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Trauer um Bruno Barbey

Der Fotograf Bruno Barbey ist gestorben

Der französische Fotograf Bruno Barbey ist am Montag im Alter von 79 Jahren in Orbais-l’Abbaye bei Reims verstorben. Das teilte die Académie des Beaux-Arts in Paris mit, deren Mitglied Barbey war. In den 1960er Jahren wurde er durch eine Reihe von spektakulären Fotoserien international bekannt. Vor allem für seine Reportage aus Neapel, die die teils prekären und zwiespältigen Verhältnisse der italienischen Nachkriegsgesellschaft sichtbar machte, erhielt Barbey viel Aufmerksamkeit. Weitere Projekte führten ihn unter anderem nach Portugal, Schottland, Kenia und Kuwait, bevor er 1968 Mitglied der renommierten Fotoagentur Magnum wurde, deren Archiv bis heute den größten Teil seiner Bilder bewahrt. In den 1960er Jahren lernte er die Fotografen Marc Riboud und Henri Cartier-Bresson kennen, mit denen er häufig zusammenarbeitete. In dieser Zeit setzte sich Barbey auch mit den Pariser Arbeiter- und Studentenunruhen auseinander, die er in zahlreichen Fotoserien dokumentierte.

Der für seine einfühlsamen und emotionsgeladenen Schwarzweißfotografien bekannte Barbey wurde 1941 in Marokko geboren und studierte 1959 für ein Jahr an der Ecole des Arts et Métiers de Vevey in der Schweiz. Zusammen mit Jean Genet reiste er Anfang der 1970er Jahre in den Nahen Osten, wo sie gemeinsam für die Zeitschrift Zoom über das Leben der Palästinenser berichteten. Im Zuge dieser Arbeiten porträtierte Bruno Barbey auch die Reaktionen der Bevölkerung Kairos auf den Tod des Präsidenten Nasser. In dieser Serie wird vor allem Barbeys Gespür für ungewöhnliche Motive sichtbar. Ihm gelang etwa eine Aufnahme eines Mannes, der eine Zeitung mit dem Konterfei von Nasser in die Höhe reckt, während er rittlings auf dem Kopf einer überlebensgroßen Kairoer Löwenskulptur sitzt. Barbeys Werk ist voll von derartigen Momentaufnahmen, die gesellschaftliche Umwälzungen an einzelnen namenlosen Protagonisten, wie unter dem Brennglas verdichtet, sichtbar machen.

Im Laufe seines Lebens reiste Bruno Barbey häufig in Kriegs- und Krisengebiete. So dokumentierte er die Bürgerkriege in Biafra, Nigeria, Bangladesch und Kambodscha. Aufnahmen aus dem Nordirland-Konflikt und dem Irakkrieg sind ebenfalls in seinem Œuvre zu finden. Dennoch wehrte er sich zeitlebens dagegen, als Kriegsfotograf bezeichnet zu werden. Immer wieder führte ihn sein Weg in seine Heimat Marokko zurück. Zu den dort im Laufe von 30 Jahren entstandenen Fotos veranstaltete das Petit Palais in Paris 1999 eine großangelegte Schau. 2016 wurde er schließlich in die Académie des Beaux-Arts gewählt, und im selben Jahr organisierte die Maison Européenne de la Photographie in Paris eine Retrospektive zu seinem Schaffen. Bruno Barbey arbeitete bis kurz vor seinem Tod. Zuletzt erschien 2019 ein Bildband mit Farbfotografien aus China, in denen der reisewütige Barbey versuchte, die rasenden Veränderungen und Spannungen innerhalb der chinesischen Gesellschaft festzuhalten.


12.11.2020

Quelle: Kunstmarkt.com/Maximilian Nalbach

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