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Am 22.07.2020 Auktion 72: Alte und Moderne Kunst – Autographen – Alte Dokumente

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Am Badestrand / Otto Pippel

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© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Kentaur, 1891/93 / Franz von  Stuck

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© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Knieende(r), 1907/1908 / Ernst Barlach

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Aktuellzum Archiv:Auktions-Vorbericht

Das Wiener Dorotheum streift durch die Nachkriegs- und Gegenwartskunst europäischer und amerikanischer Prägung

Farben und Embleme des Kommunismus



François Morellet, 2 simple trames 0°, 10°, 1974

François Morellet, 2 simple trames 0°, 10°, 1974

Gewohnt international ist das Angebot der Versteigerung von Kunst seit 1945 im Wiener Dorotheum. Von dem Amerikaner Andy Warhol etwa gibt es eine gerade zwölf mal zwölf Zentimeter messende Leinwand mit seinen bekannten vier „Flowers“ in Schwarz-Weiß aus dem Jahr 1964 für 140.000 bis 180.000 Euro. Die kaligrafische Tradition seiner chinesischen Heimat übertrug der 1920 geborene Zao Wou-Ki 1953 in eine informelle, von der aktuellen Kunst in seiner französischen Wahlheimat beeinflusste Zeichnung, die an einen Krug mit Blumen erinnert und mit 70.000 bis 100.000 Euro veranschlagt ist. Aus Frankreich selbst kommt François Morellet mit der mathematisch konzipierten Acrylkomposition „2 simple trames 0°, 10°“ von 1974 für 90.000 bis 100.000 Euro. Der gebürtige Venezolaner Jesús Rafael Soto schließlich schickt „Tres pequeñas columnas“ aus dem Jahr 1992, unverwechselbar durch die Applikation quadratischer Metallplatten vor unterschiedlich strukturiertem Hintergrund, die teils zu Flirren scheinen. Hier stehen 80.000 bis 100.000 Euro auf dem Etikett.


Knapp achtzig Losnummern listet der Katalog im ersten Teil am 24. Juni, weitere 225 günstiger bewertete Positionen kommen einen Tag später in Teil II hinzu. Die Schätzpreise bewegen sich im fünf- oder niedrigen sechsstelligen Euro-Bereich, ein eindeutiges Hauptlos gibt es nicht. Am ehesten könnten zwei der „Unfinished Paintings“ des vor zwei Jahren verstorbenen Kaliforniers Mel Ramos die Ergebnisliste anführen. Die beiden barbusigen Damen – die eine stehend, die andere auf einem Stein sitzend – sind nur in ihrer oberen Hälfte vollendet und ansonsten nur als Zeichnung angedeutet oder zur Marmorskulptur erstarrt (Taxen je 180.000 bis 220.000 EUR). Ansonsten gibt es viel Ungegenständliches, nicht zuletzt aus Italien wie Carla Accardis schwarz-weißes Wimmelbild „Integrazione n. 2“ von 1957 (Taxe 75.000 bis 100.000 EUR), Agostino Bonalumis reliefartig mit runden Scheiben erweiterte Leinwand „Blu“ von 1967 (Taxe 70.000 bis 100.000 EUR) oder ein informelles, kraftvolles arrangiertes Hochformat Emilio Vedovas von 1984 (Taxe 80.000 bis 120.000 EUR).

Die gestische Kunst Frankreichs repräsentiert der gebürtige Kanadier Jean-Paul Riopelle mit einer pastosen, überwiegend in Grau gespachtelten Malerei namens „Dieppes“ von 1966 (Taxe 50.000 bis 70.000 EUR). Hans Hartung, der ebenfalls den Großteil seines Lebens in Frankreich verbrachte, tropfte 1988 große weit schwingende Perlenketten auf ein Querformat, wobei er dessen linke Hälfte weitgehend frei ließ. Ein weiteres, stilistisch ähnliches Spätwerk in optimistischen Grüntönen und zahlreichen dunklen Punkten entstand ein Jahr später kurz vor seinem Tod (Taxen je 90.000 bis 120.000 EUR). Aus Deutschland kommen ebenfalls bekannte Namen der Abstraktion wie Gerhard Richter mit einer rotstichigen Farbverwischung auf DIN-A4-Querformat vom 28. Juli 1988 (Taxe 70.000 bis 90.000 EUR) oder Günther Förg mit einer vierteiligen „Struktur“ aus demselben Jahr, bei der violette Kästchen auf einem grün-braunen Hintergrund zu schweben scheinen (70.000 bis 100.000 EUR).

