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Knieende(r), 1907/1908 / Ernst Barlach

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Marktberichte

Aktuellzum Archiv:Auktions-Nachbericht

Beurret & Bailly hatten ihre Auktionen in Basel wegen der Corona-Pandemie um mehrere Monate verschoben. Das war von Vorteil, kam doch ein Umsatzplus zum Vorjahr heraus

Die Unschuld trägt Weiß



Albert Anker, Die Taufe, 1864

Albert Anker, Die Taufe, 1864

Die Verbindung zwischen der Farbe Weiß und der Unschuld ist alt. Frei von Sünde war die Jungfrau Maria; so begleitet oft eine weiße Lilie als Zeichen der Reinheit ihre Darstellungen. Nicht zu vergessen die von Königin Victoria eingeläutete Tradition des weißen Brautkleides. Aus diesen Gründen rührt auch die Eigenheit her, zu taufende Neugeborene weiß zu kleiden, wäscht doch die Taufe das Kind von der Erbsünde frei. Beinahe gänzlich in Weißnuancen hat Albert Anker 1864 sein Bild „Die Taufe“ gehalten. Die junge blonde Schwester schreitet im gedämpften Weiß ihres Kleides nachdenklich durch die winterliche neblige Szene und betrachtet das in gleißendes Weiß dick umhüllte Kind auf ihren Armen. Die beiden bilden das Zentrum des Gemäldes, ihnen folgen die bunter gewandeten Eltern und weitere Geschwister aus dem Haus. In dem historistischen Prozessionszug, der nach den Gewändern zu schließen in der Zeit der Reformation spielt, legte Anker unterschiedliche Gemütsregungen feinfühlig an. Das frühe nachdenkliche Hauptwerk des Genremalers war mit 1,2 Millionen Franken an der unteren Taxgrenze nicht nur das teuerste Kunstwerk in der letzten Versteigerungsrunde von Beurret & Bailly Auktionen, sondern auch auf dem gesamten Schweizer Auktionsmarkt in diesem Halbjahr.


Das Baseler Auktionshaus hat wie viele Schweizer Kollegen nicht auf das Saalpublikum verzichten wollen und wegen der Corona-Krise seine ursprünglich für Ende März terminierten Versteigerungen um drei Monate verschoben. Das Warten hat sich gelohnt. Mit einer guten losbezogenen Verkaufsrate von 66,3 Prozent – für die „Schweizer Kunst“ sogar von knapp 70 Prozent – und einigen hohen Wertsteigerungen schloss die Veranstaltung am 24. Juni trotz der Pandemie erfolgreich ab. Der Bruttoumsatz von 5,6 Millionen Franken lag sogar um rund 1 Million Franken höher als der Vergleichswert aus dem Vorjahr. Den zweitteuersten Platz nahm ebenfalls ein Schweizer Künstler ein. Die Konzentration auf das Wesentliche charakterisiert Félix Vallottons 1914 gemalte „Les champs. Plateau de la Croix-Rouge“. Die in die Bildtiefe führenden Getreide- und Gemüsefelder in sattem Grün und warmem Gelb, die von einem Schattenwurf der Bäume außerhalb der Darstellung durschnitten werden, honorierten die Bieter mit 650.000 Franken (Taxe 600.000 bis 800.000 SFR).

Schweizer Kunst

Einen guten Einstieg in die „Schweizer Kunst“ absolvierte der wenig bekannte Berner Barockmaler Johannes Dünz. Sein um 1690 entstandenes Panorama über die Stadt Bern mit den blauen Alpen am Horizont in fast schon romantischer Anmutung erleichterte einen Bieter um 28.000 Franken. Johann Jakob Biedermanns idyllischer und friedlicher „Blick ins Lauterbrunnental mit Jungfrau“ von 1818 war 1.000 Franken günstiger (Taxe je 20.000 bis 30.000 SFR). Barthélemy Menns unprätentiöse, nun 12.000 Franken teure Waldlichtung war dann schon von den Ideen der Schule von Barbizon inspiriert (Taxe 3.000 bis 5.000 SFR). Emil Orliks Studie von Ferdinand Hodlers Profil in doppelter Ausführung erwirtschaftete gute 9.000 Franken (Taxe 3.000 bis 4.000 SFR). Hodlers selbst kam mit der Bleistiftskizze eines Kopfes zu dem „Bezauberten Knaben“ von 1894 bei 13.500 Franken zum Zug (Taxe 2.000 bis 3.000 SFR), während sein um 1885 gemaltes Bildnis einer Unbekannten bei 40.000 bis 60.000 Franken liegenblieb.

