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Ankauf des Annenaltars für Saalfeld

Meister des Kürbitzer Altars zugeschrieben, Oberpreilipper Annenaltar, 1498

Das Stadtmuseum im Franziskanerkloster in Saalfeld an der Saale darf sich über den Erwerb des Oberpreilipper Annenaltars von 1498 freuen. Das spätgotische Retabel war bislang eine Dauerleihgabe des Herzoglichen Hauses Sachsen-Meiningen und geht nun in den Museumsbesitz über. Der Annenaltar ist von kunsthistorischer Bedeutung, da durch die Entzifferung einer Inschrift im 19. Jahrhundert erstmals bewiesen wurde, dass es vor der Reformation Werkstätten von Bildschnitzern in Saalfeld gab. Mittlerweile konnten sieben Werkstätten in der Stadt von 1480 bis 1520 nachgewiesen werden. Das erworbene Werk wurde vermutlich vom „Meister des Kürbitzer Altars“ geschaffen. Die Zuschreibung basiert auf der Ähnlichkeit des Flügelaltars von Kürbitz bei Plauen zum Annenaltar, so etwa in den knorrigen Gesichtern der Männer und der ausdruckslosen Puppenhaftigkeit der weiblichen Heiligen.

Der Annenaltar besteht aus einem Mittelschrein und zwei Seitenflügeln. Er ist ein für die Saalfelder Produktion des ausgehenden Mittelalters typischer, kleinerer Altaraufsatz. Zentral steht die heilige Anna vor goldenem Grund. Sie folgt dem Typ der Anna Selbdritt mit dem Christuskind auf dem rechten und der kindlichen Maria auf dem linken Arm. Sie wird von den Figuren der Apostelfürsten Petrus und Paulus, der Patrone des Saalfelder Benediktinerklosters, flankiert. An den äußeren Positionen ergänzen Johannes der Täufer und der heilige Dionysius die Reihe. Besticht das Mittelstück mit freien Figuren, zeigen die bemalten Seitenflügel auf der Innenseite die weiblichen Heiligen Elisabeth, Magdalena, Katharina und Barbara. Im geschlossenen Zustand ist die Anbetung Jesu durch die Heiligen Drei Könige mit Landschaftsausblick zu sehen.

Der Annenaltar wurde für die Marienkapelle vor dem Saalfelder Benediktinerkloster St. Peter und Paul geschaffen. Nach der Reformation kam das Werk in die Dorfkirche Oberpreilipp bei Rudolstadt. Von 1862 bis 1928 war er Bestandteil der Kunstsammlung des Herzoglichen Hauses Sachsen-Meiningen. Bereits 1928 kam der Altar mit zwei weiteren Stücken, dem Oberpreilipper Marienaltar von 1489 und dem Obernitzer Marienaltar von 1505, als Leihgabe des Herzoglichen Hauses in das Saalfelder Museum. Die Stadt Saalfeld und das Herzogliche Haus erzielten 2001 eine erste Einigung, in der die beiden Marienaltäre für das Museum angekauft wurden.

Die drei Altäre des Stadtmuseums werden im original erhaltenen Kapitelsaal des einstigen Saalfelder Franziskanerklosters aus der Zeit um 1500 aufgestellt. Für das Jahr 2025 plant der Freistaat Thüringen eine Landesausstellung zum Thema „500 Jahre Bauernkrieg“. Im Stadtmuseum soll eine begleitende Ausstellung den Sturm auf das Saalfelder Benediktinerkloster mit den Altären im Mittelpunkt thematisieren.


28.07.2020

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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Meister des Kürbitzer Altars zugeschrieben,
 Oberpreilipper Annenaltar, 1498
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 Oberpreilipper Annenaltar, 1498
Meister des Kürbitzer Altars zugeschrieben, Oberpreilipper Annenaltar, 1498

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 Oberpreilipper Annenaltar, 1498
Meister des Kürbitzer Altars zugeschrieben, Oberpreilipper Annenaltar, 1498

Künstler:

Meister des Kürbitzer Altars








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