Die Kunst, online zu lesen.

Home


Magazin

News


Marktberichte


Ausstellungen


Journal


Portraits


Top Event


Netzkunst





Kunst kaufen
Werben

Translation EnglishFrench

Auktionsanzeige

Am 04.12.2020 Auktion Russische Kunst, Antiquitäten & Schmuck

© Auktionshaus Dr. Fischer - Heilbronn

Anzeige

Winterlandschaft in Schreiberhau in Schlesien / Hans Purrmann

Winterlandschaft in Schreiberhau in Schlesien / Hans Purrmann
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


Anzeige

Amazone, nach 1906 / Franz von  Stuck

Amazone, nach 1906 / Franz von Stuck
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


Anzeige

Knieende(r), 1907/1908 / Ernst Barlach

Knieende(r), 1907/1908 / Ernst Barlach
© Galerie Neher - Essen


Newsmailer Eintrag

Bestellen Sie bitte hier:


Suchen mit Google

Google
WWW
kunstmarkt.com

300. Geburtstag von Piranesi in Berlin

Francesco Polanzani, Porträt Giovanni Battista Piranesi

Die Kunstbibliothek der Staatlichen Museen zu Berlin feiert mit einer Jubiläumsausstellung den 300. Geburtstag des Künstlers, Archäologen, Architekten, Sammlers und Verlegers Giovanni Battista Piranesi. Im Mittelpunkt stehen dabei Piranesis Meisterstiche, Bücher, Streitschriften, satirische Bilder und noch nie gezeigte Handzeichnungen aus den Beständen der Kunstbibliothek und des Kupferstichkabinetts. Die Kuratoren Georg Schelbert, Wissenschaftler der Humboldt-Universität, und Moritz Wullen, Direktor der Kunstbibliothek, eröffnen die Schau mit einer Zeitreise in Piranesis Rom. Während heutige Rom-Touristen die antiken Überreste in einer urbanen Umgebung bestaunen, erlebte der gebürtige Venezianer seinen Wirkungsort im 18. Jahrhundert als eine Stadt inmitten einer Ruinenlandschaft, in der von Pflanzen überwucherte Monumente aus dem Erdreich ragten. Hier fand Piranesi die Motive für seine Ansichten und Architekturfantasien und betrieb baugeschichtliche Forschungen, deren Ergebnisse er in monumentalen Werken wie den „Antichità Romane“ von 1756 publizierte.

Giovanni Battista Piranesi war nicht nur ein begnadeter Druckgrafiker und Antikenforscher, sondern auch eine schillernde und polarisierende Figur der römischen High Society des 18. Jahrhundert. Neben Bewunderern, wie etwa Papst Clemens XIII., hatte es Piranesi auch mit zahlreiche Neidern und Gegnern zu tun. Immer wieder setzte er sich mit spitzer Feder gegen sie zur Wehr. Dem französischen Kunstgelehrten Pierre-Jean Mariette, der die Bedeutung der römischen Antike in Frage gestellt hatte, stellte er eine ganze Publikation entgegen, in der er die Argumentation des Gegners in Wort und Bild auseinandernahm. Den Namen seines irischen Gönners Lord Charlemont, der sich aus der Finanzierung eines seiner größten Projekte zurückgezogen hatte, tilgte er visuell eindrucksvoll aus dem öffentlichen Gedächtnis. Und dem französischen Archäologen Bertrand Capmartin de Chaupy widmete er eine detailreiche und meisterlich ausgearbeitete Darstellung seines Stuhlgangs.

Die Ausstellung und der begleitende Katalog wurden gemeinsam von Studierenden, Kuratoren und Forschern der Kunstbibliothek und dem Institut für Kunst- und Bildgeschichte der Humboldt-Universität konzipiert. Ziel des Projekts war es, neue Perspektiven auf Piranesi zu öffnen, der seit dem frühen 20. Jahrhundert einseitig als Meister der „Carceri“ und Vorläufer des Surrealismus rezipiert wird. In den letzten Jahrzehnten hat die kunstgeschichtliche Forschung diese Sicht jedoch zunehmend hinterfragt. Das Interesse gilt nun nicht mehr den Innenwelten Piranesis, sondern den visuellen Wirklichkeiten, deren Ressourcen er virtuos für seine Künstlerkarriere zu nutzen verstand. Denn sein Erfolgsrezept bestand darin, die Wirklichkeit in all ihren Facetten zu ergreifen und in Neues zu verwandeln. Dieses „Piranesi-Prinzip“ will die Jubiläumsschau in seiner ganzen Kreativität lebendig werden lassen.

