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Zürich präsentiert die wilden Zwanziger

Unter dem Titel „Schall und Rauch. Die wilden Zwanziger. Von Josephine Baker bis Thomas Ruff“ blickt das Kunsthaus Zürich ab dem Wochenende auf eine Epoche des Aufbruchs und der Erneuerung. In der Themenausstellung zu den 1920er Jahren spannt die Kuratorin Cathérine Hug einen umfassenden Bogen vom Bauhaus über Dada und Neue Sachlichkeit bis hin zu Design- und Architekturikonen des Modernismus und setzt dabei nicht nur die jeweiligen Künstler jener Stilrichtungen in Beziehungen zueinander, sondern auch einen Akzent auf die länderübergreifende, kreative Schaffenskraft innerhalb der Künste.

Um die unterschiedlichen Ausdrucksmittel der wilden Zwanziger in ihrer engen Verflechtungen aufzuzeigen, hat Hug die Werke von rund 80 Künstlern sozio-kulturellen Themengruppen zugeordnet. So steht am Anfang der Schau der „Abschied vom Kriegstrauma“, dann folgen etwa „Neue Rollenbilder“, „Pluralistische Sehgewohnheiten“ oder der „Rausch der Bewegung“. Theodore Lux Feiningers und Xanti Schawinskys Foto vom Zusammenprall zweier Fußballer vor dem Bauhaus in Dessau trifft auf Manda von Kreibigs experimentellen „Stäbetanz“ in einer Aufnahme von Charlotte Rudolph, László Moholy-Nagys konstruktivistische Komposition „LIS“ von 1922 auf Hannah Höchs überzeichnete Karikatur „Die Journalisten“ von 1925.

Um die Aktualität des liberalen und aktivistischen Geist jener Zeit zu verdeutlichen, wird der Bogen bis in die Gegenwart erweitert. Zeitgenössische Künstler wie Andrea Büttner, Raphael Hefti, Thomas Ruff, Shirana Shahbazi oder Rita Vitorelli antworten mit einer Formensprache der 1920er Jahre auf aktuelle soziale und wirtschaftliche Fragen. Diese ergeben sich nach Hug aus der gleichen Gemengelage heraus wie damals, in der „neo-liberale Politik ans Limit geht, disruptive Innovationen soziale und ethische Standards herausfordern, Künstler sich als Aktivisten positionieren und Kulturpessimisten Reaktionären in die Arme laufen“.

Die Ausstellung „Schall und Rauch. Die wilden Zwanziger. Von Josephine Baker bis Thomas Ruff“ läuft vom 3. Juli bis zum 11. Oktober. Das Kunsthaus Zürich hat täglich außer montags von 10 Uhr bis 18 Uhr, mittwochs und donnerstags zusätzlich bis 20 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 23 Franken, ermäßigt 18 Franken; bis 16 Jahren ist er frei. Der Katalog aus dem Snoeck Verlag kostet im Museum 44 Franken.

Kunsthaus Zürich
Heimplatz 1
CH-8001 Zürich

Telefon: +41 (0)44 – 253 84 84
Telefax: +41 (0)44 – 253 84 33

Quelle: Kunstmarkt.com/Ramin Shafiai

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Veranstaltung vom:


03.07.2020, Schall und Rauch - Die wilden Zwanziger

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Kunsthaus Zürich








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