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Beverly Pepper gestorben

Beverly Pepper, Longo Monolith, 2006

Die Bildhauerin Beverly Pepper ist tot. Die gebürtige US-Amerikanerin starb am Mittwoch in ihrer italienischen Wahlheimat Todi mit 97 Jahren. Bekannt ist Pepper für ihre kolossalen, abstrakten, meist geometrischen Skulpturen aus Cortenstahl mit brauner Patina, die in vielen Ländern der Erde auf öffentlichen Plätzen stehen. Sie arbeite aber auch mit rostfreiem Stahl, Bronze, Stein oder Gusseisen. Zudem trat sie mit großen Landart-Projekten hervor. So gestaltete Pepper von 1987 bis 1992 den Park „Sol I Ombra“ in Barcelona mit Landspiralen und -erhebungen, Keramikwänden, Stahlsäulen und Ruhebänken. Schlaufen, die sich energisch in die Höhe schwingen, gestapelte Recht- und Dreiecke, aufgebrochene Kreise oder monolithische Säulengebilde waren ihre bevorzugten Formen. Für das Seminarhotel Bocken in Horgen oberhalb des Zürichsees schuf Pepper 1994 die Arbeit „Palingenesis“, bette dafür eine 70 Meter lange gebogene Wand aus 81 gegossenen Eisenplatten in die Landschaft und stellte davor sieben mächtige Stelen auf. Ihr „Longo Monolith“, der 2009 bei der Skulpturenbiennale „Blickachsen“ im Kurpark von Bad Homburg zu sehen, ragte als gespaltenes Kreissegment vor den Grün der Natur in die Höhe.

Beverly Pepper, geboren am 20. Dezember 1922 als Tochter jüdisch-baltischer Immigranten in New York, studierte zunächst am dortigen Pratt Institute und am Brooklyn College. 1949 setzte sie ihre Ausbildung an der Académie de la Grande Chaumière in Paris unter anderem bei André Lhote und Fernand Léger fort. Zunächst war Pepper vorwiegend als Malerin tätig. Ein Besuch der Khmer-Tempel von Angkor Wat im Jahr 1960 gilt als Auslöser für ihre ausschließliche Beschäftigung mit der Bildhauerei. Schon Anfang der 1950er Jahre war sie mit ihrem Mann, dem Schriftsteller und Korrespondenten Curtis Bill Pepper, nach Italien gezogen. Zunächst lebten sie in Rom. 1962 nahm Pepper zusammen mit David Smith, Alexander Calder, Arnaldo Pomodoro, Lynn Chadwick und Pietro Consagra am „Festival dei Due Mondi“ in Spoleto teil und erlernte dafür in italienischen Stahlwerken die Verarbeitung des Materials.

„Alles auf der Welt verwandelt sich langsam in Eisen. Es ist überall, sogar in einer Träne“, äußerte sich Pepper in einem Interview mit dem Magazin „Sculpture“. „Ich bewundere den schieren Widerstand im Eisen, seine Sturheit, selbst wenn es langsam korrodiert und seine Patina ansetzt. Und es ist immer wieder fesselnd, in einem Material zu arbeiten, das von der buchstäblichen Eisenzeit bis zu den großen Epochen des industriellen Aufbruchs und darüber hinaus ein so entscheidender Bestandteil der menschlichen Kultur war“, sagte sie über das von ihr bevorzugte Material.

In den 1970er Jahren zog Beverly Pepper mit ihrer Familie in die umbrische Stadt Todi, wo sie ein Schloss aus dem 14. Jahrhundert kauften und restaurierten. Hier richtete sie sich ihr geräumiges Atelier für ihre großformatigen Plastiken ein. Auch wenn das Paar immer wieder in den USA weilte, war Todi ihr bevorzugter Aufenthaltsort. In der Stadt über dem Tibertal erarbeitete sich Pepper ihre Skulpturen, die sie dann etwa 1972 und 2011 auf die Biennale nach Venedig oder 1977 zur Documenta nach Kassel verfrachtete. Peppers Werke gehören heute vor allem zu Sammlungen amerikanischer Museen, etwa dem Metropolitan Museum und dem Whitney Museum of American Art in New York, dem Museum of Fine Arts in Boston, dem Hirshhorn Museum in Washington oder dem San Francisco Museum of Modern Art, aber auch zum Centre Pompidou in Paris, der Galleria Nazionale d’Arte Moderna in Rom oder dem Museum of Modern Art im japanischen Sapporo. Vor über zehn Jahren ernannte Todi Beverly Pepper zur Ehrenbürgerin. Aus dieser Verbundenheit heraus schenkte sie der Stadt 2019 sechzehn Skulpturen, für die innerhalb der mittelalterlichen Wälle der „Beverly Pepper Park“ eingerichtet wurde.


07.02.2020

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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Beverly Pepper, Longo Monolith, 2006
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Beverly Pepper








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