Die große Tradition der Schweizer Landschaftsmalerei führte Alexandre Perrier 1899 mit der mächtig aufragenden Felswand „Le Salève“ in den Savoyer Voralpen in den Symbolismus über. Für die zart gestrichelte Leinwand kamen 42.000 Franken zusammen (Taxe 20.000 bis 30.000 SFR). Ihm folgte Albert Trachsel mit seiner fast monochrom weißen Gouache „Traumlandschaft mit Wasserfall und Bergen“ von etwa 1895 für 11.000 Franken (Taxe 2.000 bis 3.000 SFR). Die warmen Erdtöne des Herbstes in Braun mit etwas Grün und einem teils verschneiten Bergmassiv favorisierte Ernest Biéler in seiner Vedute von „Savièse“ aus dem Jahr 1942. Das für den Künstler seltene großformatige Werk seiner Zeit im Wallis akzeptierte die untere Preisgrenze von 120.000 Franken. Die Stille einer Winterlandschaft bot Philipp Bauknecht 1916/20 mit einer sonnenbeschienenen Ansicht von Davos vor azurblauem Himmel und Tannenwäldern für 36.000 Franken (Taxe 8.000 bis 12.000 SFR).

Im Bann der Natur

Auch der Genfer Maler Hans Berger ließ sich nicht lumpen und gab seine kahlen zerzausten „Arbres“ um 1910 für 28.000 Franken, seinen gleichaltrigen, ebenfalls expressiven „Sitzenden Akt“ vor aufgewühlter Natur für 19.000 Franken ab (Taxe je 10.000 bis 15.000 SFR). Intensive Farbkontraste vereinte dagegen Marianne von Werefkin um 1929/34 in ihrem „Sonnenuntergang“ an einem See in Bergen für 40.000 Franken, den einige Frauen bestaunen (Taxe 15.000 bis 25.000 SFR). Richard Seewalds gemäßigt expressionistische Ansicht eines schmalen Wegs in „Ronco“ von 1919 erzielte 19.000 Franken (Taxe 12.000 bis 18.000 SFR). Pointillistisch flimmern die leuchtende Farben dagegen in Gottardo Segantinis „Piz Lagrev – Herbst“ von 1955 und brachten 80.000 Franken ein (Taxe 30.000 bis 40.000 SFR). Dies machte wenigstens etwas den Ausfall für seine Berghütten „Im Fextal“ von 1963 wett (Taxe 50.000 bis 70.000 SFR). Eine Art Gletschersee-Abstraktion verewigte Heinrich Danioth 1950 in seinem „Toma-See“. Der eisige Wind konnte das Feuer der Gebote in Höhe von 29.000 Franken nicht löschen (Taxe 6.000 bis 8.000 SFR). Im Zwischenreich von Figuration und Ungegenständlichkeit bewegt sich zudem der „Alte Olivenbaum“ von Rodolphe-Théophile Bosshard aus dem Jahr 1952, der selbstsicher bei 3.200 Franken auftrat (Taxe 1.500 bis 2.000 SFR). Der 1953 in Zürich geborene Maler Marc-Antoine Fehr definierte seine Landschaft „La pièce d’eau à Pressy“ durch horizontale Farbsteifen in Blau, Grün und etwas Weiß. Das Ölgemälde von 2008 war in Basel mit 35.000 Franken stark umkämpft (Taxe 7.000 bis 9.000 SFR).

Gut lief es in der Auktion für Augusto Giacometti, der alle fünf Positionen absetzen konnte. Einen weichen Pastelleffekt zusammen mit lichtgefluteten Farben in Gelb und diversen Rottönen nutzte er 1934 für sein Interieur „San Fidele in Como“. Die verklärte Ansicht auf einen Seitenaltar führte zu finalen 120.000 Franken (Taxe 120.000 bis 160.000 SFR). Mit Pastellfarben skizzierte Giacometti 1935 auf schwarzem Papier den Entwurf für ein Glasfenster mit dem „Einzug Christi in Jerusalem“ für die Kirche San Giorgio in Stampa, der mit 23.000 Franken heiß umworben war (Taxe 4.000 bis 6.000 SFR). Deutlich profaner, aber ebenso bunt geht es in dem „Waschhaus“ seines Cousins Giovanni Giacometti zu. Um 1913 formte er das Personal aus Farbe und Fläche, definierte ihre Gestalt teils durch schwarze Konturlinien und gewann durch die Überschneidungen an Raumtiefe. Das schlichte Werk passierte die Schätzung von 80.000 bis 120.000 Franken bei 130.000 Franken.

