers, etwa die schwarze Anhäufung „Monte“ mit blau auslaufendem Gipfel von 1962 (Taxe 50.000 bis 70.000 EUR). Auch konzeptuelle Malerei findet sich mit Peter Drehers Glasbildern „Tag um Tag ein guter Tag“ von 1997 und „Vitrine mit Banane II“ von 2000 bei ihnen (Taxe je 8.000 bis 10.000 EUR).

Etwas ausgefallener ist die Sammlung von Mário Calábria. Das hat schon mit der Person des Brasilianers zu tun. Denn welcher Genießer, der Calábria war, ist 1978 schon mit Begeisterung als Botschafter Brasiliens in die DDR gegangen? Calábria tat dies und bereute es nie. Denn als passionierter Kunstsammler konnte er nun einigen befreundeten ostdeutschen Künstlerinnen und Künstlern nahe sein, führte wie schon zuvor in München auch in Ost-Berlin mit seiner Frau Ursula ein offenes Haus und unterstützte die oft mittellosen Kunstschaffenden materiell und ideell. Schwerpunkt seiner Sammelleidenschaft war die abstrakte und konkrete Kunst ab 1950, die er in seiner Wohnung mit alten Möbel vor rosafarbenen Wänden zu einer eigenen Kunstwelt amalgamierte. Hier hingen etwa mehrere gegenstandslose Bildwirkereien von Woty Werner (Taxen bis zu 3.000 EUR), linien- und kurvenbetonte informelle Kompositionen ihres Mannes Theodor Werner (Taxen bis zu 2.000 EUR) oder die Op-Art-Überlagerungen von zweidimensionalen Linienstrukturen mit Moiré-Effekt von Ludwig Wilding (Taxen bis zu 1.500 EUR). Die glänzende und Licht reflektierende Aluminiumoberfläche in Getulio Alvianis „16 quadrati 14.14 inversi superficie a testura vibratile“ von 1963/64 trat in einen Dialog mit den Farbstreifenüberlagerungen auf einer titellosen ovalen Leinwand von Piero Dorazio aus dem Jahr 1966 (Taxen 25.000 bis 35.000 EUR und 10.000 bis 15.000 EUR).

Besondere Freundschaften pflegte Calábria zu den ostdeutschen Nonkonformisten Gerda Lepke und Max Uhlig, die er mit Papieren, Farben oder anderen Malutensilien versorgte. Beide sind mit Landschaftserinnerungen in der Auktion vertreten, Uhlig mit seinen dicht verwobenen kräftigen Farbschraffuren für bis zu 8.000 Euro, Lepke mit eher filigraneren, von Punkten bestimmten Kompositionen wie „Braunkohletagebau Hagenwerder“ von 1979 (Taxe 2.000 bis 3.000 EUR) oder einer Wasserlandschaft in Blau von 1980 (Taxe 2.500 bis 3.000 EUR). Uhlig ist dann auch für ein Portrait Mário Calábrias von 1990 in seiner typischen Bildsprache verantwortlich (Taxe 2.500 bis 3.500 EUR). Mit Hermann Glöckners Malereicollagen „Verschränkung von schwarzem und weißem Keil auf Silber“ und „Kreise in Graustufen auf Schwarz und Weiß“ aus den 1930er Jahre steuert die Sammlung bei jeweils 80.000 bis 120.000 Euro auf ihren preislichen Höhepunkt zu. Bezugspunkte zu seiner südamerikanischen Heimat knüpfte Mário Calábria mit dem scheinbar vibrierenden Punktebild „K.B. 47“ Almir da Silva Mavigniers auf zweigeteiltem ockerfarbenem und lindgrünem Quadrat von 1961 (Taxe 50.000 bis 70.000 EUR) oder mit Abraham Palatniks „Progressão“ von 1964, die der Brasilianer aus 120 unterschiedlich großen Holzplättchen in sechs Reihen durch Helligkeitsunterschiede und die Holzzeichnung schuf (Taxe 20.000 bis 30.000 EUR).

In der regulären Auktion der Zeitgenossen geht es am 4. Dezember noch einmal hoch hinaus. Dafür sorgt Per Kirkebys monumentale Leinwand von 2006, die in abstraktem Gestus eine Landschaft mit Gräsern und Wasser paraphrasiert. Das imposante Ölgemälde war 2008 Teil der großangelegten Retrospektive zum 70. Geburtstag des Künstlers im Louisiana Museum of Modern Art in Humlebæk bei Kopenhagen und soll nun 300.000 bis 400.000 Euro einspielen. Mit 280.000 bis 350.000 Euro schwimmt zudem Robert Longos zähnefletschender „Shark 15“ auf einer fotografisch exakt wirkenden Kohlezeichnung des Jahres 2008 aus den schwarzen Meerestiefen herbei. Bei seinem humoristischen bunten Wiedervereinigungsbild „Es wächst zusammen“ betonte Hans Ticha 1991 in Pop Art-Manier Konsum und Geld (Taxe 10.000 bis 15.000 EUR), während Thierry de Cordier 1988 auf grauem Gouachegrund einige zarte weißen Flecken malte und sie dann „Viel Schnee“ nannte (Taxe 15.000 bis 20.000 EUR). An der Auktion beteiligen sich unter anderem noch Michail Pirgelis mit dem ausgeschnitten Versatzstück der Flugzeugkabinenwand „Alma3“ von 2013 (Taxe 8.000 bis 12.000 EUR), Thomas Scheibitz mit einer skulpturalen Hausdeformation im Miniaturformat von 2003 oder Monika Baer mit dem 1997 gemalten Wunderkind „Mozart“, das sich als Marionette brav vor dem Betrachter verbeugt (Taxe je 15.000 bis 20.000 EUR).

Die Auktion „Ausgewählte Werke“ startet am 3. Dezember um 18 Uhr. Am 4. Dezember folgt um 11 Uhr die „Moderne Kunst“, um 15 Uhr die „Sammlung Calábria“ und um 18 Uhr die „Zeitgenössische Kunst“. Es wird gebeten, schriftlich, telefonisch oder online mitzubieten. Eine Teilnahme im Auktionssaal ist nur nach vorheriger Anmeldung möglich. Der Katalog listet die Objekte unter www.grisebach.com.

Kontakt:

Grisebach

Fasanenstraße 25

DE-10719 Berlin

Telefon:+49 (030) 885 91 50

Telefax:+49 (030) 882 41 45

E-Mail: auktionen@grisebach.com



01.12.2020

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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