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Wiederholung im japanischen Bild

Katsushika Hokusai, Unter der Welle vor Kanagawa, 1830/31

Was in der Kunst gemeinhin als verpönt gilt, war in Japan eine hoch angesehene Praxis: das Kopieren und Nachahmen von Bildmotiven. Entgegen der westlichen Sicht galt dieses Vorgehen im fernen Osten als Grundlage für das künstlerische Schaffen, wurde als Hommage an frühe Meister verstanden und als Einschreiben in Bildtraditionen offen praktiziert. Mit der Ausstellung „Copy & Paste. Wiederholungen im japanischen Bild“ präsentiert das Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg einen Einblick in seine reichhaltige Sammlung japanischer Malerei und Grafik.

Rund 100 Skizzen, Farbholzschnitte, Hängerollen, Bücher und Stellschirme aus der Ostasien-Sammlung geben die japanische visuelle Kultur in der späten Edo- (1603-1868) und der Meiji-Zeit (1868-1912) wieder. Dabei geht Kuratorin Wibke Schrape dem Entstehen, der Weiterentwicklung, der Verbreitung und der Adaption von Bildern in der Kultur Japans bis heute nach. Zu sehen sind herausragende japanische Holzschnittmeister wie Katsushika Hokusai (1760-1849), Toyohara Kunichika (1835-1900) und Utagawa Kuniyoshi (1798-1861) sowie bedeutende Maler und Malerinnen des 19. Jahrhunderts wie Kawanabe Kyosai (1831-1889) und Suzuki Kiitsu (1796-1858).

Die Ausstellung rückt weniger das singuläre Bild als Original in den Mittelpunkt, als vielmehr die Bildfindung als Teil des künstlerischen Prozesses. Farbholzschnitte mit ihren Vorzeichnungen, Probedrucke, illustrierte Holzschnittbücher wie das 15bändige Hokusai-Manga oder Nachdrucke zeigen dem Besucher, wie die künstlerische Ausbildung und Vermarktung ineinandergriffen und sich die Bildfindung generierte. Dabei können Bilder über das eigentliche Werk hinaus durch Reproduktionen, Adaptionen und Kopien einen großen Wirkraum entfalten. Das wohl berühmteste Beispiel hierfür ist Katsushika Hokusais als „Große Welle“ bekannter Farbholzschnitt „Unter der Welle vor Kanagawa“ von 1830/31, der adaptiert, künstlerisch weitergetragen und massenhaft auf Postkarten, Tassen und T-Shirts reproduziert wurde und immer noch wird.

Die Wirkung der japanischen Bilder auf europäischer Künstler machen etwa Arbeiten Horst Janssens deutlich, der in den 1970er Jahren durch das Nachzeichnen japanischer Grafiken eine eigene Auffassung von Kopie als künstlerischem Mittel entwickelte. Seine Faszination fand ihren Ursprung in der Sammlung des Hamburger Kunsthistorikers, Verlegers und Mäzen Gerhard Schack. Dessen Kollektion von über 2.700 Vorzeichnungen, Skizzen, Holzschnitten, Hängerollen und illustrierten Holzschnittbüchern, die 2007 als Nachlass ins Museum für Kunst und Gewerbe kam, ergänzt die Ausstellung.

Die Ausstellung „Copy & Paste. Wiederholung im japanischen Bild“ ist bis zum 30. August zu sehen. Das Museum für Kunst und Gewerbe hat dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr, donnerstags bis 21 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 12 Euro, ermäßigt 8 Euro, für Besucher bis 17 Jahren ist der Eintritt frei.

Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg
Steintorplatz
D-20099 Hamburg

Telefon: +49 (0)40 – 42 81 34 880
Telefax: +49 (0)40 – 42 81 34 999

Quelle: Kunstmarkt.com/Ramin Shafiai

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