Mit 170.000 bis 200.000 Franken hätte es für Adolf Dietrichs „Stillleben mit Kakteen vor See“ aus dem Jahr 1941 noch mehr geben sollen; doch bei diesen Wertvorstellungen fand sich kein Abnehmer. Seine gemütlichen, ebenfalls neusachlichen „Sechs Meerschweinchen im Stall“ von 1934 platzierten sich dann taxkonform bei 36.000 Franken. Bei der Neuen Sachlichkeit absolvierten Theo Modespachers vier große Gestalten in seinem ruhigen „Südlicher Hafen III“ von 1929 eine vierfache Steigerung von 5.000 Franken auf 21.000 Franken. Einen Einblick in seine existenzielle Gedankenwelt gab der Geisteskranke Adolf Wölfli um 1920 mit seiner Farbkreide- und Bleistiftzeichnung „St. Adolf Grabkapelle“, die den oberen Taxwert von 25.000 Franken erreichte. Fortuna lächelte Sonja Sekula und ihrer kunterbunten, dekorativ-abstrakten „Evolution des hommes et des comètes“ von 1942, die an die poetischen Welten Paul Klees erinnert, zum Auktionsrekord von 40.000 Franken (Taxe 20.000 bis 30.000 SFR).

Etwas Handfestes

Eine neue Spitzenposition erarbeitete sich zudem der Schweizer Bildhauer Auguste de Niederhäusern. Als Vertreter des Symbolismus und einstiger Mitarbeiter Auguste Rodins meißelte er 1904 eine „Nocturne“ aus weißem Marmor und ließ schaffenden Händen eine weibliche, scheinbar erwachende Figur entwachsen. Sie befindet sich in einem Zustand der Ekstase und hat allen Grund für die Verzückung: Ihren Schätzwert konnte sie mit 75.000 Franken mehr als verelffachen. Nicht ganz so spektakulär war Hermann Hallers goldene Bronze „Die Kauernde“, die mit 10.000 Franken dennoch einige Strahlkraft entwickelte (Taxe 2.500 bis 3.500 SFR). Gewinnbringend drehte sich Josef Staubs 1973 aus schimmernden Chromstahl gearbeitete „Doppelte Windung“ auf 16.000 Franken empor (Taxe 8.000 bis 12.000 SFR). Aus geschweißtem Eisenschrott gestaltete Robert Müller 1960/62 seine gleichfalls abstrakte aufgerissene „Grotte“, für die wie erwartet 20.000 Franken heraussprangen. Ganz prosaisch gab sich Not Vital mit seinem in Bronze gegossenen „Kuhfladen“ bei 4.800 Franken (Taxe 5.000 bis 7.000 SFR).

Der Auktionstag bei Beurret & Bailly begann mit der „Internationalen Kunst bis 1900“. Von den 109 Offerten gingen 67 weg, was einer guten Zuschlagsquote von 61,5 Prozent entspricht. Auch hier gab es einen neuen Spitzenwert für Jan Victors. Seine biblische Erzählung „Joseph stellt seinen Vater dem Pharao vor“ hat der Rembrandt-Schüler als theatralisches Bühnengeschehen mit einem betont europäisch aussehenden Pharao aufgebaut, den einzig der Turban als Exoten auszeichnet. Die Leinwand aus dem Jahr 1652 wanderte in luftige Rekordhöhen von 190.000 Franken (Taxe 40.000 bis 60.000 SFR). Zu den Rückgängen mit höheren Schätzwerten zählten ein feinsinniger „Salvator Mundi“ eines lombardischen Meisters um 1530 in der Nachfolge Giovanni Pietro Rizzolis, bei dem deutlich mehr erhalten ist, als bei Leonardo da Vincis berühmtem und teuer verkauftem „Salvator“ (Taxe 40.000 bis 60.000 SFR), oder das Portrait einer vornehmen Dame mit roter Nelke des Manieristen Alessandro Allori für 30.000 bis 50.000 Franken.

