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Genesis P-Orridge gestorben

Genesis P-Orridge

Genesis P-Orridge ist tot. Der Performancekünstler und Musiker mit multipler Geschlechtsidentität erlag am vergangenen Samstag in New York einer Leukämieerkrankung im Alter von 70 Jahren. 1950 kam er als Neil Andrew Megson in Manchester zur Welt. Schon Mitte der 1960er Jahre wuchs er in sein Alter Ego „Genesis P-Orridge“ hinein und stilisierte sich damit kontinuierlich zum menschlichen Kunstobjekt. Er trat vor allem mit den Industrial-Bands „Throbbing Gristle“ und „Psychic TV“ sowie dem Künstlerkollektiv „Coum Transmissions“ hervor, die er mitbegründete. Durch das Projekt „Creating the Pandrogyne“ wurde er bekannt. Dabei unterzogen sich P-Orridge und seine zweite Frau sowie künstlerische Partnerin Jacqueline Breyer, alias Lady Jaye, mehreren kosmetischen Operationen, um ihre Körper einander anzugleichen. P-Orridge verstand sich dabei als „drittes Geschlecht“ und bevorzugte eine Anrede mit geschlechtsneutralen Pronomen wie s/he oder they. Künstlerisch widmete s/he sich Themen der Pornografie, Gewalt, des Todes, Paganismus, Esoterik, der Abnormität und der Auseinandersetzung mit Tabus.

Genesis P-Orridge nutzte früh seinen Körper für den Kampf gegen binäre Geschlechtsidentitäten und verstand das Verwandeln der eigenen Geschlechtsmerkmale als Kunst. Während seiner einjährigen Studienzeit an der University of Hull war P-Orridge Teil der Gruppe Coum Transmissions. Beeinflusst vom Fluxus gestaltete sie provokante und schockierend-verstörende Performances mit Blut, Sperma und Erbrochenem. 1969 brach Genesis P-Orridge sein Studium ab und zog nach London in die Kommune „Transmedia Exploration“. Mit der Unterstützung eines Stipendiums des British Council reiste Coum im September 1974 nach Rottweil. Die schwäbische Kommune hatte die Künstler zum Stadtfest eingeladen, das Kollektiv präsentierte dort zwei Performances sowie Kunstaktionen. Hierfür erhielten sie Lob von der Op-Art-Malerin Bridget Riley und dem Experimentaldichter Ernst Jandl, die ebenfalls anwesend waren.

1976 hatte die Coum-Ausstellung „Prostitution“ im renommierten Londoner Institute for Contemporary Art ein politisches Naschspiel und löste eine Debatte über die Verteilung von Kulturgeldern im britischen Unterhaus aus. Die Exponate bestanden aus Performance-Elementen wie Maden, rostigen Nadeln, Eingeweiden, Fäkalien, Dildos und blutige Tampons. Das Wachpersonal wurde durch Transvestiten ersetzt, alle an der Ausstellung beteiligten Personen als Zeichen für die Normalisierung von Sexarbeit als käuflich deklariert, und die Eröffnung endete in einem von Drogen geschwängerten, kollektiven Besäufnis. Abgeordnete des britischen Parlamentes nannten Coum Transmissions „Wreckers of Civilization“, Zerstörer der Zivilisation.

Gensis P-Orridge widmete sich dann wieder verstärkt der Musik und tourte unter anderem durch die USA. 1981 gründete er die Band Psychic TV. Ihr Debut gaben sie 1982 während der von P-Orridge, David Dawson und Roger Ely organisierten Veranstaltung „The Final Academy“, eines vier Tage dauernden Multimedia-Ereignisses in Manchester und London. Es brachte Künstler und die Besucher mit Literatur, Performances, Film und Musik in orgiastischer Ektase zusammen. Von 1993 bis 2009 unternahmen P-Orridge und Lady Jaye das Pandrogyne-Projekt. Die verwirrende Geschlechteridentität hielten sie spielerisch und lustvoll auf Fotografien fest. Nach dem Tod seiner Frau 2007 sprach Gensis P-Orridge über sich selbst als „We“, um seine Zugehörigkeit zur der durch den Tod geteilten Zweiheit zu verdeutlichen. Im Oktober 2017 wurde bei P-Orridge Leukämie diagnostiziert.

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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