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Pinakothek der Moderne zeigt Astrid Klein

Astrid Klein, Ohne Titel (Eine Frau muß geliebt werden – und sie muß wissen, daß sie geliebt wird), 1978

Die Münchner Pinakothek der Moderne stellt erstmals neu erworbene Werke der Malerin und Fotokünstlerin Astrid Klein aus. Unter dem Titel „Dass vollkommene Liebe die Angst austreibe“ präsentieren die Kuratorinnen Corinna Thierolf und Tatjana Schäfer den Münchner Sammlungsbestand, der Fotoarbeiten und Collagen aus den 1970er und 1980er Jahren umfasst. Zudem ist eine großformatige, aus zerschossenen Spiegeln bestehende Installation der Künstlerin aufgebaut, die die Besucher und Besucherinnen beim Aufgang in das Obergeschoss mit einem fragmentierten Abbild ihrer selbst konfrontiert. Kleins Kunst thematisierte früh das politische Klima im Nachkriegsdeutschland. Gerade ihre provokanten Arbeiten zu Geschlechter- und Identitätsfragen bildeten immer wieder Zündstoff für gesellschaftliche Debatten.

Die titelgebende Arbeit „Ohne Titel (daß vollkommene Liebe...) von 1979 zeigt eine Szene physischer Nähe zwischen Mann und Frau. Der Betrachter wird mit unbequemen Fragen zu Macht, Ohnmacht, Triebhaftigkeit und Hilflosigkeit konfrontiert. Ein quer über das Bild gelegter Schriftzug liest sich wie der bevormundende Gedanke des im Bild agierenden männlichen Protagonisten. Welcher Narration soll der Betrachter vertrauen, der des Textes oder der des Bildes? Noch entlarvender ist das Verhältnis von Bild und Text in „Ohne Titel (ich weiß keine bessere Welt)“. Dort erstreckt sich über die unter dem Kürzel „BB“ bekannt gewordene Brigitte Bardot der wiederholte Schriftzug „Ich weiß keine besser Welt“. Es wirkt, als spreche die Protagonistin diesen Satz in Reaktion auf den Übergriff einer männlichen Hand, die ihr das Handtuch von ihrer nackten Haut zu ziehen versucht.

Das wandfüllende Werk „Endzeitgefühle II“ aus dem Jahr 1982 ist ein weiteres Hauptwerk der 1951 geborenen Künstlerin. Dunkle Silhouetten von Hunden stürzen aus dem geschwärzten linken Bildrand quer an einer vermauerten Tür vorbei. Der spannungsreiche Moment dieses monumentalen Bildes liegt in der Ambivalenz des Hundeblicks. Wobei wurde der Hund fotografiert? Greift er an oder läuft er davon? Die Spiegelinstallation „Untitled“ von 1993 bildet den Auftakt und Abschluss der konzentrierten Sammlungsschau. Hier wird im wortwörtlichen Sinn die gewohnte Wahrnehmung „zerschossen“ und die glatte Oberfläche des Scheins „aufgebrochen“. Der Betrachter nimmt sich selbst und seine Umwelt nur in Bruchstücken wahr.

Die Ausstellung „Astrid Klein. Dass vollkommene Liebe die Angst austreibe“ läuft bis zum 17. Januar 2021. Die Pinakothek der Moderne hat dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr sowie donnerstags bis 20 Uhr geöffnet. Regulär kostet der Eintritt 10 Euro, ermäßigt 7 Euro an Sonntagen nur 1 Euro.

Pinakothek der Moderne
Barer Straße 40
D-80333 München

Telefon: +49 (0)89 – 23 805 360


29.07.2020

Quelle: Kunstmarkt.com/Maximilian Nalbach

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Astrid Klein, Ohne Titel (Eine Frau muß geliebt werden – und sie muß
 wissen, daß sie geliebt wird), 1978
Astrid Klein, Ohne Titel (Eine Frau muß geliebt werden – und sie muß wissen, daß sie geliebt wird), 1978

Künstler:

Astrid Klein








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