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Marktberichte

Aktuellzum Archiv:Auktions-Vorbericht

Mit einem deutlichen Schwerpunkt auf italienischen Malern und Ansichten treten die Gemälde des 19. Jahrhunderts im Wiener Dorotheum an

Lauter Venezianer



Carlo Grubacs, Venedig. Fest auf dem Canal Grande mit der Ca’ d’Oro bei Mondschein

Carlo Grubacs, Venedig. Fest auf dem Canal Grande mit der Ca’ d’Oro bei Mondschein

Italienisches dominiert die kommende Versteigerung von Malerei des 19. Jahrhunderts am 8. Juni im Wiener Auktionshaus Dorotheum. Man kann sich vor allem mit Venedig-Veduten reichlich eindecken. Carlo Grubacs kannte sich dort bestens aus, wurde er doch 1802 in der Lagunenstadt geboren und hatte an der dortigen Kunstakademie studiert. Seine jeweils halbmeterbreiten Postkartenmotive einmal des Markusdomes und des Dogenpalastes sowie nochmals des Dogenpalastes von der Riva degli Schiavoni aus mit der Salutekirche im Hintergrund treten im Doppelpack für insgesamt 70.000 bis 90.000 Euro auf. Derselbe Meister hielt ferner ein nächtliches Fest auf dem Canal Grande mit der Ca’ d’Oro im Mondschein und mit sonstigen effektvollen Lichtquellen fest. Mit 120 Zentimetern Breite ist die Leinwand verhältnismäßig groß und soll daher 150.000 bis 200.000 Euro kosten. Carlos Sohn Giovanni Grubacs trat in des Vaters Fußstaben und dokumentierte beispielsweise eine menschenreiche Regatta auf demselben Gewässer bei Tage in ähnlich detailreicher Pracht. Hier stehen 100.000 bis 150.000 Euro auf dem Etikett.


Auch der mit Giovanni Grubacs etwa gleichaltrige Venezianer Luigi Querena führte die große Tradition der Vedutenmaler seiner Heimatstadt fort. Von 1858 stammen die etwas ruhigeren Pendants mit dem Canal Grande sowie einem Blick über den Markusplatz zu Dom und Campanile für 90.000 bis 100.000 Euro. Den gebürtigen Veronesen Giuseppe Canella d.Ä. inspirierte das bunte Treiben während des Karnevals auf dem Campo San Giacomo zu einem schönen Stimmungsbild (Taxe 90.000 bis 110.000 EUR). Nochmals unmittelbar vor das Portal des Markusdomes geht es 1851 mit Federico Moja. Der Standort erlaubt auch die Wiedergabe der spätgotischen Porta della Carta an der Westseite des Dogenpalastes (Taxe 40.000 bis 60.000 EUR). Aus Berlin kam Heinrich Jaeckel nach Italien, wo er mit spätromantisch verklärtem Blick etwa das Café Giardino und wiederum die mächtige Salutekirche sowie auf einem weiteren Bild nur diese große Renaissancekirche als Hauptmotiv festhielt (Taxen je 25.000 bis 35.000 EUR).

Als Sohn eines österreichischen Malers kam 1843 Eugen von Blaas in Albano bei Rom zur Welt. Er war eher auf Figuren spezialisiert und suchte sich häufig Venezianerinnen als Motiv. Der freundlichen „Begrüßung am Morgen“ durch eine kleine schwarze Katze mit roter Schleife erfreut sich soeben eine schöne junge Frau auf der Bettkante, die sich aber nicht so eindeutig in der Serenissima lokalisieren lässt (Taxe 120.000 bis 180.000 EUR). Zwar 1922 in Venedig gestorben, aber 1856 in Triest geboren ist Pietro Fragiacomo. Seine fast neusachlich klare Impression „Im Golf von Triest“ mit einem Ruderboot zwischen größeren Seglern ist offenbar die letzte Hommage des Malers an seine Heimatstadt und wurde noch in seinem Todesjahr auf der dreizehnten Internationalen Kunstausstellung in Venedig gezeigt (Taxe 100.000 bis 150.000 EUR). Auch von Carlo Canella gibt es nichts Venezianisches, sondern einen gemütlichen Blick durch die Loggia dei Lanzi in Florenz auf die Piazza della Signoria (Taxe 50.000 bis 70.000 EUR).