Die Ausstellung „Das Piranesi-Prinzip. Zum 300. Geburtstag des großen italienischen Meisters“ läuft bis zum 7. Februar 2021. Die Kunstbibliothek am Kulturforum hat dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr sowie donnerstags bis 20 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt regulär 6 Euro, ermäßigt 3 Euro. Zur Ausstellung erscheint beim E.A. Seemann Verlag ein Katalog, der im Handel 27 Euro kostet.

Kunstbibliothek – Staatliche Museen zu Berlin
Matthäikirchplatz
D-10785 Berlin

Telefon: +49 (0) 30 – 266 42 42 42
Telefax: +49 (0) 30 – 266 42 41 99


07.10.2020

Quelle: Kunstmarkt.com/Maximilian Nalbach

Zurück

Drucken

zurück zur Übersicht


Empfehlen Sie den Artikel weiter:
an




Weitere Inhalte:

Gesamt Treffer 15

Seiten: 1  •  2

Events (1)Adressen (1)Kunstsparten (2)Stilrichtungen (1)Berichte (1)Variabilder (8)Künstler (1)

Veranstaltung vom:


04.10.2020, Das Piranesi-Prinzip. Zum 300. Geburtstag des großen italienischen Meisters

Bei:


Staatliche Museen zu Berlin

Kunstsparte:


Zeichnung

Kunstsparte:


Grafik

Stilrichtung:


Klassizismus

Bericht:


Eine Stadtführung durch das Rom von Giovanni Battista Piranesi

Variabilder:

Giovanni Battista Piranesi, Überreste eines
 überdeckten Portikus oder Kryptoportikus in einer Villa des Domitian, um 1766
Giovanni Battista Piranesi, Überreste eines überdeckten Portikus oder Kryptoportikus in einer Villa des Domitian, um 1766

Variabilder:

Giovanni Battista
 Piranesi, Satirische Vignette gegen Bertrand Capmartin de Chaupy
Giovanni Battista Piranesi, Satirische Vignette gegen Bertrand Capmartin de Chaupy

Variabilder:

Giovanni Battista Piranesi,
 Großer Plan des römischen Marsfeldes in Rom, 1757
Giovanni Battista Piranesi, Großer Plan des römischen Marsfeldes in Rom, 1757








News vom 23.10.2020

Rabih Mroué erhält Kunstpreis der Schering Stiftung

Rabih Mroué erhält Kunstpreis der Schering Stiftung

Frank Horvat gestorben

Corona-Krise: Leipziger Messen fallen aus

Corona-Krise: Leipziger Messen fallen aus

Paper Positions München gestartet

Paper Positions München gestartet

Museum Ulm präsentiert Paco Knöller

Museum Ulm präsentiert Paco Knöller

News vom 22.10.2020

Hödicke beschenkt Münchner Museen

Hödicke beschenkt Münchner Museen

Unendliche Weiten im Haus am Waldsee

Unendliche Weiten im Haus am Waldsee

Edith Altman verstorben

Edith Altman verstorben

Chobot Skulpturenpreis für Constantin Luser

Chobot Skulpturenpreis für Constantin Luser

News vom 21.10.2020

Adriani Stiftung in Stuttgart gegründet

Adriani Stiftung in Stuttgart gegründet

Schweinfurt präsentiert Karl Hagemeister

Schweinfurt präsentiert Karl Hagemeister

Prix Marcel Duchamp für Kapwani Kiwanga

Prix Marcel Duchamp für Kapwani Kiwanga

Angriff auf Berliner Museumsobjekte

Angriff auf Berliner Museumsobjekte

Andreas Koch erhält Nordhorner Kunstpreis

Andreas Koch erhält Nordhorner Kunstpreis

 zur Monatsübersicht





Copyright © '99-'2020
Kunstmarkt Media
Alle Rechte vorbehalten


Impressum





Zum Seitenanfang Magazin

 Amazon export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce  Amazon ebay rakuten yatego meinpaket export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce