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Knieende(r), 1907/1908 / Ernst Barlach

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DAM schildert Geschichte und Projekte der „Neuen Heimat“

Max Säume, Günter Hafemann, Ernst May, Hans Bernhard Reichow, Alvar Aalto und Wolfgang Bilau, Neue Vahr Bremen, 1957-1962

Aktuell werden in der Fachpresse wieder Diskussionen über das Zusammenspiel von Architektur mit Politik und Wirtschaft ausgetragen. Ein Fall, wo diese Korrespondenzen besonders deutlich werden, ist der einst größte nichtstaatliche Wohnungsbaukonzern im Europa der Nachkriegszeit, die „Neue Heimat“. Die Zeiten, in denen der Ruf nach bezahlbarem Wohnraum wieder laut schallt und die Lücke unverkennbar hervortritt, die nach der Liquidation des Unternehmens vor 34 Jahren aufgerissen wurde, haben Bauhistoriker dazu animiert, sich mit den Leistungen und der Entwicklung des Unternehmens zu beschäftigen. Immer noch wird dessen Geschichte in der allgemeinen Wahrnehmung vom Skandal seines Untergangs überschattet. „Die Neue Heimat (1950-1982) – Eine sozialdemokratische Utopie und ihre Bauten“ lautet der Titel einer Ausstellung im Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt, die sich der Entwicklung und den Projekten des Konzerns widmet.

In den Konzepten und dem architektonischem Ausdruck der „Neuen Heimat“ spiegelt sich neben Politik, Wirtschaft, Sozialgeschichte und bauliche Entwicklung die bundesdeutsche Vergangenheit. Der Fehlbestand von weit über sechs Millionen Wohnungen zwang die Verantwortlichen des DGB eigenen Wohnungsunternehmens um 1950, sehr rasch den Wiederaufbau von Bestandssiedlungen in Angriff zu nehmen. Licht, Luft, ausgedehnte Grünflächen zeichneten die ersten Großsiedlungen aus, die in der Tradition der Gartenstädte der 1920er und 1930er Jahre standen. Die „Neue Heimat“ wuchs nicht zuletzt durch die Einverleibung von 27 gemeinnützigen Baugesellschaften zu einem Großkonzern, dessen produktivste Phase zwischen 1965 und 1973 lag. Die von ihr errichtete Großsiedlung München-Neuperlach war für 80.000 Bewohner konzipiert und damit das größte einschlägige Projekt Europas. Preiswerter Einkauf und Verwendung normierter Fertigteile erlaubten kostengünstiges Bauen bei der Erstellung trister „Betonburgen“. Dazu erweiterte der Konzern seine Aktivitäten auf den Sektor öffentlicher Einrichtungen.

Zu den 27 Projekten, die die Frankfurter Ausstellung mit Fotografien, Plänen und Modellen präsentiert, gehören neben Wohnungsbau auch das Hamburger Kongresszentrum samt dem Großhotel Loew’s Plaza, das Aachener Universitätsklinikum, das Internationale Kongresszentrum ICC in Berlin, die Mustersiedlung „Kassel Documenta Urbana“ am Rande der Documenta 7 im Jahr 1982 oder das Bonner Erich-Ollenhauer-Haus. Die Parteizentrale der SPD setzte sich wohltuend durch Qualität und Originalität von vielen anonymen Bürobauten ab. Die Unternehmenswerbung und hauseigene Publikationen, Bauten im Ausland, Bemühungen zur Überwindung traditioneller bürgerlicher Rollenbilder in der Architektur oder die Standardisierung von Einbaumöbeln stehen im Fokus einzelner Kapitel. Die Berichterstattung im „Spiegel“ über finanzielle Unregelmäßigkeiten im Februar 1982 leitete das Ende des Konzerns ein, der mit einer halben Million Wohnungen und fast 600 öffentlichen Bauvorhaben eine eindrucksvolle Bilanz vorlegen konnte.

Die Ausstellung „Die Neue Heimat (1950-1982) – Eine sozialdemokratische Utopie und ihre Bauten“ ist bis zum 11. Oktober zu sehen. Das Deutsche Architekturmuseum hat täglich außer montags von 10 bis 18 Uhr, mittwochs bis 20 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 9 Euro, ermäßigt 4,50 Euro. Der Ausstellungskatalog kostet im Museum 29,90 Euro.

Deutsches Architekturmuseum
Schaumainkai 43
D-60596 Frankfurt am Main

Telefon: +49 (0)69 – 212 388 44
Telefax: +49 (0)69 – 212 363 86


18.06.2020

Quelle: Kunstmarkt.com/Hans-Peter Schwanke

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Veranstaltung vom:


14.03.2020, Die Neue Heimat (1950-1982) - Eine sozialdemokratische Utopie und ihre Bauten

Bei:


Deutsches Architekturmuseum

Kunstsparte:


Architektur

Stilrichtung:


Nachkriegskunst

Variabilder:

Max Säume, Günter Hafemann, Ernst May, Hans Bernhard
 Reichow, Alvar Aalto und Wolfgang Bilau, Neue Vahr Bremen, 1957-1962
Max Säume, Günter Hafemann, Ernst May, Hans Bernhard Reichow, Alvar Aalto und Wolfgang Bilau, Neue Vahr Bremen, 1957-1962

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Eigenheime Frankfurt Nordweststadt, 1961-1972
Eigenheime Frankfurt Nordweststadt, 1961-1972

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Hans Konwiarz, Projekt Alsterzentrum Hamburg, ab 1965
Hans Konwiarz, Projekt Alsterzentrum Hamburg, ab 1965

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Hans Maurer und Horst Mauder,
 Verwaltungssitz der Neuen Heimat Bayern, München Neuperlach, 1965-1971
Hans Maurer und Horst Mauder, Verwaltungssitz der Neuen Heimat Bayern, München Neuperlach, 1965-1971

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 1971-1985
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