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Wiener Medienkunstpreis für Margarete Jahrmann

Margarete Jahrmann erhält den Medienkunstpreis der Stadt Wien 2020

Der Medienkunstpreis der Stadt Wien 2020 geht an Margarete Jahrmann. Die Medienkünstlerin und Kunsttheoretikerin ist die siebte Trägerin der jährlich verliehenen Auszeichnung und darf sich nun über 5.000 Euro freuen. Jahrmann nutzt in ihren Arbeiten sowie ihren Spielen im urbanen Raum Code, Sprache und Mode. Die dreiköpfige Jury würdigte mit dieser Ehrung nicht nur das künstlerische Œuvre Jahrmanns, sondern auch ihre wissenschaftliche und lehrende Tätigkeit.

Veronica Kaup-Hasler, Kulturstadträtin der Stadt Wien, sagte: „Mit dem Medienkunstpreis werden audiovisuelle Künstlerinnen und Künstler gewürdigt, die sich in ihrem Gesamtwerk explizit neue Medien zu Nutze machen oder sich mit diesen kritisch auseinandersetzen. Die heurige Preisträgerin Margarete Jahrmann entspricht in Theorie und Praxis genau diesen Anforderungen. An der Schnittstelle von Kunst, Game-Design und Technologie-Transfer eröffnet sie neue Perspektiven im virtuellen Raum.“

Margarete Jahrmann kam 1967 im burgenländischen Oberwart zur Welt. Zunächst studierte sie an der Universität Wien Kunstgeschichte, Philosophie und Psychologie, bevor sie 1990 zur Universität für angewandte Kunst wechselte. Dort widmete sie sich dem Studium der Kunstvermittlung, Malerei, Textilgestaltung und Medienkunst. Hinzu kam ein Auslandsaufenthalt an der Gerrit Rietveld Academy in Amsterdam. Nach dem Diplom wurde die Künstlerin 2011 an der School of Computing and Communication der University of Plymouth mit der Dissertation „Ludics for a Ludic Society. The art and politics of play“ bei Roy Ascott promoviert.

Seit 2000 unterrichtet Margarete Jahrmann an der Zürcher Hochschule der Künste, seit 2007 als Professorin für Game Design. Seit 2010 übernimmt sie zudem einen Lehrauftrag an der Wiener Universität für angewandte Kunst. 2019 war sie am Center for Advanced Studies der Ludwig-Maximilians-Universität München tätig. 2011 erhielt sie den Leverhulme Post Doc research award der University of Plymouth und 2003 den Prix Ars Electronica in Linz.

Auch als Kuratorin trat Margarete Jahrmann hervor. So verantwortete sie 2008 eine Alternate Reality Game-Ausstellung im Medienmuseum „LABoral – Centro de Arte y Creación Industrial“ im spanischen Gijón. Daneben entwickelte die unter dem Label „ToyGenoSonic“ eine Reihe von Ausstellungsformaten für das ARoS Aarhus Kunstmuseum in Dänemark und setzte dabei auf Technologien der Augmented Reality.

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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