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Black Lives Matter-Aktivistin löst Sklavenhändler ab

Marc Quinn, A Surge of Power (Jen Reid) 2020, 2020

Marc Quinn ist in Bristol ein Kunstcoup gelungen. Heute stellte der britische Bildhauer die Statue einer Demonstrantin der Black Lives Matter-Bewegung auf den Sockel, den bis vor kurzem ein Denkmal des Sklavenhändlers Edward Colston einnahm, das bei Prosteten im vergangenen Monat in das Hafenbecken der Stadt geworfen wurde. Die Arbeit zeigt die Protestierende Jen Reid, die nach dem Sturz des Denkmals auf den verwaisten Sockel geklettert war und dabei fotografiert wurde. „Als ich dort auf dem Sockel stand und meinen Arm zu einem Black-Power-Gruß hob, war das völlig spontan. Meine unmittelbaren Gedanken galten den versklavten Menschen, die durch die Hand Colstons gestorben waren, und ich dachte daran, ihnen Macht zu geben. Ich wollte George Floyd Macht geben, ich wollte Schwarzen wie mir, die Ungerechtigkeiten und Ungleichheit erlitten haben, Macht geben. Eine Welle der Macht, die an sie alle ging“, so Jen Reid in einem gemeinsamen Statement mit Marc Quinn.

Die neue Statue mit dem Titel „A Surge of Power (Jen Reid) 2020“ wurde in den frühen Morgenstunden ohne Genehmigung der Stadtbehörde illegal aufgestellt. Der Bürgermeister von Bristol, Marvin Rees, kündigte über den Kurznachrichtendienst Twitter bereits an, das Kunstwerk abzubauen: „Alles, was außerhalb des von uns eingeführten Prozesses auf den Sockel gestellt wurde, muss entfernt werden.“ Quinn und Reid ließen verlauten, dass sie keine permanente Aufstellung der Arbeit vor dem Hafenbecken beabsichtigen. Sie wollen die Skultptur als einen „Funken“ verstanden wissen, der dazu beiträgt, die Aufmerksamkeit auf dieses drängende Thema zu lenken. „Wir wollen weiterhin auf das inakzeptable Problem des institutionalisierten und systemischen Rassismus hinweisen, dem sich jeder stellen muss. Diese Skulptur musste jetzt in der Öffentlichkeit aufgestellt werden: Es ist jetzt Zeit für direkte Aktionen.“

Bei einem Verkauf der Statue soll der gesamte Gewinn an zwei von Jen Reid ausgewählte Wohltätigkeitsorganisationen gespendet werden, die sich für die Einführung von „schwarzer britischer Geschichte“ in den britischen Lehrplan einsetzten. Marvin Rees schlug vor, dass die Bürger der Stadt Bristol über das Schicksal der kontroversen Skulptur entscheiden sollten. Für die Arbeit machte Quinn einen 3D-Scan von Reid in der Protest-Pose und ließ ihn in 3D-Schnitten ausdrucken, bevor die Figur in schwarzes Harz gegossen und zusammengesetzt wurde. Der 1964 geborene Marc Quinn ist für seine hyperrealistischen Skulpturen bekannt, die nicht selten um Fragen der menschlichen Identität und individuellen Selbstwahrnehmung kreisen. 2004 erhielt Quinn den Auftrag zum Projekt „Fourth Plinth“ am Trafalgar Square, für das er ein Abbild der schwangeren, ohne Arme und mit verkürzten Beinen geborenen Künstlerin Alison Lapper anfertigte.


15.07.2020

Quelle: Kunstmarkt.com/Maximilian Nalbach

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Marc Quinn, A Surge of Power (Jen Reid) 2020, 2020
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Künstler:

Marc Quinn








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