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Michaela Meises Totenklage in Nordhorn

Michaela Meise, Cemalim, 2020

Die Städtische Galerie Nordhorn widmet sich in ihrer aktuellen Schau „Totenklage“ dem Schaffen der Musikerin und Künstlerin Michaela Meise, Trägerin des Kunstpreises der Stadt Nordhorn 2019. Unter dem Eindruck der rassistisch motivierten Morde am 19. Februar 2020 in Hanau, ihrer Heimatstadt, hat Meise das Stück „Cemalim“ des türkischen Rockmusikers Erkin Koray in deutscher Übersetzung eingespielt und dazu ein Video produziert, das nun in Nordhorn erstmals zu sehen ist. Die Morde machten sie betroffen, mit dem Stück wollte sie ihre Trauer ausdrücken, so Meise, die dazu auf ihrem Akkordeon spielt und die deutsche Version des Liedes singt.

Zu dem 1973 komponierten Stück „Cemalim“ äußert sich Meise: „Seitdem ich es einmal zufällig hörte, liebte ich es. Das türkische Lied wird nicht der kulturellen und nationalen Individualität der Mordopfer gerecht, sondern stammt aus meiner ungenügenden, begrenzten Vorgehensweise, ein Lied zu finden, das eine Totenklage sein kann.“ Der bittere Text ist recht verschlossen, es wird nur klar, dass jemand um den verstorbenen „Cemal“ trauert. In Nordhorn wird Meises Werk alleine präsentiert, nicht zuletzt um diesem Thema in der Corona-Krise wieder Gewicht zu verleihen. Das Video ist zudem als Studioaufnahme auf der Seite der Städtischen Galerie abrufbar, da aufgrund der Pandemie ein Live-Konzert von „Cemalim“ nicht möglich ist.

Die 1976 geborene Michaela Meise, die an der Kunsthochschule Kassel und an der Frankfurter Städelschule studiert hat, verbindet in ihren Arbeiten Populärkultur, Zeitgeschichte und eigene biografische Bezüge mit Erzählungen. Ihre Version von „Cemalim“, ein musikalischer und künstlerischer Brückenschlag zwischen Zeiten und Kulturen, widmet sie den Opfern und Hinterbliebenen in Hanau. Sie wolle damit der Toten in Hanau gedenken, die am 19. Februar aus rassistischen Gründen ermordet wurden. Aufgrund des hohen Anteils an Türken und Deutsch-Türken in Hanau während ihrer Kindheit und Schulzeit kannte und erlebte Michaela Meise die Stadt eher als einen kulturell gemischten Ort. Durch ihre Schulfreunde lernte sie auch kleinasiatische Musik kennen.

Die Ausstellung „Michaela Meise. Totenklage. Kunstpreis der Stadt Nordhorn 2019. Teil 1“ läuft bis zum 24. Juli. Der zweite Teil der Schau zeigt voraussichtlich ab November grafische Arbeiten Meises. Die Städtische Galerie Nordhorn hat dienstags bis freitags von 14 bis 17 Uhr und nach Vereinbarung. Der Eintritt ist frei.

Städtische Galerie Nordhorn
Vechteaue 2
D-48529 Nordhorn

Telefon: +49 (0)5921 – 97 11 00
Telefax: +49 (0)5921 – 97 11 05


17.06.2020

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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Weitere Inhalte:

Veranstaltung vom:


14.06.2020, Michaela Meise. Totenklage. Kunstpreis der Stadt Nordhorn 2019. Teil 1

Bei:


Städtische Galerie Nordhorn

Kunstsparte:


Film und Video

Stilrichtung:


Zeitgenössische Kunst

Variabilder:

Michaela Meise, Cemalim, 2020
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Künstler:

Michaela Meise








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