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100. Geburtstag von Hans Gugelot

Hans Gugelot und Dieter Rams, Radio-Phono-Kombination SK 4, genannt „Schneewittchensarg“, 1956

Was mag sich wohl in einem „Schneewittchensarg“ verbergen? Diese Bezeichnung dürfte bei der jüngeren Generation, die nicht mehr Fernsehen schaut und sich Songs über Streaming-Dienste besorgt, nur ein Achselzucken hervorrufen. So schnell ändern sich die Zeiten. Doch in einschlägigen Sammlerkreisen gilt das so bezeichnete Radio-Phono-Gerät als Ikone moderner Gestaltung und gut bezahltes Objekt, das sogar zum Fundus des New Yorker MoMA gehört. Zusammen mit Dieter Rams gestaltete Hans Gugelot im Jahr 1956 dieses minimalistisch-einfache, kühle, technisch perfekte Produkt nach dem Diktum „Weniger Design ist mehr Design“.

Hans Gugelot gilt als einer der Protagonisten des Funktionalismus im Design. Geboren wurde der Arztsohn auf der damals niederländischen, heute indonesischen Insel Celebes am 1. April 1920 und starb schon 45jährig an den Folgen eines Herzinfarktes am 10. September in Ulm. In der Schweiz aufgewachsen und als Architekt an der Ingenieurschule in Lausanne und der ETH Zürich ausgebildet, arbeitete Gugelot zunächst in diversen Architekturbüros wie dem von Max Bill, bevor er 1950 den Sprung in die Selbständigkeit als Produktgestalter mit eigenem Atelier wagte.

Schnell konnte er sich ein Renommee mit dem Entwurf des Möbelprogramms „M 125“ erarbeiten. Das aus kunststoffbeschichteten vorgefertigten Platten bestehende Systemmöbel war nicht nur rationell zu produzieren. Der Benutzer dieses modularen Interieurs war zudem frei in dessen Kombination. Bis 1988 unverändert von der Zürich Wohnbedarf AG, später von der Firma Wilhelm Bofinger in Ilsfeld bei Heilbronn hergestellt und um Büromöbel erweitert, verkörperte es den aufklärerischen Ansatz der von Max Bill geleiteten Ulmer Hochschule für Gestaltung (HfG), wo Gugelot seit 1954 als Dozent wirkte. Während dieser Zeit arbeitete er eng mit der Industrie zusammen, speziell mit der Firma Braun, für die er einige Elektrogeräte kreierte. Dazu gehört der „Phonosuper SK 4“, der wegen seiner durchsichtigen Abdeckung als „Schneewittchensarg“ bezeichnet wurde, die weitere Musiktruhe „PK-G“, ebenfalls zusammen mit Dieter Rams, oder der Elektrorasierer „Sixtant 1“ von 1962, zusammen mit Gerd Alfred Müller. Für Telefunken entwarf Gugelot in Kooperation mit Helmut Müller-Kühn 1956 ein rollbares Fernsehgerät.

Ab 1958 leitete Hans Gugelot eine Produktentwicklungsgruppe an der HfG Ulm, bevor er 1962 in Neu-Ulm das Institut für Produktentwicklung und Design e.V. etablierte. Gugelot gilt als führender Produktdesigner der Nachkriegsepoche, der den vom Bauhaus in den 1920er Jahren vorgegebenen Duktus weiterführte. Seine Radios, Rasierer, Nähmaschinen oder Küchengeräte erzielten weltweite Strahlkraft. Zeitweilig prägte er mit Otl Aicher den gesamten visuellen Firmenauftritt von Braun, als das Corporate Design erst in den zarten Anfängen steckte. Darüber hinaus schuf er den Diaprojektor „Carousel“ für Kodak, modulare Bierkästen aus Kunststoff und gestaltete das Design der Hamburger S-Bahn. Auf der dritten Documenta 1964 wurden seine Arbeiten in der Abteilung „Industrial Design“ präsentiert.

Anlässlich des 100. Geburtstages von Hans Gugelot haben das HfG-Archiv Ulm und seine Kuratorin Christiane Wachsmann eine Ausstellung erarbeitet, die am 20. März eröffnen sollte, nun aber wegen der Corona-Pandemie nicht gezeigt werden kann. Eine kurze Einführung ist als Video auf der Facebook-Seite des HfG-Archivs und bei YouTube abrufbar. Zudem ist die Publikation „Hans Gugelot. Die Architektur des Design“ bei der Av Edition in Stuttgart erschienen. Das 168 Seiten starke Buch ist sowohl dort, als auch über den Shop des Museums Ulm für 28 Euro erhältlich.


Infos: www.hansgugelot.com

Quelle: Kunstmarkt.com/Hans-Peter Schwanke

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Events (1)Adressen (1)Kunstsparten (1)Stilrichtungen (1)Variabilder (6)Künstler (1)

Veranstaltung vom:


20.03.2020, Hans Gugelot: Die Architektur des Design

Bei:


Museum Ulm

Kunstsparte:


Design

Stilrichtung:


Nachkriegskunst

Variabilder:

Hans Gugelot,
 Herbert Lindinger und Helmut Müller-Kühn, Triebwagen der Hamburger Hochbahn
Hans Gugelot, Herbert Lindinger und Helmut Müller-Kühn, Triebwagen der Hamburger Hochbahn

Variabilder:

Hans Gugelot, Zerlegbarer Sessel GS 1076, 1958
Hans Gugelot, Zerlegbarer Sessel GS 1076, 1958

Variabilder:

Hans Gugelot, Rasierapparat „Braun Sixtant“, 1962
Hans Gugelot, Rasierapparat „Braun Sixtant“, 1962

Variabilder:

Hans Gugelot in der HfG, 1962
Hans Gugelot in der HfG, 1962

Variabilder:

Hans Gugelot
 (sitzend) mit seiner Entwicklungsgruppe an der Hochschule für Gestaltung Ulm, 1960
Hans Gugelot (sitzend) mit seiner Entwicklungsgruppe an der Hochschule für Gestaltung Ulm, 1960









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