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Neues von Gerhard Richter in Dresden

in der Ausstellung „Gerhard Richter. Neue Zeichnungen 2017 bis 2020“

Das Gerhard Richter Archiv präsentiert in einer Kabinettschau im Dresdner Albertinum erstmals rund 70 Zeichnungen von Gerhard Richter, die nach einer längeren Schaffenspause in den vergangenen drei Jahren entstanden sind. Die kleinformatigen abstrakten Kompositionen sind mit Tagesdaten zwischen dem 5.11.2017 und dem 15.5.2019 betitelt, die zwar nicht den exakten Entstehungstagen entsprechen, sie aber in mehrere Werkblöcke gliedern. Dass die neuen Arbeiten in Sonderformate zugeschnitten sind, unterscheidet sie von früheren abstrakten Grafitzeichnung Richters, für die er standardisierte DIN-Formate verwendet hat. Die markanteste Neuerung ist jedoch der Einsatz von Farbstiften und Fettkreiden, die den jeweiligen Kunstwerken eine zusätzliche Dimension verleihen.

Zeichnungen begleiten das malerische Werk von Gerhard Richter bereits seit 1964. Trotzdem stand Richter selbst der künstlerischen Gattung der Handzeichnung immer kritisch gegenüber. Ebenso wie er die traditionellen druckgrafischen Techniken der Radierung oder der Lithografie stets vermieden hat, empfindet er diese als zu sehr von einer kunsthandwerklichen Geschicklichkeit und Ästhetik geprägt. In seinen Arbeiten auf Papier hat er wieder und wieder gegen solch traditionelle Qualitäten des Mediums angearbeitet. So entstanden seine ersten Aquarelle von 1977/78 auf dünnem, liniertem Schreibpapier, das sich unter dem Auftrag der Wasserfarben auffällig wellte, was von Experten als ein grober technischer Mangel angesehen wird.

Während der 1932 in Dresden geborene Künstler bei seinen „Abstrakten Bildern“ durch die Verwendung des Rakels dem Zufall großen Raum im Entstehungsprozess der Gemälde zugesteht und das endgültige Werk in einem wechselhaften Prozess von „trial and error“ entstehen lässt, bleibt diese Eigengesetzlichkeit des Zufalls bei der Arbeit an den kleinformatigen Zeichnungen ausgeschlossen. Die Blätter erfordern dadurch eine gesteigerte Konzentration. Jeder Strich muss hier überlegt ausgeführt, jede Form bewusst gesetzt, keine Gestaltung oder Komposition ausgedacht erscheinen, um im Ergebnis, wie Richter es 1986 für seine Malerei formulierte, trotzdem alles zu erhalten: Idee, Form, Gestaltung und Komposition.

Die Ausstellung „Gerhard Richter. Neue Zeichnungen 2017 bis 2020“ ist bis zum 3. Mai zu sehen. Das Albertinum hat täglich außer montags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 12 Euro, ermäßigt 9 Euro. Für Kinder und Jugendliche unter 17 Jahren ist er kostenlos. In der Ausstellung liegt ein Booklet in deutscher und englischer Sprache aus.

Albertinum
Tzschirnerplatz 2
D-01067 Dresden

Telefon: +49 (0)351 – 49 14 2000
Telefax: +49 (0)351 – 49 14 2001


10.02.2020

Quelle: Kunstmarkt.com/Maria Schabel

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08.02.2020, Gerhard Richter. Neue Zeichnungen 2017 bis 2020

Bei:


Staatliche Kunstsammlungen Dresden

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Zeitgenössische Kunst

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