Andere europäischen Maler des 19. Jahrhunderts schweiften weiter in die Ferne. Alberto Pasini etwa machte 1855 erstmals eine größere Reise in den Nahen Osten und ging 1867 nochmals für fast zehn Jahre nach Istanbul. „Vor dem Eingang eines Basars“ wohl dort oder in einer anderen orientalischen Stadt tummelt sich eine Menge menschliches und tierisches Volk im Licht der gleißenden Sonne (Taxe 150.000 bis 200.000 EUR). Das opulente „Bildnis einer jungen Dame aus Konstantinopel“ ist die Frucht des ansonsten kaum bekannten Malers Pietro Luchini, der sich in den 1850er Jahren für längere Zeit in der Stadt am Bosporus niederließ (Taxe 100.000 bis 150.000 EUR). Für stimmungsvolle Abendansichten der dortigen, von großen Moscheen geprägten Silhouette ist Félix Ziem bekannt. Ein Exemplar mit der Hagia Sophia hängt im Dorotheum für 35.000 bis 45.000 Euro bereit. Auch der Neapolitaner Domenico Morelli verlegte sich auf das ertragversprechende Genre des Orientalismus und malte 1882 mehrere Araber beim „Gebet in der Wüste“ unter gleißender Mittagssonne (Taxe 20.000 bis 30.000 EUR).

Nicht nach Süden, sondern nach Nordosten zog es 1839 für rund dreizehn Jahre den Oberbayern Joseph Andreas Weiß in seiner Funktion als Hofmaler des Herzogs Maximilian von Leuchtenberg, der eine Zarentochter geheiratet hatte. 1871, also rund zwanzig Jahre nach seiner Rückkehr, malte Weiß aus der Erinnerung und nach Skizzen eine Ansicht von Sankt Petersburg im Mondschein mit der klassizistischen Isaakskathedrale und ihren güldenen Kuppeln als Blickfang (Taxe 60.000 bis 70.000 EUR). Von Italien machte sich Giuseppe de Nittis 1867 mit 21 Jahren nach Frankreich auf. In gemäßigtem Impressionismus verbildlichte er zwei Pariser Spaziergängerinnen in Rückenansicht samt Kind im Bois de Boulogne (Taxe 60.000 bis 80.000 EUR). Auch der Belgier Alfred Stevens machte sich als Pariser Salonmaler einen Namen. Eine elegante junge Frau mit Sonnenschirm, die sich gerade in einer runden Silberkugel bewundert und ihr verzerrtes Äußeres konstatieren muss, sucht für 40.000 bis 50.000 Euro eine neue Bekanntschaft.

Der gebürtige Spanier José Simont suchte ebenfalls in Paris sein Auskommen und musste zunächst als Illustrator für Zeitschriften arbeiten. Wohl für die Pelzwarenfirma Revillon Frères gestaltete er um 1910 eine Werbeanzeige in der Zeitschrift „Femina“ mit mondänen, in Pelzen gehüllten Damen beim Modesport Rollschuhlaufen. Das dazugehörige Ölgemälde gibt es jetzt für 18.000 bis 25.000 Euro. Die französische Stilllebenmalerei des späteren 19. Jahrhunderts vertritt Henri Fantin-Latour mit einem 1890 datierten Korb voller Weintrauben samt zwei Äpfeln vor dunkelbraunem Fond (Taxe 60.000 bis 70.000 EUR). Ganz einfach ein paar Enten im Teich schwimmen auf einem Bild Alexander Koesters, doch 45.000 bis 60.000 Euro sind dafür kein unüblicher Preis. Vorwiegend in braunen und roten Tönen mit einigen hellen Lichtpunkten malte Olga Wisinger-Florian ein Herbststillleben, das mit „October“ betitelt und mit 60.000 bis 80.000 Euro beziffert ist. Die 1844 geborene Österreicherin ließ sich zudem 1906 durch einen Gartenweg des Riviera Palace Hotels bei Monte Carlo zu einer spätimpressionistischen sonnigen Naturpracht inspirieren (Taxe 75.000 bis 95.000 EUR). Ihre Kollegin Marie Egner tritt mit ihrem deutlich kleineren Stillleben „Iris“, die sie in einer Vase und auf dem Boden mit anderen Blumen verteilt hat, bei 25.000 bis 35.000 Euro hinzu.

