Die Kunst, online zu lesen.

Home


Magazin

News


Marktberichte


Ausstellungen


Journal


Portraits


Top Event


Netzkunst





Kunst kaufen
Werben

Translation EnglishFrench

Auktionsanzeige

Am 08.12.2020 Auktion 1162: Evening Sale - Moderne und Zeitgenössische Kunst

© Kunsthaus Lempertz

Anzeige

Sauwetter am Stachus mit Nornenbrunnen im winterlichen München / Otto Pippel

Sauwetter am Stachus mit Nornenbrunnen im winterlichen München / Otto Pippel
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


Anzeige

ohne Titel / Günther Uecker

ohne Titel / Günther Uecker
© Galerie Luther


Anzeige

Amazone, nach 1906 / Franz von  Stuck

Amazone, nach 1906 / Franz von Stuck
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


Anzeige

Knieende(r), 1907/1908 / Ernst Barlach

Knieende(r), 1907/1908 / Ernst Barlach
© Galerie Neher - Essen


Newsmailer Eintrag

Bestellen Sie bitte hier:


Suchen mit Google

Google
WWW
kunstmarkt.com

Ausstellungen

Aktuellzum Archiv:Ausstellung

Auch in Wien mussten Museen und Kunstvereine auf Grund der Corona-Pandemie zum zweiten Mal ihre Pforten schließen. Die Galerien allerdings sind weiterhin geöffnet und trotzen der schwierigen Situation mit einem anspruchsvollen und ambitionierten Programm. Ein Rundgang durch aktuelle Ausstellungen

Von der Geschichte über Erinnerung und Mythologien bis zur Natur



in der Ausstellung „Zunge verlieren (losing tongue). Katharina Höglinger“

in der Ausstellung „Zunge verlieren (losing tongue). Katharina Höglinger“

Ungeachtet des immer größeren finanziellen Drucks, abgesagter Messen und fehlender Besucher gibt es sogar Zuwachs in der österreichischen Galerieszene. Victoria Dejaco und Michael Wonnerth-Magnusson eröffneten den jüngsten Neuzugang mit einer Schau des Künstlers Georg Petermichl im vergangenen September. Nachdem die beiden Kunsthistoriker jahrelang für Galerien, Kunstvereine und Sammlungen tätig waren oder selbst kuratierten, gingen sie den Weg in die Selbstständigkeit und mieteten Räumlichkeiten im Innenhof eines barocken Gebäudes in der Ballgasse im ersten Wiener Gemeindebezirk. Nomadische Plattformen und heimische Project-Spaces sind die produktiven Brutstätten, an denen sich die beiden Neu-Galeristen orientieren. Junge, noch unbekannte Künstler haben hier ihre ersten Auftritte.


Einer Newcomerin gilt nach Georg Petermichl auch die zweite Ausstellung bei Wonnerth Dejaco. Aktuell zeigt die 1983 geborene Künstlerin Katharina Höglinger Malerei, die bis auf ein Gemälde von 2019 in diesem Jahr entstanden ist. Höglinger versteht ihre neuen Werke als Antworten auf politische und gesellschaftliche Entwicklungen ebenso wie als Ausdruck persönlicher Empfindungen dieses herausfordernden Jahres, das die Künstlerin als „einschränkend“ und „lähmend“ beschrieb. Darauf bezieht sich auch der Ausstellungstitel „Zunge verlieren (tongue)“.

Vier australische Künstlerinnen und Künstler umfasst die aktuelle Schau „Terra Australis“ in der Galerie Hilger, die Nadine Barta und der australische Sammler und Philanthrop Simon Mordant verantwortet haben. Sie präsentieren überarbeitete Drucke und Pastellzeichnungen von Danie Mellor, große Objekte von Janet Laurence, Skulpturen aus Natur- und Recyclingmaterialen von Linde Ivimey und Fotografien von Tamara Dean. In ihren Werken erforscht die 1976 geborene Künstlerin die Beziehung von Mensch und Natur und die Bedeutung von Ritualen im täglichen Leben. Für ihre eindrucksvollen fotografischen Konstellationen wurde sie 2019 mit dem renommierten Moran Contemporary Photographic Prize ausgezeichnet.

