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Tina Girouard ist tot

Tina Girouard ist gestorben

Die Künstlerin Tina Girouard ist letzte Woche an einem Schlaganfall gestorben. Die 1946 in DeQuincy im Bundestaat Louisiana geborene Amerikanerin, die etwa mit Video, Film und Performance arbeitete, zählte in den 1970er Jahren zu den Schlüsselfiguren der New Yorker Kunstszene. In ihren Werken setzte sich mit Ritualen, sozialer Interaktion, ephemeren Situationen und alltäglichen Materialien auseinander und unterstützte die Erweiterung des Kunstbegriffs. Ferner war sie an mehreren alternativen Kunstinitiativen beteiligt, wie dem Ausstellungsraum 112 Greene Street, den sie 1970 gemeinsam mit Suzanne Harris und Gordon Matta-Clark ins Leben rief. Mit ihm unterstützte sie Künstler, die damals gängige Kunstbegriffe herausforderten. Zum Beispiel stellte dort Alice Aycock mehrere Kilogramm Sand aus, Vito Acconci schloss sich in dem Raum mit einem Hahn ein, der aber entfloh. Es war Girouards Aufgabe, das geflüchtete Tier wieder einzufangen.

Drei Jahre nach ihrem Kunststudium an der University of Southwestern Louisiana eröffnete Tina Girouard 1971 gemeinsam mit Carol Goodden und Matta-Clark das legendäre New Yorker Restaurant „FOOD in SoHo“. Es war als Intervention in den urbanen Raum angelegt und kann als Vorläufer der „relational art“ gelten. Künstlerinnen und Künstler wie Donald Judd, Robert Rauschenberg oder Yvonne Rainer fungierten als Gastköche von Mahlzeiten, deren Konsum oft eine performative Komponente innewohnte. So wurden etwa die Knochen des Gerichts „Matta-Bones“ nach dem Mahl zu Halsketten umfunktioniert. Zudem war sie war Gründungsmitglied des Museums P.S.1 in New York.

In ihrem Schaffen nutzte Tina Girouard auch herkömmlich gemusterten Stoffe oder Tapeten und verband dadurch das Dekorative mit konzeptuellen Überlegungen. So fügte sie 1971 etwa in ihrem Werk „Wallpaper“ vier Quadrate einer bunten floralen Tapete zu einem gerahmten Bild zusammen. Entsprechend wurde Girouard im Kontext der Pattern- und Decoration-Bewegung der 1970er und frühen 1980er Jahre rezipiert. Ziel der Strömung war nicht nur das Unterlaufen der Idee von „high art“ und „low art“, sondern auch das Aufbrechen des Westzentrismus eines männlich dominierten kunsthistorischen Kanons.

Ihre künstlerischen Anliegen setzte Tina Girouard in den 1990er Jahren in Haiti fort. In Port-au-Prince lebend, knüpfte sie dabei an die französischen Wurzeln ihrer Heimat Louisiana an. In ihrem Atelier auf der Insel arbeitete sie mit lokalen Herstellern von zeremoniellen Voodoo-Flaggen zusammen, die kunstvoll mit Pailletten bestickt sind. Diesen Künstlern, ihrer Kultur und Tradition widmete Girouard ihr 1994 publiziertes Buch „Sequin Artists of Haiti“.

Tina Girouard stellte international aus und bespielte 1977 sowohl die Documenta in Kassel wie auch die Biennale in Paris, 1980 die Biennale in Venedig. Ihre Werke präsentierten Museen wie das Institute of Contemporary Arts in Philadelphia, das Rufino Tamayo Museum in Mexiko-Stadt, das Kunstenaars Centrum Middelburg und das New Museum of Contemporary Art in New York. Einige Arbeiten Girouards waren 2018/19 in der Schau „Pattern and Decoration: Ornament als Versprechen“ zu sehen, die vom Ludwig Forum in Aachen nach Wien ins Museum Moderner Kunst und dann ins Ludwig Múzeum nach Budapest zog.

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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