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Trauer um Abraham Palatnik

Abraham Palatnik ist in Rio de Janeiro gestorben

Der brasilianische Künstler Abraham Palatnik ist im Alter von 92 an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung in Rio de Janeiro gestorben. Der in Europa weniger bekannte Palatnik zählt zu den Pionieren der kinechromatischen Kunst. Bis ins hohe Alter ging er seinen künstlerischen Untersuchungen von Farbe und Bewegung nach und konnte mit ihnen große Erfolge auf dem internationalen Kunstmarkt feiern. Der Sohn jüdisch-ukrainischer Emigranten wurde 1928 in Natal, einer Metropole an der nordöstlichen Spitze der brasilianischen Atlantikküste, geboren. Seine Jugend verbrachte Palatnik in Tel Aviv, wo er zeitgleich Maschinenbau und Malerei studierte. Mit 20 Jahren kehrte er nach Brasilien zurück und ließ sich in Rio de Janeiro nieder. Zusammen mit der Ärztin Nise da Silveira, einer Schülerin von Carl Gustav Jung, die kunsttherapeutische Kurse im psychiatrischen Krankenhaus der Stadt durchführte, setzte sich Palatnik mit den Kunstwerken psychiatrischer Patienten auseinander. In jenen Jahren gab der Künstler die Pinselmalerei auf, um sich auf das Arbeiten mit Licht und Bewegung zu konzentrieren.

Sein erstes „kinechromatisches Gerät“ mit dem Titel „Objeto Cinecromático: Azul e Roxo em Primeiro“ schuf Palatnik im Jahr 1949 noch deutlich vor den Arbeiten der ZERO-Gruppe. Die motorisierte Lichtskulptur warf Licht und Schatten in den Raum, wurde 1951 auf der ersten Biennale von São Paulo ausgestellt und von der Kritik gelobt, obwohl sie in keine der bestehenden Kunstkategorien passte. Zusammen mit den Künstlern Ivan Serpa, Lygia Clark, Franz Weissmann, Ferreira Gullar, Lygia Pape, Hélio Oiticica und anderen bildete er in den 1950er Jahren die „Grupo Frente“ und damit die Avantgarde der brasilianischen Kunst. 1964 zeigte Abraham Palatnik einige seiner kinetischen Arbeiten auf der 32. Biennale von Venedig. Im Laufe der 1960er Jahre erweiterte er seine künstlerische Praxis über kinetische Objekte hinaus auf Karton- und Holzkompositionen. Ab den 1970er Jahren arbeitete Palatnik auch wieder mit Farbe, indem er seine Gemälde zerschnitt und zusammensetzte und dabei vielschichtige, geometrische Muster schuf.

Zwei derartige Werke waren es auch, die 2013 bei Bassenge unter den Hammer kamen und dabei für einiges Aufsehen sorgten. Das Berliner Auktionshaus bot die beiden quadratischen Acrylgemälde Palatniks für lediglich 300 Euro an. Kunstfreunden, -händlern und -investoren blieben die Schnäppchen nicht lange verborgen. Palatniks durch übermalte Bindfäden vertikal strukturierte, fein abgestufte Farbbewegungen in Blau-, Grün-, Violett- und Rottönen von 1988 schwangen sich in ungeahnte Höhen auf, so endete der internationale Zuspruch an den Telefonen erst bei 60.000 Euro für das kleinere Format, bei 74.000 Euro für das größere. Im selben Jahr wurde bei Christie’s in New York Palatniks in den 1960er Jahren entstandener kinechromatischer Farbzauber „Sequencia Visual S-51“ für den Rekordpreis von brutto 785.000 Dollar verkauft.


13.05.2020

Quelle: Kunstmarkt.com/Maximilian Nalbach

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