Eine Entdeckung sind die Arbeiten von Simone Fattal, die derzeit in der Galerie von Hubert Winter zu sehen sind. Ihre nomadische Biografie und die damit verbundenen historischen und kulturellen Kontexte bilden den Ausgangspunkt für ihr künstlerisches Œuvre: In ihren Collagen, Gemälden, Zeichnungen, Aquarellen und figürlichen Keramikskulpturen verwebt die 1942 geborene Künstlerin, die im Libanon aufwuchs, in Paris und Beirut Philosophie studierte und während des libanesischen Bürgerkriegs nach Kalifornien emigrierte, Spuren einer antiken oder archaischen Welt mit der Gegenwart. Die Figuren, architektonischen Strukturen und Collagen, die dabei entstehen, erweitert Fattal durch ihre Titel um vielschichtige Bedeutungsebenen. Rätselhafte Verklammerungen von zeitlich nicht immer bestimmbaren Motiven sind die Collagen, für die Fattal gesammeltes Bildmaterial aus Magazinen, Zeitungen, Postkarten, alte Fotografien und aktuelle Bildelemente verwendet. Die verschiedenartigen historischen und kulturellen Hintergründe finden in ihrer Arbeiten eine gemeinsame formale Grundlage und verlangen eine sensible Lesart.

Die Praxis, verschiedene Quellen sowohl ästhetisch als auch inhaltlich zu nutzen und zu kombinieren, um Assoziationsräume zu kreieren, ist auch ein Kennzeichnen der Kunst von Mai-Thu Perret. Ihre aktuelle Schau zeigt die Schweizer Künstlerin in der Wiener Dependance der Galerie Elisabeth & Klaus Thoman. „Pièces Enfantines“, also „Kinderstücke“, vereinen neue Skulpturen und Wandobjekte aus glasierter Keramik, eine Suite abstrakter Gouachen und ein im Raum schwebendes textiles Objekt. Seit den späten 1990er Jahren entwickelt sich Perrets Schaffen um das Projekt „The Crystal Frontier“, eine fiktive Erzählung über eine Gruppe feministischer Aktivistinnen, die in der Wüste im Südwesten New Mexicos eine autonome Kommune bilden, um dem Kapitalismus und den patriarchalischen Konventionen zu entkommen. Die Erzählung dient als Hintergrund für Perrets künstlerisches Tun, dessen Bezugsnetz von der Literatur, den handwerklich orientierten Bewegungen des späten 19. Jahrhunderts, den Avantgarden des 20. Jahrhunderts bis hin zum Spirituellen und Poetischen reicht.

Mit dem Ausstellungstitel „Pièces Enfantines“ wird eine weitere Dimension der Arbeiten Mai-Thu Perrets angedeutet, die des Kindlichen und Spielerischen. „Leviathan II“, ein raumgreifender ausgestopfter Stoffwal von 2013, der von Herman Melvilles Klassiker „Moby Dick“ inspiriert ist, weckt Assoziationen an Kinderspielzeug. Auch der freie, scheinbar spielerische Umgang mit dem Material in dem Keramikrelief „In the end you cannot change the fact that ginger is hot“ von 2020 kann mit kindlicher Formung von Ton in Verbindung gebracht werden. Mit dem Fokus auf Werke von meist weiblichen und hierzulande erst wenig bekannten künstlerischen Positionen, die Themen wie Geschichte, Erinnerung, Mythologien und Natur behandeln, sind die Schwerpunkte des Wiener Galerieherbstes klar gesetzt.