Wer sind die Schönsten im ganzen Land?

In der kleinen Skulpturenabteilung reüssierte ein heiliger Damian aus der Werkstatt Erasmus Grassers. Die spätgotische, expressiv gestaltete Figur des Arztes und Wundertäters konnte ihren Wert auf 20.000 Franken verdoppeln. Der gebürtige Antwerpener Hendrick van Cleve III. machte sich in der Mitte des 16.Jahrunderts nach Italien auf und fertigte dort hauptsächlich Ansichten von Rom, mit Vorliebe solche des Vatikans. Seinen Blick über den bevölkerten Petersplatz mit dem 1586 aufgestellten Obelisken auf den Petersdom hat Cleve im Vordergrund um Symbole der Eitelkeit und der irdischen wie religiösen Macht angereichert, was als Kritik am Reichtum der Kirche verstanden werden kann. Die Arbeit wechselte für 9.500 Franken ihren Besitzer (Taxe 4.000 bis 6.000 SFR). Der Barock bildete gerne tragische Heldinnen ab. So bezog sich der Florentiner Simone Pignoni in seinem Bild „Der Tod der Sofonisba“ auf die Tochter des karthagischen Generals Hasdrubal, die lieber den Freitod wählte, als in die Hände des römischen Feindes Scipio zu gelangen. So viel Ehrverhalten sicherte ihr 20.000 Franken (Taxe 20.000 bis 30.000 SFR).

Die lange Tradition der Portraitkunst führte im hohen Norden Jürgen Ovens zu einer Blüte. Dass sahen auch die Kunden so, die sein ruhiges Barockbildnis eines jungen Mannes in schwarzer Kleidung und weißem Kragen mit 18.000 Franken umwarben (Taxe 8.000 bis 12.000 SFR). Noch stärker umkämpft war das Konterfei einer verführerischen jungen Dame mit vielfarbigen Bändern im Haar aus der Hand Abraham van den Tempels. Das detailreiche kecke Bildnis der in strahlendem Weiß gekleideten gelockten Blondine schwang sich von 8.000 Franken auf 25.000 Franken hoch. Noch einmal 2.000 Franken teurer war Ferdinand Georg Waldmüllers biedermeierlich präzise Darstellung der in ein weinrotes Kleid gehüllten hübschen Wienerin Pauline von Boschan aus dem Jahr 1847 (Taxe 7.000 bis 9.000 SFR). Bezaubern konnte zudem ein junges Mädchen in weißem Seidenkleid mit Rose in der Hand. Das klassizistische Bildnis im Oval, das dem 1751 in Stockholm geborenen, später nach Amerika ausgewanderten Adolf Ulrik Wertmüller zugeschrieben ist, konnte 7.200 Franken auf sich vereinen (Taxe 2.000 bis 3.000 SFR). Preislich zurückhaltender zeigte sich Franz von Lenbachs 1894 gemaltes Portrait eines bärtigen älteren Mannes in Schwarz bei 3.000 Franken (Taxe 3.000 bis 4.000 SFR).

Erzähl mir was…

Im erhofften Schätzbereich bewegte sich das „Interieur mit einer Dame und einem Herrn beim Rauchen“ von Pieter Janssens Elinga, der hier den Lichteinfall meisterlich inszeniert und ein rätselhaftes Beziehungsgeflecht zwischen dem Hausherrn, der Dienerin und einem Kind aufbaut. Mit einem Zuschlag bei 65.000 Franken musste der Einlieferer aber einen Verlust verschmerzen; hatte er das Gemälde doch 2012 bei Koller in Zürich für netto 98.000 Franken erworben. Als Wimmelbild der Renaissance kann eine Millefleurs-Tapisserie der südlichen Niederlande um 1520/50 durchgehen. Dicht gedrängt wachsen unzählige Pflanzen aus dem blaugrünen Grund und bieten einigen Tieren Schutz. Der wohl aus Brüssel oder Enghien stammende Augenschmaus führte zu einem derart heftigen Wechsel der Gebote, dass sich sein Zuschlag auf stattliche 78.000 Franken empor katapultierte (Taxe 15.000 bis 20.000 SFR).

