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Trauer um Drago Julius Prelog

Drago Julius Prelog ist tot

Der österreichische Maler Drago Julius Prelog ist am vergangenen Mittwoch im Alter von 80 Jahren in Wien verstorben. Zur Welt kam er 1939 als Karl Julius Prelog in der slowenischen Stadt Celje und wuchs in der Obersteiermark auf. Nach seinem Abschluss an der Kunstgewerbeschule in Graz nahm er 1958 ein Studium an der Akademie der bildenden Künste in Wien bei Albert Paris Gütersloh auf und legte sich in diesem Jahr den Vornamen Drago zu, um auf seine südslawische Herkunft hinzuweisen. In seinem Schaffen setzte sich der Maler auf unterschiedliche Art mit Linien, Strichen und Schriftzeichen auseinander. „Schrift ist mein Thema, meine Obsession. Ich kreise immer wieder um dieses Sujet, wandle es ab und finde immer wieder neue Formen“, äußerte sich Prelog zu seinem Werk.

Von Wols und Arnulf Rainer inspiriert, entwickelte er in seinem frühen Œuvre abstrakte Zentralformationen, die sich aus überschneidenden Linien in einem oft wirren Spiel zusammensetzen. In den 1960er Jahren füllte Prelog die Leinwand dann mit in Zeilen gesetzten Strichen und abstrahierten Schriftzeichen. Diese skripturalen Werke waren in jenen Jahren weitgehend singulär in Österreich. Von diesem geordneten Liniengeflecht ausgehend, begann Prelog seine Bilder zu „öffnen“ und die malerische Ordnung zu stören. Daraus bildeten sich Anfang der 1970er Jahre gegenständliche „Bomben- und Explosionsbilder“, in denen er die in der skripturalen Phase vorherrschenden Schriftzeichen immer stärker zurückdrängte. Erste topografische und landschaftlich-architektonische Arbeiten folgten. In seinen Landkarten- und Bergbilder, aber auch den „Stephanstürmen“, abgeleitet vom Motiv des Wiener Stephansdoms, verarbeitete Prelog zeichnerische und malerische Komponenten.

Von kreativen Krisen geplagt, sorgten die „Umlaufbilder“ ab 1977 für neuen künstlerischen Auftrieb. Drago Julius Prelog legte dafür die Leinwand auf einen kleinen Tisch und näherte sich ihr von allen vier Seiten. Dabei setzte er, oft auch mit mehreren Stiften in der Hand, Linien auf den Malgrund und umlief die Leinwand, so dass ein dichtes Liniengefüge in Rechteck- oder Kreisform entstand. Manfred Lang, Prelogs langjähriger Galerist, erinnert sich: „Und dann – einem Ritual gleich – begann er auf einmal seine Leinwände zu umkreisen. Die Umlaufbilder waren geboren. Und mit ihnen auch unsere internationalen Erfolge. Die ersten Schillinge trudelten ein.“

Ab 1986 entwickelte der Künstler dann die „Prelografie“. In diesen „Haut- und Schuppenbildern“ setzte Drago Julius Prelog mit Hilfe von Schablonen im Irisdruck farblich verlaufende Strukturen auf Bilder und druckgrafische Arbeiten, die an Schlangenhäute erinnern. In den späteren Werkphasen verwendete Prelog immer wieder einzelne Elemente zurückliegender Schaffensperioden und kombinierte diese zu neuen Bildern.

Seine Kunst präsentierte Prelog in vielen hundert Ausstellungen im In- und Ausland. Ein Höhepunkt war 1968 die Teilnahme an der Biennale in Venedig. Im darauffolgenden Jahr übernahm er einen Lehrbeauftrag für Malerei an der Akademie der bildenden Künste Wien, ab 1974 bis 1997 einen Lehrauftrag für Schrift und Schriftgestaltung. 1969 erhielt Prelog den Preis der Neuen Galerie Graz. 1979 folgte der Anton-Faistauer-Preis und 1994 der Würdigungspreis des Landes Steiermark für bildende Kunst. Das Land Salzburg und die Steiermark verliehen Prelog zu Beginn der 2000er Jahre zudem ihre Ehrenzeichen.


18.03.2020

Quelle: Kunstmarkt.com/Maximilian Nalbach

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