Zunge verlieren (losing tongue). Katharina Höglinger
bis 19. Dezember 2020
Galerie Wonnerth Dejaco
wonnerthdejaco.com

Terra Australis – a survey of contemporary art
bis 20. November 2020
Galerie Ernst Hilger
www.hilger.at

Simone Fattal
bis 19. Dezember 2020
Galerie Hubert Winter
www.galeriewinter.at

Mai-Thu Perret. Pièces Enfantines
bis 21. November 2020
Galerie Elisabeth & Klaus Thoman
www.galeriethoman.com

Kontakt:

Galerie Elisabeth & Klaus Thoman

Seilerstätte 7

AT-1010 Wien

Telefon:+43 (01) 51 20 840

Telefax:+43 (01) 51 20 840 13



12.11.2020

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Jacqueline Rugo

Drucken

zurück zur Übersicht


Empfehlen Sie den Artikel weiter:
an


Weitere Inhalte:

Gesamt Treffer 32

Seiten: 1  •  2  •  3  •  4

Adressen (4)Stilrichtungen (1)Variabilder (20)Künstler (7)

Variabilder:

Simone Fattal, I Love Damascus, 2018
Simone Fattal, I Love Damascus, 2018

Variabilder:

in der Ausstellung „Mai-Thu Perret. Pièces Enfantines“
in der Ausstellung „Mai-Thu Perret. Pièces Enfantines“

Variabilder:

Mai-Thu Perret, Bible drawing II, 2017
Mai-Thu Perret, Bible drawing II, 2017

Variabilder:

Mai-Thu Perret, Bible drawing X, 2017
Mai-Thu Perret, Bible drawing X, 2017

Variabilder:

Mai-Thu Perret, In the end you cannot change the fact that ginger is hot,
 2020
Mai-Thu Perret, In the end you cannot change the fact that ginger is hot, 2020

Variabilder:

Mai-Thu Perret, Leviathan II, 2013
Mai-Thu Perret, Leviathan II, 2013

Variabilder:

in der Ausstellung „Simone Fattal“
in der Ausstellung „Simone Fattal“

Variabilder:

in der Ausstellung „Terra Australis – a survey of contemporary art“
in der Ausstellung „Terra Australis – a survey of contemporary art“

Variabilder:

in der Ausstellung „Zunge verlieren (losing tongue).
 Katharina Höglinger“
in der Ausstellung „Zunge verlieren (losing tongue). Katharina Höglinger“







in der Ausstellung „Simone Fattal“

in der Ausstellung „Simone Fattal“

Simone Fattal, Fortress, 2019

Simone Fattal, Fortress, 2019

Simone Fattal, The Siege, 2019

Simone Fattal, The Siege, 2019

Simone Fattal, The Museum Is Not Enough, 2020

Simone Fattal, The Museum Is Not Enough, 2020

Simone Fattal, I Love Damascus, 2018

Simone Fattal, I Love Damascus, 2018

in der Ausstellung „Mai-Thu Perret. Pièces Enfantines“

in der Ausstellung „Mai-Thu Perret. Pièces Enfantines“

Mai-Thu Perret, Bible drawing II, 2017

Mai-Thu Perret, Bible drawing II, 2017

Mai-Thu Perret, Bible drawing X, 2017

Mai-Thu Perret, Bible drawing X, 2017

Mai-Thu Perret, In the end you cannot change the fact that ginger is hot, 2020

Mai-Thu Perret, In the end you cannot change the fact that ginger is hot, 2020

Mai-Thu Perret, Leviathan II, 2013

Mai-Thu Perret, Leviathan II, 2013

in der Ausstellung „Simone Fattal“

in der Ausstellung „Simone Fattal“

in der Ausstellung „Terra Australis – a survey of contemporary art“

in der Ausstellung „Terra Australis – a survey of contemporary art“




Copyright © '99-'2020
Kunstmarkt Media
Alle Rechte vorbehalten


Impressum





Zum Seitenanfang Magazin

 Amazon export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce  Amazon ebay rakuten yatego meinpaket export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce