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Yona Friedman gestorben

Yona Friedman bei der Übergabe des Friedrich Kiesler-Preises 2018

Der Architekt und Stadtplaner Yona Friedman ist tot. Der gebürtige Ungar starb am vergangen Freitag mit 96 Jahren in Paris, wo er seit 1957 lebte. In den Jahrzehnten nach dem Zweien Weltkrieg gehörte er zu den einflussreichsten Vordenkern in der Baukunst und war für seine Theorie der mobilen Architektur und sein räumliches Stadtprojekt angesehen. Yona Friedman kam am 5. Juni 1923 in einer jüdischen Familie in Budapest zur Welt und begann dort seine Ausbildung an der technischen Hochschule. Während seines Studiums musste er nach Israel flüchten und beendete es in Haifa. Sein Konzept einer mobilen Architektur stellte er 1956 auf dem „Congrès Internationaux d’Architecture Moderne“ in Dubrovnik vor und damit die gängigen Schemata im Bauwesen und Stadtplanung in Frage. Im Folgejahr veröffentlichte er das Manifest „L’Architecture Mobile“, für das er bekannt wurde.

Nur wenige Bauten hat der stets freundliche, humorvolle und liebenswürdige Optimist in seinem langen Leben realisiert. Es waren vielmehr seine Gedankengebäude, die ihm weltweite Anerkennung einbrachten und die er als Lehrer vor allem an amerikanischen Universitäten und als Berater der UN und UNESCO weitergab. Friedmans Schaffen umfasst daher vor allem städteplanerische Modelle, Entwurfszeichnungen, Collagen, Objekte, theoretische Texte und Filme. Seine Ideen publizierte er in über 500 Artikeln und mehreren Büchern. Dabei plädierte es für das Improvisierte und ständig Wandelbare in der Architektur, das sich unterschiedlichen Gegebenheiten anpassen sollte. Die Bewohner der Zukunft sollten ihre Lebensumwelt selbst flexibel gestalten können. Für Friedman war damit die Zeit der singulären monolithischen Einzelbauten vorbei, ihm ging es vielmehr um Strukturmodelle und Denkmuster.

Dabei nahm er auch soziale Perspektiven in den Blick, widmete sich visionär schon früh ökologischen Aspekten des Bauens, sprach sich gegen eine Zergliederung des urbanen Raumes aus und wollte die zukünftigen Bewohner an den Planungen beteiligen. Dafür entwickelte er seine „Ville spatiale“, eine mobile Stadt über der Stadt, die von oben und unten versorgt wird. So hieß es 2018 in der Begründung zur Vergabe des Wiener Kiesler-Preis an Friedman: „Zeit seines Lebens ist Yona Friedman ein Agent in der Suche nach neuen Lösungen des menschlichen Zusammenlebens im urbanen Raum. Unermüdlich ersinnt er neue Utopien, die es einer Gesellschaft mit mehr Freizeit und weniger Raum ermöglichen, zur Verbesserung ihrer Lebensumstände beizutragen.“

Mit seinen Ideen, Modellen, Zeichnungen und Plänen war Yona Friedman auf mehrere Kunstbiennalen zugegen, etwa in Shanghai und Venedig. 2002 wurde er zur Documenta 11 nach Kassel eingeladen. Seine „Space Chains“, ein System aus ineinandergefügten Metallringen, das Friedmans modulare, hierarchielose, veränderbare Gemeinschaftskonstruktion symbolisiert, präsentierte er 2015 bei der Beaufort Triennale an der belgischen Küste oder 2016 in der Londoner Serpentine Gallery. Bis zum vergangenen Jahr empfing Friedman noch Studenten aus aller Welt in seiner Pariser Wohnung, die ausgefüllt mit Artefakten und Plänen einer Wunderkammer glich, und diskutierte und improvisierte mit ihnen über Architektur und das Leben.

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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Yona Friedman bei der Übergabe des Friedrich Kiesler-Preises 2018
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