Pikant ist Jacob Jordaens’ mit Aquarell und Gouache kolorierte Zeichnung „Die lustigen Gesellen“. Not amused ist eine Frau, die von einem Mann zu Bett gedrängt wird, während seine beiden Gesellen durch das geöffnete Fenster voyeuristisch zusehen. Trotzdem erfreute sich das Blatt mit einer gemalten Kartusche der Gunst der Käufer, so dass der Preis mit 125.000 Franken auf das Fünffache der Erwartungen kletterte. Eigentlich war Constantijn Huygens II. Staatsmann und Sekretär Wilhelms von Oranien, doch er betätigte sich auch als Zeichner und legte 1664 mit brauner und grauer Tusche sowie schwarzer Kreide einen weiten Ausblick über die Stadt Scheveningen nieder, die sich in Basel nur zur unteren Schätzung von 30.000 Franken verabschiedete. Insgesamt erfreuten sich die Zeichnungen regen Zuspruchs, etwa das Rötelblatt einer knienden Frau mit Stab des Rokokokünstlers Charles-Joseph Natoire bei 23.000 Franken (Taxe 8.000 bis 12.000 SFR). Cornelis Dusarts Genrestudie eines auf einer Bank sitzenden Mannes mit Barett und Pfeife folgte bei angemessenen 15.000 Franken.

Innerhalb seiner Preisgrenze verweilte Giovanni Battista Tiepolos lockere braune Tuschezeichnung der Jungfrau mit Kind und zwei Heiligen bei 30.000 Franken. Selbiges gilt für Giovanni Domenico Tiepolos fülligen und mit Blattwerk bekränzten weiblichen Kopf bei 15.000 Franken. Das teuerste Blatt stammte von dem französischen Rokokomeister Jean-Honoré Fragonard; für „Obert fait donner des vêtements à Olympe“, eine von rund 180 Zeichnungen zu Ludovico Ariosts Versepos „Orlando furioso“, spendierte das Publikum 110.000 Franken (Taxe 50.000 bis 60.000 SFR). In diese Reihe gehörten auch der für 42.000 Franken verkaufte, ebenso bewegt ausgeführte Bogen „Ferragus bondit hors de l’eau pour porter secours à Angélique“ (Taxe 40.000 bis 60.000 SFR) und „L’hippogriffe fait l’admiration des soldats“ für 30.000 Franken (Taxe 30.000 bis 40.000 SFR). Im französischen Kunstkreis blieb es mit Jean-Auguste-Dominique Ingres’ Skizze eines weiblichen Akts mit verschränkten Armen über der Brust für 16.000 Franken (Taxe 12.000 bis 15.000 SFR) und dem unvollendeten Ölgemälde eines Truthahnkopfes aus dem 19. Jahrhundert mit einer 14fachen Steigerung auf 28.000 Franken.

Die Ergebnisse verstehen sich als Zuschlag ohne das Aufgeld.

Kontakt:

Beurret Bailly Widmer Auktionen

Schwarzwaldallee 171

CH-4058 Basel

Telefon:+41 (061) 312 32 00



15.08.2020

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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24.06.2020, Internationale Kunst bis 1900 - Schweizer Kunst

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Félix Vallotton, Les champs. Plateau de la Croix-Rouge, 1914
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Augusto Giacometti, San Fidele in Como, 1934
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Giovanni Giacometti, Im Waschhaus, um 1913
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Félix Vallotton, Les champs. Plateau de la Croix-Rouge, 1914

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Taxe: 600.000 - 800.000 SFR

Zuschlag: 650.000,- SFR

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Giovanni Giacometti, Im Waschhaus, um 1913

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Taxe: 80.000 - 120.000 SFR

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Johannes Dünz, Bern. Ansicht der unteren Stadt von Norden, um 1690

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Ernest Biéler, Savièse, 1942

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Taxe: 120.000 - 180.000 SFR

Zuschlag: 120.000,- SFR

Losnummer: 237

Alexandre Perrier, Le Salève, 1899

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Taxe: 20.000 - 30.000 SFR

Zuschlag: 42.000,- SFR

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Barthélemy Menn, La clairière

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Taxe: 2.000 - 3.000 SFR

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Losnummer: 232

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Taxe: 20.000 - 30.000 SFR

Zuschlag: 27.000,- SFR

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Philipp Bauknecht, Winterlandschaft in Davos, 1916/20

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Taxe: 8.000 - 12.000 SFR

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Augusto Giacometti, San Fidele in Como, 1934

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Zuschlag: 120.000,- SFR

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