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Journal

Das Corona-Virus hat das kulturelle Leben lahmgelegt. Doch die Museen wollen weiterhin Kontakt mit ihrem Publikum halten. Jacqueline Rugo stellt mehre Angebote im digitalen Raum aus Wien vor

Kulturtipps für daheim



Tim Etchells, Being Free, 2020

Tim Etchells, Being Free, 2020

In Wien sind seit nunmehr fast 14 Tagen sämtliche Kultureinrichtungen geschlossen. Die präkere Lebensituation trifft alle. Kulturschaffende bangen um ihre Jobs, Ausstellungen und Festivals wurden abgesagt, Messen verschoben, Theater und Konzerthäuser haben zugesperrt. Was vor zwei Wochen noch undenkbar war, ist jetzt Status quo – ein Zustand, der angesichts täglich einflutender Informationen, Berichte und Prognosen eine globale Verunsicherung provoziert. Der Corona-Krise auch etwas Positives abzugewinnen, stellt derzeit selbst die Verfechter eines „mentalen Positivismus“ auf eine harte Probe.


Der Shutdown tangiert alle Bereiche des privaten und öffentlichen Lebens, fordert rigorose Maßnahmen und konfrontiert mit persönlichen und wirtschaftlichen Ängsten über eine ungewisse Zukunft. Dass die dramatischen Entwicklungen jedoch auch Initiativen hervorbringen und neue Formen der Vermittlung forcieren, zeigen zahlreiche Angebote, von denen hier eine kleine Auswahl vorgestellt und in den kommenden Wochen durch aktuelle Beiträge ergänzt werden soll.

Eine der letzten Eröffnungen fand noch am 8. März in der Kunsthalle Wien statt. Mit „... von Brot, Wein, Autos, Sicherheit und Frieden“ präsentierte das neue Leitungskollektiv WHW seine erste Ausstellung. Ivet Curlin, Nataša Ilic und Sabina Sabolovic haben Werke von rund drei Dutzend Künstlern versammelt, die sich auf verschiedene Arten mit dem Thema „Glück“ auseinandersetzen. Der Titel der Schau ist einem Text des libanesischen Schriftstellers Bilal Khbeiz entnommen, der mit dieser Aufzählung die Vorstellung eines guten Lebens zusammenfasste und gleichzeitig die Unterschiede zwischen dem Westen und dem Rest der Welt veranschaulichen wollte. „Was ist in den gut 20 Jahren, seit dieser Text veröffentlicht wurde, passiert und wie hat sich die Idee des Kapitalismus verändert?“, umriss Ilic die zentralen Fragen der Präsentation. „Von der Finanzkrise bis zum Klimawandel gab und gibt es einschneidende Ereignisse.“ Wie wahr!

Diejenigen, die noch die Chance hatten, die Ausstellung vor Ort zu sehen, verband angesichts der Vielgestaltigkeit der Objekte und des unübersichtlichen Parcours ein Gefühl der Orientierungslosigkeit. Dabei haben viele der Werke durchaus ihren Reiz. All denen, die den gesellschaftspolitischen Ansatz der Schau nun daheim vertiefen möchten, sei der umfangreiche Ausstellungsguide ans Herz gelegt, der auf der Homepage der Kunsthalle als kostenloser Download zur Verfügung steht. Videos, Podcasts und Beiträge von Künstlerinnen und Künstler ergänzen das digitale Angebot.

Besonders erwähnenswert ist diesem Zusammenhang das Projekt „pirate.care.syllabus“. „Pirate Care“ ist ein transnationales Forschungsprojekt und ein Netzwerk von Aktivist*innen, Wissenschaftler*innen und Praktiker*innen, die sich gegen die Kriminalisierung von Solidarität und für eine gemeinsame Infrastruktur der Fürsorge einsetzen. Derzeit ruft das Netzwerk zu einer Sammlung von Aufzeichnungen und Dokumenten auf, um die gesteigerte Dringlichkeit der kollektiven Organisation von Solidarität und Unterstützung dazulegen. Ausgangspunkt für eine erste Sammlung an Überlegungen, Protokollen und Aktionsvorschlägen sind die Erfahrungen inmitten des Ausbruchs der Covid-19-Krankheit, um aus den Schwierigkeiten, wie auch den Strategien der Versorgung inmitten der Coronavirus-Pandemie zu lernen. Die bisherige Sammlung behandelt derzeit Themen wie „Konvivialität ohne Nähe“, „Wie unterstützt man Menschen in häuslicher Isolation“, „Feministische Perspektiven“, „Kinder in Quarantäne“, „Technologie und Wissenschaft in Zeiten von Covid-19“, „Das Coronavirus und die Umweltkrise unseres Planeten“, „Gegenseitige Hilfe für diejenigen, die ihre Arbeit verloren haben“ und Dokumente über „Diejenigen, die nicht nach Hause gehen können“, wie Gefangene, Flüchtlinge und Obdachlose.

