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Georg Nothelfer gestorben

Der Berliner Galerist Georg Nothelfer ist gestorben

Der Berliner Galerist Georg Nothelfer ist tot. Nach Angaben seiner Galerie ist der Grandseigneur der dortigen Galerienszene bereits am vergangenen Samstag verstorben. Er wurde 82 Jahre alt. Sein Name ist untrennbar mit Berlin verbunden. Bald 50 Jahre war Nothelfer dort tätig und prägte mit seinem auf Informel, Tachismus und gestischer Malerei ausgerichtetem Programm die Kunstszene der geteilten Stadt und dann später auch der wiedervereinigten Hauptstadt Deutschlands. Für Künstler, wie Karl Otto Götz, Gerhard Hoehme, Henri Michaux, Walter Stöhrer, Fred Thieler oder Emilio Vedova, und deren Sammler war die Galerie eine der ersten Adressen.

1971 beschloss der kulturbegeisterte Georg Nothelfer, zusammen mit seinem Freud Jochen Frey einen Kunsthandel zu eröffnen. Auf dem Kurfürstendamm mieteten sie sich einen Geschäftsraum für die „Galerie Frey & Nothelfer“. Bereits in den ersten Jahren bespielten prominente Namen wie Joseph Beuys, Shusaku Arakawa, David Hockney, Paul Uwe Dreyer, Piero Manzoni und Cy Twombly die Räume. Kurze Zeit später stieg Frey aus, Nothelfer führte die Galerie unter eigenem Namen an der Knesebeckstraße und der Uhlandstraße weiter. Aktuell unterhält die Galerie zwei Standorte in der Corneliusstraße und der Grolmanstraße.

Ein Anwärter für die Analen der Kunstmarktgeschichte ist Nothelfers Aktion zur Documenta 6 im Jahr 1977. Eigentlich mit drei Galeristenkollegen geplant, sollte ein leerstehendes Bürogebäude am Kasseler Hauptbahnhof zu einer Ausstellungsfläche umgestaltet werden. Doch die Mitstreiter sprangen im letzten Moment ab. Quasi über Nacht wurde das Büro umgebaut und hergerichtet, so dass noch während der Eröffnung die Wände weiß getüncht wurden. Georg Nothelfer konnte nicht nur dem kunstinteressierten Publikum in Kassel die Stars des Informel präsentieren, er wurde auch zum Helfer in der Not. Angereisten Künstlern, die keine bezahlbare Unterkunft mehr fanden, bot er in den freigebliebenen Räumen des Büros eine günstige Schlafgelegenheit.

Diese „Ausflüge“ waren für den Kunsthändler wichtig. Denn in den ersten Geschäftsjahren machte seine Galerie, die Kunstmessen wie die Art Basel, die Art Cologne, die FIAC in Paris, die Arco in Madrid oder in jüngeren Zeit die Art Karlsruhe bespielte, 90 Prozent ihres Umsatzes außerhalb Berlins. Auch publizistisch war Georg Nothelfer tätig. Neben den Editionen und Katalogen zu seinen Ausstellungen ist „L’art moral – Die Würde und der Mut“ wohl seine bekannteste Veröffentlichung. Sie entstand 1991 als Reaktion auf die Ausstellung „Deutsche Kunst im 20. Jahrhundert“ in der Stuttgarter Staatsgalerie. Erzürnt, dass die Kuratoren Tachismus und Informel bei dem großangelegten Rückblick auf die deutsche Kunst übergangen hatten, verfasste er zusammen mit seinem Freund Manfred de la Motte diese Anthologie, die über neunzig internationale Künstler aus dem abstrakt-expressionistischen Bereich vorstellt.

Trotz des Tods von Georg Nothelfer soll der Galeriebetrieb weitergehen. Seine langjährigen Teammitarbeiterinnen Irene Schumacher und Vera Ehe wollen sein Engagement weiterführen. Aktuell müssen sie bis zum 24. Oktober die Ausstellung „K.R.H. Sonderborg – Images. Bilder, Papierarbeiten, Grafik“ über die Bühne bringen. Und dann steht schon die Teilnahme an der Art Cologne vor der Tür. Die Kisten für Kölner Messe im November müssen gepackt werden.


09.10.2020

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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