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Breuer-Preis für Denise Winter

Denise Winter in ihrem Atelier

Der Leo-Breuer-Preis des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) geht heuer an Denise Winter. Die Jury, die mit Gabriele Uelsberg, Direktorin des LVR-Landesmuseums in Bonn, ihrer Kollegin Alexandra Käss, Dirk Ufermann, Vorstandsmitglied der Bonner Gesellschaft für Kunst und Gestaltung, und Rita Rohlfing, Künstlerin und letzter Breuer-Preisträgerin, besetzt war, wählte die 1983 in Berlin geborene Künstlerin unter 75 Bewerbungen aus Deutschland und mehreren europäischen Ländern aus. Winter richte ihren Blick konsequent konzeptuell, zugleich aber auch poetisch auf Landschaft, Stadt und Architektur und transformiere diese in ihrer ganz eigenen künstlerischen Sprache in Geometrie.

Winters Arbeiten sei gemein, dass sie mühelos zwischen der zweiten, dritten und vierten zeitlichen Dimension changieren. Die Jury zeigte sich beeindruckt von der daraus resultierenden, ebenso präzisen wie spielerischen Auseinandersetzung mit der visuellen Erfahrung von Welt, ihren Formen und Strukturen. Zudem lobte sie Winters künstlerische Position, die es auf außerordentliche Weise schaffe, die Fragen nach Ort und Zeit, nach Form und Struktur, nach Gesehenem, Gesprochenem und Gehörtem und nach den Transformationsprozessen von Wahrnehmung und Erleben konzeptuell neu zu stellen.

Denise Winter, die an der Hochschule für Bildende Kunst in Dresden, der Kunsthochschule Oslo und der Kunstakademie Düsseldorf studiert hat, kreiert Wand- und Fotoarbeiten, Objekte und skulpturale Interventionen sowie Rauminstallationen, bei denen oft auch Licht, Projektionen, Video und Klang eine Rolle spielen. Ihr Arbeitsprozess beginnt in der Regel mit dem Fotografieren. Aus diesem Bildmaterial pflückt sie gleichsam Ausschnitte der Welt, extrahiert einmal den Schatten eines Gebäudes, ein anderes Mal das Stück Himmel, das zwischen zwei Häuserzeilen sichtbar bleibt, oder die Kantenlinie eines Gebäudes. In ihren Händen entstehen aus diesen Extrakten neue Formen und Strukturen, die Winter in neue visuelle Anordnungen überführt. Eine andere Ausgangsbasis bilden Schreibmaschinentexte. Dafür wählt Denise Winter zunächst Worte, Anordnung und Papier aus. Dann bricht sie das herkömmliche Textgefüge auf dem Blatt durch Veränderung der Struktur – durch Knicken, Falten, Drehen. So schiebt sich der Text aus der zweiten in die dritte Dimension, erhält Brüche, Leerstellen, neue Bedeutungen, andere „Leserichtungen“ und insbesondere auch neue visuelle Reize.

Der Landschaftsverband Rheinland, vertreten durch das Landesmuseum Bonn, vergibt in Kooperation mit der Familie Leo Breuers und der Gesellschaft für Kunst und Gestaltung in Bonn den Leo-Breuer-Preis zum elften Mal. Er erinnert an den Bonner Künstler Leo Breuer (1893-1975). Die mit 5.000 Euro dotierte Auszeichnung richtet sich alle zwei Jahre an Künstlerinnen und Künstler, die wie Breuer auf der Basis von konstruktiven gestalterischen Grundsätzen neue Formate entwickeln und in ihrer künstlerischen Präzision kontinuierlich ihren Weg verfolgen. Bisher ging sie an Andreas Kaiser, Ralf Brück, Toshifumi Hirose, Regine Schumann, Ulrich Wagner, Carsten Gliese, Dorothee Joachim, Lutz Fritsch, Sakir Gökçebag und zuletzt 2018 an Rita Rohlfing. Denise Winter wird den Preis am 21. September, dem Geburtstag Leo Breuers, in Bonn entgegennehmen. Die Gesellschaft für Kunst und Gestaltung wird ihr aus diesem Anlass dann eine Einzelausstellung ausrichten.


24.07.2020

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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