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Michael Sandles Pazifismus in Wuppertal

in der Ausstellung „Michael Sandle – Skulpturen“

Die Tony Cragg Foundation präsentiert aktuell in ihrem Wuppertaler Skulpturenpark Waldfrieden großformatige Arbeiten sowie Modelle von Michael Sandle. Der 1936 in Südwestengland geborene Bildhauer erforscht in seinen Werken die Themen der Gewalt, der bewaffneten Konflikte, der Sterblichkeit und des Gedenkens. Der überzeugte Pazifist verdeutlicht die Geschichten und Ideologien von Kriegen. Ferner setzt Sandle sich damit auseinander, wie sich die Formen und Erzählweisen der Skulptur zu den Geschichten und Ideologien solcher Konflikte verhalten können. Dazu äußerte sich der Künstler: „Ein Denkmal ist eine Scheinerinnerung. Es geht um die Frage, woran erinnert wird und was eine Gesellschaft für denkwürdig hält.“ Die Schau möchte einen Überblick zum Schaffen Sandles über mehr als drei Jahrzehnte geben und hat einige seiner bedeutenden Werke versammelt, etwa „Caput Mortuum: A Commentary“ von 1983, „Queen of the Night“ von 1999 und „Iraq – The Sound of your Silence“ von 2009. Hinzu kommen mehrere kleine Modelle und Maquetten, die als Entwürfe für Skulpturen im öffentlichen Raum entstanden, darunter „The Suicide or He took the ,A‘ Train“ von 1995/99 und „Maquette for Animals in War Memorial“ von 1999.

Michael Sandle, der sich für zwei Jahre bei der Royal Artillery verpflichtet hatte, absolvierte seine künstlerische Ausbildung in den 1950er Jahren zunächst an der Douglas School of Art and Technology auf der Isle of Man, danach an der Slade School of Fine Art in London. In vielen seiner realistischen Arbeiten nutzt er maskierte und verhüllte Gestalten, so auch in der 2015 geschaffenen Bronze „As Ye Sow So Shall Ye Reap: An Allegory“. Hier übernahm er die Gesichtszüge von Jesus aus William Holman Hunts Ölblid „The Light of the World“ von 1851/53 und setzte ihm einen modernen Fliegerhelm auf. Der traurig blickende Erlöser hält in der einen Hand eine Art Miene mit austretenden Lichtstrahlen, in der anderen hängen kleine schreiende Köpfe. Sie stehen für die Zivilisten und Kinder, die ihr Leben im Kreuzfeuer der Kriegsmächte verlieren. Die Symbolkraft bekannter und anonymer menschlicher Körper fasziniert Sandle, die ebenso individuelle wie auch gemeinsame universelle Erfahrungen angesichts von kriegerischen Auseinandersetzungen vermitteln können.

Michael Sandle lebte seit den 1970er Jahren vorwiegend in Deutschland und lehrte Bildhauerei von 1973 bis 1980 an der Fachhochschule für Gestaltung in Pforzheim und von 1980 bis 1999 an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe. 1990 wurde er Mitglied der Royal Academy und 1994 zum Fellow of the Royal Society of British Sculptors. Sandle stellt weltweit aus, etwa in der Tate Britain und der Whitechapel Art Gallery in London, im Württembergischen Kunstverein in Stuttgart, bei der 5. Biennale in Paris, der Documenta 4 in Kassel oder bei der Biennale in São Paulo. Seine Werke befinden sich in den Sammlungen des Metropolitan Museum of Art in New York, der National Gallery of Australia in Canberra oder dem Hakone Open-Air Museum in Japan. Zu seinen Arbeiten im öffentlichen Raum gehören „St George and the Dragon“ in London, „The Malta Siege Memorial“ in Valletta oder „Woman for Heidelberg“ in Heidelberg.

Die Ausstellung „Michael Sandle – Skulpturen“ ist bis zum 1. Juni zu sehen. Der Skulpturenpark Waldfrieden hat freitags bis sonntags von 11 bis 17 Uhr, ab April dienstags bis sonntags von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 12 Euro, ermäßigt 9 Euro.

Skulpturenpark Waldfrieden
Hirschstraße 12
D-42285 Wuppertal

Telefon: +49 (0)202 – 47 89 81 20
Telefax: +49 (0)202 – 47 89 81 220


11.02.2020

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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Veranstaltung vom:


08.02.2020, Michael Sandle - Skulpturen

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Skulptur

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Zeitgenössische Kunst

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in der Ausstellung „Michael Sandle – Skulpturen“
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Künstler:

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