Die Auktion beginnt am 8. Juni um 16 Uhr. Die Besichtigung ist bis zum Auktionsbeginn täglich von 10 bis 17 Uhr, am 7. Juni von 13 bis 17 Uhr möglich. Der Internetkatalog listet die Objekte unter www.dorotheum.com.

Kontakt:

Dorotheum

Dorotheergasse 17

AT-1010 Wien

Telefon:+43 (01) 515 60 0

Telefax:+43 (01) 515 60 443

E-Mail: client.services@dorotheum.at



05.06.2020

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Johannes Sander

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Veranstaltung vom:


08.06.2020, Gemälde des 19. Jahrhunderts

Bei:


Dorotheum

Kunstsparte:


Malerei

Stilrichtung:


Gemälde des 19. Jahrhunderts

Bericht:


Schöner Gruß am Morgen

Kunstwerk:

Domenico Morelli, Gebet in der Wüste, 1882
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Kunstwerk:

Joseph Andreas Weiß, Sankt Petersburg im Mondschein, 1871
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Kunstwerk:

José Simont, Elegante Damen auf der Rollschuhbahn, um 1910
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Kunstwerk:

Marie Egner, Iris
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Federico Moja, Venedig. Blick auf den Markusdom mit dem Dogenpalast und der Porta della Carta, 1851

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Taxe: 40.000 - 60.000 EURO

Losnummer: 579

Eugen von Blaas, Begrüßung am Morgen, 1893

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Taxe: 120.000 - 180.000 EURO

Zuschlag: 150.000,- EURO

Losnummer: 530

Giovanni Grubacs, Venedig. Regatta auf dem Canal Grande

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Taxe: 100.000 - 150.000 EURO

Losnummer: 529

Luigi Querena, Venedig: Ansicht des Canal Grande – Ansicht des Markusplatzes

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Taxe: 90.000 - 100.000 EURO

Losnummer: 506

José Simont, Elegante Damen auf der Rollschuhbahn, um 1910

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Taxe: 18.000 - 25.000 EURO

Zuschlag: 20.000,- EURO

Losnummer: 670

Carlo Canella, Florenz. Die Piazza della Signoria von der Loggia dei Lanzi her gesehen

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Taxe: 50.000 - 70.000 EURO

Losnummer: 578

Giuseppe Canella d.Ä., Venedig. Karneval auf dem Campo San Giacomo

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Taxe: 90.000 - 110.000 EURO

Losnummer: 577

Olga Wisinger-Florian, Gartenweg des Riviera Palace Hotels bei Monte Carlo, 1906

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Taxe: 75.000 - 95.000 EURO

Zuschlag: 110.000,- EURO

Losnummer: 608

Giuseppe de Nittis, Paris. Spaziergang im Bois de Boulogne

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Taxe: 60.000 - 80.000 EURO

Losnummer: 512

Félix Ziem, Istanbul. Der Bosporus am Abend

Félix Ziem, Istanbul. Der Bosporus am Abend

Taxe: 35.000 - 45.000 EURO

Losnummer: 547

Alberto Pasini, Vor dem Eingang eines Basars

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Taxe: 150.000 - 200.000 EURO

Losnummer: 542

Carlo Grubacs, Venedig: Der Dogenpalast von der Riva degli Schiavoni aus – Der Markusdom mit dem Dogenpalast

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Taxe: 70.000 - 90.000 EURO

Losnummer: 503

Marie Egner, Iris

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Taxe: 25.000 - 35.000 EURO

Zuschlag: 40.000,- EURO

Losnummer: 723




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