Die deutschen ZERO-Künstler halten sich diesmal zurück, nur Otto Piene mit einem rußgeschwärzten „Dark Evening“ auf orangefarbenem Grund von 1979 (Taxe 40.000 bis 60.000 EUR) und aus dem Umfeld Adolf Luther mit einem sechzehnteiligen „Convex mirror object“ von 1988 haben sich eingefunden (Taxe 75.000 bis 95.000 EUR). Der ZERO-Kunst nahe stand in Österreich Hans Bischoffshausen, von dem eine unbetitelte, 1962 datierte Leinwand aus der Serie der „Energiefelder“ ein feines abstraktes Relief auf weißem Grund zeigt (Taxe 45.000 bis 80.000 EUR). Der Belgier Jef Verheyen pflegte seit Beginn der 1960er Jahre Kontakte zu Günther Uecker und bemalte unter dem Einfluss der neuen Bewegung 1963/64 ein über Eck stehendes Quadrat ausschließlich in der titelgebenden Farbe „Blue“, aber mit so feinen Schattierungen, dass man die handwerkliche Schwierigkeit des Malprozesses zumindest erahnen kann (Taxe 75.000 bis 90.000 EUR).

Keith Haring ist mit einem von zwei Printer’s Proofs seiner zeichenhaft bedruckten „Pyramid Sculpture“ aus der Edition Domberger vertreten, die er 1989 ein Jahr vor seinem Tod schuf (Taxe 120.000 bis 160.000 EUR). Unverkennbar für die Zeichenkunst des gebürtigen Dresdners A.R. Penck ist ein schwarz-grauer „Kreislauf der Spiele“ von 2005 mit Figuren, Kreuzen, Häusern, Fischen und einem Krokodil (Taxe 100.000 bis 150.000 EUR). Als Bildhauer macht Igor Mitoraj mit seinem an der Antike inspirierten, aber nur als Fragment ausgebildeten Kopf „Porta Italica“ samt kleinem Männertorso von 1999 auf sich aufmerksam. Die kleine, neun Mal gegossene Bronze einer überdimensionierten Erstausführung verlangt 70.000 bis 90.000 Euro. Von dem eben verstorbenen Verpackungskünstler Christo listet der Katalog eine Zeichnungscollage für sein frühes Projekt „Store Front“ von 1965, mit dem er die Auslage eines Ladengeschäfts den Blicken der Betrachter entzog (Taxe 80.000 bis 90.000 EUR).

Unter den etwas jüngeren Künstlern im ersten Teil der Auktion sind der Spanier Miquel Barceló mit einem typisch monochrom in Grau gehaltenen, nur erahnbaren „Vollmond“ über einer Wasserfläche von 2003 (Taxe 80.000 bis 100.000 EUR) und Heimo Zobernig mit bunten beziehungsweise schwarz-weißen Schriftbildern im Quadrat zu nennen (Taxen 30.000 bis 50.000 EUR bzw. 18.000 bis 30.000 EUR). Den Minimalismus kariert Anselm Reyle mit einem farbigen Vertikalstreifenbild von 2006, dessen Akkuratesse er mit Farbklecksen und einer ausgefransten Silberfolie ad absurdum führt (Taxe 25.000 bis 35.000 EUR). Eine der Pop Art verpflichtete Collage steuert der amerikanische Street Art-Künstlers Shepard Fairey bei. Das dreieinhalb Meter breite Großformat von 2009 versammelt mehrere Frauengestalten unterschiedlicher Herkunft sowie Tapetenmuster und Rosen in annährend symmetrischer Anordnung und orientiert sich emblematisch und farblich an Plakaten der politischen Linken (Taxe 80.000 bis 120.000 EUR).

