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Die Synthese der Künste in Bonn

Begüm Erciyas, Voicing Pieces, 2016

Die Bundeskunsthalle in Bonn erforscht mit der Ausstellung „State of the arts“ das Phänomen der Verschmelzung von darstellender und bildender Kunst. Die Kuratorinnen Johanna Adam und Miriam Barhoum zeigen seit gestern, inwiefern die Auflösung der künstlerischen Gattungsgrenzen in den letzten Jahren auch zu einem Zusammenrücken der einzelnen Kunstsparten geführt hat. Heute bedeutet ein Ausstellungsbesuch immer häufiger, nicht nur neue visuelle Eindrücke zu erwarten. Stattdessen steht ein umfassendes Erleben im Mittelpunkt, das sämtliche Sinne anspricht. In vielen Kunstwerken verschwinden die Grenzen zwischen Performance, Videokunst, Skulptur, Installation, Tanz, Sprache und Musik. Diese Entwicklung hin zu einem intermedialen Kunstwerk wurde in den 1960er Jahren insbesondere von der Fluxus-Bewegung initiiert. Mit ihren Happenings und der Verwendung neuer Medien hat sie einen erweiterten Kunstbegriff geprägt. Im Jahr 2020 ist die Entfaltung der künstlerischen Medien in alle denkbaren Bereiche längst gängige Praxis geworden.

Die 1982 in Ankara geborene Künstlerin Begüm Erciyas macht in ihrer Performance-Installation „Voicing Pieces“ die Stimme des Publikums zum Protagonisten einer Inszenierung. Der Besucher ist eingeladen, seinen Kopf in einen mit Stoff umspannten Hohlraum zu halten. In den drei pilzförmigen Konstruktionen wird er dann mit dem Geräusch der eigenen Stimme konfrontiert. Der Akt des Sprechens und das gleichzeitige Hören der eigenen Stimme verwandelt sich in einen theatralischen und choreografischen Akt, da das Publikum nicht fei sprechen darf, sondern aus einem aufgeschlagenen Buch vorlesen soll.

Der Brite Simon Fujiwara setzt sich in seinem Werk „Empathy I“ von 2018 mit der Unterhaltungswelt und ihren Einflüssen auf das Konsumverhalten der Menschen auseinander. Im Zentrum der Arbeit steht ein von Freizeitparks inspiriertes 5-D-Kino. Statt einer fiktionalen Reise durch Fantasiewelten präsentiert der Künstler gefundene YouTube-Videos, die extrem emotionale oder intensive körperliche Erfahrungen zeigen. Diese Videos anonymer Nutzer, die massenhaft im Internet zu finden sind, zeigen private, teils intime Momente. Durch deren Umsetzung mit Ton, Video, Bewegung, Wasser und Wind in einem Simulator, dessen bewegliche Sitze der Kamerabewegung folgen, steigert Fujiwara die reine Beobachtung zu einer körperlichen Erfahrung. Er reflektiert auf diese Weise die beschleunigte Dynamik des Konsums von Bildern – was opfern und was gewinnen wir durch ein Leben, das zusehends durch eine Kameralinse erfahren wird?

Die Ausstellung „State of the arts. Die Verschmelzung der Künste“ läuft bis zum 16. August. Die Bundeskunsthalle hat dienstags und mittwochs von 10 bis 21 Uhr sowie donnerstags bis sonntags von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet regulär 10 Euro, ermäßigt 6,50 Euro. Für Besucher bis einschließlich 18 Jahren sowie für Geflüchtete ist er frei. Die Publikation zur Schau ist unter www.stateofthearts.de einsehbar.

Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland
Helmut-Kohl-Allee 4
D-53113 Bonn

Telefon: +49 (0)228 – 91 71 200
Telefax: +49 (0)228 – 91 71 244


17.06.2020

Quelle: Kunstmarkt.com/Maximilian Nalbach

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Veranstaltung vom:


16.06.2020, State of the Arts - Die Verschmelzung der Künste

Bei:


Kunst und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland

Kunstsparte:


Skulptur

Kunstsparte:


Film und Video

Kunstsparte:


Installationskunst

Kunstsparte:


Aktionskunst und Performance

Stilrichtung:


Zeitgenössische Kunst

Variabilder:

Begüm Erciyas, Voicing Pieces, 2016
Begüm Erciyas, Voicing Pieces, 2016

Variabilder:

Simon Fujiwara, Empathy I, 2018
Simon Fujiwara, Empathy I, 2018








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