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Fotografie um 1980 in Berlin

Wolfgang Schulz, Michael, 1980

Das Berliner Museum für Fotografie eröffnet morgen eine Schau zur westdeutschen Fotoszene um 1980. Im Mittelpunkt stehen das Magazin „Fotografie. Zeitschrift internationaler Fotokunst“ und sein Herausgeber Wolfgang Schulz. Entlang von Arbeiten Schulzes sowie von anderen Fotografen und Fotografinnen beleuchten die Kuratoren Reinhard Matz, Steffen Siegel und Bernd Stiegler sowie Esther Ruelfs vom Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe eine Zeit, in der die Fotografie einen neuen Stellenwert im Kunstbetrieb einnahm. Neue fotografische Arbeitsweisen wurden erprobt, Museen begannen, sich für das Medium zu interessieren, erste Fotogalerien wurden gegründet, und 1977 hatte die Fotografie auf der Documenta ihren ersten großen Auftritt. Die Ausstellungsmacher wollen mit dem Magazin „Fotografie“ ein heute weitestgehend in Vergessenheit geratenes Kapitel der Kunstgeschichte wieder in das Gedächtnis der Öffentlichkeit rücken. Hierfür werden unter anderem alle vierzig Ausgaben der Zeitschrift sowie Video-Interviews von Zeitzeugen präsentiert.

Wolfgang Schulz war nicht nur Herausgeber des überregionalen Szeneblatts, sondern auch ein bemerkenswerter Fotograf. Er versuchte, sich Normen zu entziehen, und nutzte unterschiedliche Stile und Sujets. So folgte er bei seinen Irland-Bildern der erzählerischen Tradition der Bildreportage, erstellte aber auch eine streng dokumentarisch anmutende Typologie von Scheunen in der Manier der Düsseldorfer Becher-Klasse. Die Ausstellung zeigt zum ersten Mal die fotografischen Arbeiten von Schulz aus der Zeit um 1980, wie etwa das gedankenverlorene Selbstportrait von 1978, auf dem der Künstler ausgestreckt auf einem Sofa liegt. Um das Spektrum der Fotoszene jener Zeit in Ausschnitten zu vermitteln, sind zudem Arbeiten von 19 weiteren Künstlern versammelt.

Verena von Gagern nahm 1978 den intensiven Blick eines jungen Mädchens namens Barbara auf, das sich aus einer Autotür lehnt. Sie fixiert den Betrachter mit ihren neugierigen Augen, gleichzeitig offenbart die Reflektion im Autofenster jedoch einen fragenden, beinahe zweifelnden Gesichtsausdruck. Für derartige, leicht surreal angehauchten Fotografien, prägte von Gagern den Begriff der „leidenschaftlichen Sachlichkeit“, der nicht zuletzt durch Schulzes Magazin publik wurde. Im selben Jahr entstand André Gelpkes Serie „Sex Theater“, dem die Zeitschrift eine ganze Ausgabe widmete. Das Porträt der Darsteller in den Erotiktheatern von Hamburgs Rotlichtbezirk St. Pauli ist ein Beispiel für die Autorenfotografie der 1970er und 1980er Jahre. Gelpke arbeitete selbstbestimmt und ohne Auftraggeber an seinem Projekt, das zwar einen dokumentarischen Anspruch verfolgt, aber ohne moralische Appelle an den Betrachter und ohne den Objektivitätsanspruch der klassischen Magazinfotografie auskommt. Gelpkes Interesse galt vornehmlich den Persönlichkeiten der Darsteller, die in seinen Augen die sexuellen Fantasien einer verklemmten Gesellschaft stellvertretend in die Realität umsetzten.

Die Ausstellung „Fotografie. Wolfgang Schulz und die Fotoszene um 1980“ läuft vom 16. Juli bis zum 11. Oktober. Das Museum für Fotografie hat donnerstags bis sonntags von 11 bis 20 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet regulär 10 Euro, ermäßigt 5 Euro. Begleitend zur Ausstellung erscheint ein Katalog bei Spector Books, der im Handel 28 Euro kostet.

Museum für Fotografie
Jebensstraße 2
D-10623 Berlin

Telefon: +49 (0)30 – 31 86 48 56
Telefax: +49 (0)30 – 31 86 48 55


15.07.2020

Quelle: Kunstmarkt.com/Maximilian Nalbach

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Veranstaltung vom:


16.07.2020, Fotografie. Wolfgang Schulz und die Fotoszene um 1980

Bei:


Staatliche Museen zu Berlin

Kunstsparte:


Fotografie

Stilrichtung:


Nachkriegskunst

Variabilder:

Heinrich Riebesehl, Schillerslage (Hannover), Okt. 78
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Angela Neuke, Begräbnis Baader, Ensslin, Raspe, 1977
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Reinhard Matz, Blutwurst, 1981
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Andreas Horlitz, aus der Serie „Essen, Frühling 1981“
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Wolfgang Schulz, Selbstportrait, Riesweiler 1978
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