Zeit genug ist derzeit auch, um die umfangreiche Online-Sammlung des Kunsthistorischen Museums (KHM) zu durchstöbern. Die ausgezeichnete Website bietet die Möglichkeit, Kunstwerke nach Kategorien wie Objektarten, Provenienzen, Datierungen, Hersteller und Künstler zu filtern, um singuläre Werke kennenzulernen oder persönliche Kollektionen zu arrangieren, die zusammenbringen können, was sonst wahrscheinlich nie gemeinsam gezeigt würde. Künstler wie Ed Ruscha, Edmund de Waal und zuletzt Wes Anderson und Juman Malouf haben im KHM bereits bewiesen, wie verblüffend solche persönliche Kuriositätenkabinette sein können, die sich nicht allein an herkömmlichen musealen Präsentationsgesichtspunkten, sondern etwa an Farb- und Materialverwandtschaften oder äußerlichen Ähnlichkeiten orientieren. Für Menschen mit Muße und Entdeckergeist auf jedem Fall ein reizvolles Unterfangen. Für all diejenigen, die es vorziehen, thematisch vorgegebenen Schwerpunkten zu folgen, sei die schon seit längerem verfügbare Kunstvermittlungs-App des Museums empfohlen, die man sich von der Website direkt aufs Handy laden kann, um Touren zu „Liebe“ oder „Magie“ mitzumachen oder wissenschaftlichen Vorträgen beizuwohnen.

Auf unbestimmte Zeit verschoben wurde auch die Eröffnung des neuen zusätzlichen Standorts der Albertina. Die „Albertina Modern“ sollte nach dreijähriger Restaurierungsphase des Künstlerhauses just an dem Tag, an dem die allgemeine Schließungswelle begann, ihre Pforten öffnen. Direktor Klaus Albrecht Schröder prognostiziert den neuen Eröffnungstermin aktuell nicht vor Mitte Mai. Bis dahin bietet die Homepage einen Vorgeschmack auf den Schwerpunkt der zukünftigen Präsentation, in der Hauptwerke der Sammlung Essl und als jüngste Erweiterung die Sammlung Jablonka gemeinsam mit bisherigen Beständen gezeigt werden.

Eine virtuelle Gratis-Tour durch das Stammhaus Albertina und durch das Belvedere bietet außerdem eine neue App: „Artivive“ ist bekannt dafür, Kunstwerke mittels Augmented Reality um Zusatzinformationen zu ergänzen. So soll es bei den Touren auch „verborgene Geheimnisse“ zu entdecken geben und Insider-Infos aus den Restaurierungsabteilungen. Zahlreiche Exponate wurden von den beiden Häusern online gestellt, die mittels der neuen Technologie auf unterhaltsame Weise erlebbar sind, an der nicht nur jüngere Besucher Gefallen finden werden. Das Belvedere bietet außerdem Kurzführungen via Instagram, Youtube und Facebook an. Aktuell werden einzelne Kunstwerke aus der Schausammlung im Oberen Belvedere präsentiert. Täglich um 15 Uhr wird ein Kunstwerk vorgestellt.

Einen interessanten Online-Beitrag hält das Wien Museum parat: Wer sich darüber informieren möchte, wie frühneuzeitliches Krisenmanagement, insbesondere im Zusammenhang mit den großen Pestepidemien, seit dem Spätmittelalter funktionierte und auf welche Weise es eine entscheidende Rolle bei der Herausbildung der modernen Staatsmacht spielte, dem sei ein Interview mit dem Kurator Werner Michael Schwarz empfohlen. Er stellt bedenkenswerte Thesen aus Michel Foucaults vor mittlerweile 45 Jahren erschienener Publikation „Überwachen und Strafen“ vor.

Kunsthalle Wien
www.kunsthallewien.at
www.kunsthallewien.at/101/wp-content/uploads/2020/01/Booklet_Of-Bread-DT.pdf www.kunsthallewien.at/pirate-care-flatten-the-curve-grow-the-care/

Kunsthistorisches Museum Wien
www.khm.at
www.khm.at/erfahren/kunstvermittlung/app-khm-stories

Albertina und Albertina Modern
www.artivive.com/albertina-de

Belvedere
www.belvedere.at/digital
www.belvedere.at/digital#AugmentedReality-7284
www.belvedere.at/digital#DigitaleFhrung-4418

Wien Museum
magazin.wienmuseum.at/pest-und-krisenmanagement-im-vormodernen-wien

Kontakt:

Kunsthalle Wien

Museumsplatz 1

AT-1070 Wien

Telefon:+43 (01) 521 891 201

Telefax:+43 (01) 521 891 217

E-Mail: office@kunsthallewien.at



25.03.2020

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Jacqueline Rugo

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