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Gil Shachars Wal in Bochum gestrandet

in der Ausstellung „Gil Shachar – The Cast Whale Project“

Gil Shachar ist bekannt für seine hyperreal anmutenden Abformungen von menschlichen Büsten, Körperfragmenten oder Alltagsgegenständen. Nun hat der 1965 in Israel geborene, seit 1996 in Deutschland lebende Künstler sein bislang ambitioniertestes Ausstellungsprojekt verwirklicht: Vom Wochenende an präsentiert er im Kunstmuseum Bochum den lebensgroßen Abguss eines Wals, der gestrandet ist und auf natürliche Weise ums Leben kam. Die Idee dazu sei ihm im Traum gekommen und habe ihn lange Jahre verfolgt, so Sachar. 2018 war es dann endlich soweit. Am Strand der Lamberts Bay in Südafrika nahm er zusammen mit einem Team von südafrikanischen Künstlern und Präparatoren den ersten Abguss eines Buckelwals, der später in einer südafrikanischen Werkstatt in Epoxidharz gegossen und schwarz gefärbt wurde. Im Hochseecontainer kam das Kunstwerk dann nach Deutschland. Nun ist die 14 Meter lange, lebensechte Walskulptur im Kunstmuseum Bochum gestrandet und wird von Modellen für das Crowdfunding sowie einer Videodokumentation des gesamten Abformprozesses begleitet.

Die Begegnung mit einem gestrandeten Wal hat für Gil Shachar eine Welt, die seit frühester Kindheit in das Bewusstsein und Unterbewusstsein eingeprägt ist, wieder geöffnet und zur sinnlichen Anschauung gebracht. In Kindergeschichten, in der Mythologie, in religiösen Traditionen, in Märchen, Fabeln, Gedichten und der Literatur repräsentieren die Wale eine enorme Kraft, ein Wunder der Natur mit einer hohen Intelligenz – aber eine, die sich auch, wie in Herman Melvilles Roman „Moby Dick“, in ein Monster verwandeln kann. Shachar war fasziniert davon, die körperliche Totalität und schiere Monumentalität dieses größten auf der Erde lebenden Säugetiers in eine künstlerische Form zu überführen. Der Wal stellt für ihn nicht nur ein Paradies der Kindheit dar, sondern verkörpert auch den Idealzustand einer vergangenen Welt, in dem die systematische Zerstörung der Natur durch den Menschen noch nicht vorstellbar war. Shachar gelingt es, die eindrückliche körperliche Präsenz, die mythologisch aufgeladenen Assoziationen und eine ästhetischen Autonomie in seiner skulpturalen Arbeit miteinander zu verbinden.

Die Ausstellung „Gil Shachar – The Cast Whale Project“ läuft vom 26. Juli bis zum 25. Oktober. Das Kunstmuseum Bochum hat täglich außer montags von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 5 Euro, ermäßigt 2,50 Euro. Für Kinder und Jugendliche bis zu 14 Jahren ist er frei.

Kunstmuseum Bochum
Kortumstraße 147
D-44787 Bochum

Telefon: +49 (0)234 – 910 42 30
Telefax: +49 (0)234 – 910 42 10


24.07.2020

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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Veranstaltung vom:


26.07.2020, Gil Shachar – The Cast Whale Project

Bei:


Kunstmuseum Bochum

Kunstsparte:


Skulptur

Stilrichtung:


Zeitgenössische Kunst

Variabilder:

in der Ausstellung „Gil Shachar – The Cast Whale Project“
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in der Ausstellung „Gil Shachar – The Cast Whale Project“
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in der Ausstellung „Gil Shachar – The Cast Whale Project“
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in der Ausstellung „Gil Shachar – The Cast Whale Project“
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Künstler:

Gil Shachar








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