Die Auktion „Zeitgenössische Kunst I“ beginnt am 24. Juni um 16 Uhr. Am 25. Juni folgt um ebenfalls 16 Uhr der zweite Teil. Die Besichtigung ist bis zum Auktionsbeginn täglich von 10 bis 17 Uhr, am 21. Juni von 13 bis 17 Uhr möglich. Der Internetkatalog listet die Objekte unter www.dorotheum.com.

Kontakt:

Dorotheum

Dorotheergasse 17

AT-1010 Wien

Telefon:+43 (01) 515 60 0

Telefax:+43 (01) 515 60 443

E-Mail: client.services@dorotheum.at



21.06.2020

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Johannes Sander

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Veranstaltung vom:


24.06.2020, Zeitgenössische Kunst

Bei:


Dorotheum

Kunstsparte:


Collage

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Zeichnung

Kunstsparte:


Skulptur

Kunstsparte:


Malerei

Stilrichtung:


Zeitgenössische Kunst

Stilrichtung:


Nachkriegskunst

Kunstwerk:

Adolf Luther, Konvexes Spiegelobjekt, 1988
Adolf Luther, Konvexes Spiegelobjekt, 1988







Carla Accardi, Integrazione n. 2, 1957

Carla Accardi, Integrazione n. 2, 1957

Taxe: 75.000 - 100.000 EURO

Losnummer: 160

Jef Verheyen, Ohne Titel (Blue), 1963/64

Jef Verheyen, Ohne Titel (Blue), 1963/64

Taxe: 75.000 - 90.000 EURO

Losnummer: 129

Keith Haring, Pyramid Sculpture, 1989

Keith Haring, Pyramid Sculpture, 1989

Taxe: 120.000 - 160.000 EURO

Losnummer: 110

Zao Wou-Ki, Ohne Titel, 1953

Zao Wou-Ki, Ohne Titel, 1953

Taxe: 70.000 - 100.000 EURO

Losnummer: 156

Hans Bischoffshausen, Ohne Titel, 1962

Hans Bischoffshausen, Ohne Titel, 1962

Taxe: 45.000 - 80.000 EURO

Losnummer: 113

Adolf Luther, Konvexes Spiegelobjekt, 1988

Adolf Luther, Konvexes Spiegelobjekt, 1988

Taxe: 75.000 - 95.000 EURO

Losnummer: 136

Hans Hartung, T1988-E40, 1988

Hans Hartung, T1988-E40, 1988

Taxe: 90.000 - 120.000 EURO

Losnummer: 149

Shepard Fairey, St. Margherita Square, 2009

Shepard Fairey, St. Margherita Square, 2009

Taxe: 80.000 - 120.000 EURO

Losnummer: 175

Anselm Reyle, Ohne Titel, 2006

Anselm Reyle, Ohne Titel, 2006

Taxe: 25.000 - 35.000 EURO

Losnummer: 109

A.R. Penck, Kreislauf der Spiele, 2005

A.R. Penck, Kreislauf der Spiele, 2005

Taxe: 100.000 - 150.000 EURO

Losnummer: 101

Andy Warhol, Flowers, 1964

Andy Warhol, Flowers, 1964

Taxe: 140.000 - 180.000 EURO

Losnummer: 111

Mel Ramos, Unfinished Painting #2, 1991

Mel Ramos, Unfinished Painting #2, 1991

Taxe: 180.000 - 220.000 EURO

Losnummer: 173

Igor Mitoraj, Porta Italica, 1999

Igor Mitoraj, Porta Italica, 1999

Taxe: 70.000 - 90.000 EURO

Losnummer: 153




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