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München wiederholt sich

Claudia Starkloff, Im Hortus conclusus im November 2019

Die Deutsche Gesellschaft für christliche Kunst (DG) in München widmet sich in ihrer derzeitigen Ausstellung „Wieder und Wieder“ den Themen der Rituale, der Kontemplation und der Obsession. Kuratorin Benita Meißner untersucht sie anhand von künstlerischen Tätigkeiten, die in den Alltag der Ausübenden, häufig nach einem genau ausgeklügelten Stundenplan, fest integriert sind. Rituale machen aus der Welt einen verlässlichen Ort. Die Gegenwart ist jedoch vermehrt von deren Verlust geprägt. So wird etwa das gleichförmige, stundenlange Zählen in der Soundinstallation „8 Stunden zählen“ des 1972 in Krefeld geborenen Ignacio Uriarte zu einem Marathon. Uriartes Arbeiten sind im Alltäglichen und Beiläufigen verwurzelt, werden aber über die Wiederholung und Dekontextualisierung zu etwas Besonderem. Meißner präsentiert die künstlerischen Positionen der Schau in kleinen Raumskulpturen, die jeweils nur von ein bis zwei Besuchern betreten werden dürfen.

Für die Münchner Künstlerin Claudia Starkloff, Jahrgang 1987, wird im Garten Natur zur Kultur und die Pflanze zum Element eines bewussten Gestaltungswillens aufgrund eines menschlichen Bedürfnisses und einer geplanten Überlegung. Sie fertigt seit mittlerweile zwei Jahren nach alter klösterlicher Manier aus Golddraht feinste Blüten und Pflanzen. Diese wachsen täglich und verwandeln ihre Hülle, ein gläsernes Gewächshaus, in eine goldene Schmuckschatulle. Der Besucher ist eingeladen, Teil des Kreislaufs von Werden und Vergehen zu sein, und darf die kunstvollen Drahtgeflechte wieder auflösen.

Der 1964 in Bingen geborene Künstler Lars Koepsel schreibt Bücher eigenhändig und vollständig ab. Wie die Mönche in mittelalterlichen Skriptorien wählt er aus dem Fundus der Bücher jene aus, die von einem über den historischen Moment hinausweisenden Interesse sind. Durch das Übereinanderschreiben verschiedener Textebenen wird das abgeschriebene Buch zu einem Gebilde aus Ablagerungen, es wird zu seinem eigenen Palimpsest. Gleichzeitig vollzieht sich durch die Schichtung und Drehung der Übergang vom Text zum Bild. Für die Ausstellung hat Lars Koepsel „Die Göttliche Komödie“ von Dante Alighieri ausgewählt. Über einen Zeitraum von achtzehn Monaten hat Koepsel das Buch der Struktur der Erzählung folgend auf dreimal neun Blättern zu einer dreiteiligen Komposition zusammengefasst.

Die intensiven Erfahrungen längerer Aufenthalte in Japan haben den 1971 geborenen Stuttgarter Fotokünstler Peter Granser nachhaltig geprägt. Sie flossen in sein Projekt „Zwischen/Raum“, in dem Klang, Fotografie und Architektur zu einem neuen Ganzen verschmelzen. Den hölzernen Raum, der mit einem Tisch und Miniaturhockern ausgestattet ist, konzipierte er mit Industriedesignerin Friederike Daumiller. Öffnungen in der Außenhaut ermöglichen Ausblicke auf Fotografien, die in fremde Welten führen. Die schützende Hülle und eine Klangkomposition von Jan Jelinek verwandeln den Raum in einen Meditationsort, der zum Verweilen einlädt. An verschiedenen Tagen führt Peter Granser Teezeremonien durch, die den Raum in ein kleines japanisches Teehaus verwandeln werden.

Vier je nach Wochentag wechselnde Videoarbeiten verhandeln in der Münchner Schau ebenfalls das Thema des Rituals und der Kontemplation sowie ihrer Bedeutung für unser Leben. Thomas Thiede enthüllt die täglichen Einträge aus einem seiner Tagebücher. Während die Kamera die tägliche Zeichnung aufnimmt, liest er seinen Tageskommentar dazu vor. Das Künstlerduo Anne Pfeifer und Bernhard Kreutzer zeigt in „stairway“, wie beide immer wieder unterschiedliche Hindernisse etwa eine lange Freitreppe in Südkorea überwinden. Lin Wei-Lung trägt den Schlamm eines Flusses in Taiwan von der Mündung zurück zur Quelle, um ihn dort wieder im Wasser aufzulösen. Er schließt dadurch einen Kreislauf, der an Leben und Sterben erinnert. In einer katholischen Familie aufgewachsen, kennt Judith Albert nicht nur Sakralbilder, sondern auch Rituale wie die „Heilige Wandlung“, die sogenannte Transsubstantiation von Wein in Christi Blut, die sie bereits 2011 zu der gleichnamigen Videoarbeit inspiriert hat.

Die Ausstellung „Wieder und Wieder. Ritual, Kontemplation, Obsession“ läuft vom 17. Januar bis zum 21. März. Der Kunstraum der DG hat dienstags bis freitags von 12 bis 18 Uhr geöffnet. Am 25. Februar bleibt das Haus geschlossen.

Deutsche Gesellschaft für christliche Kunst e.V.
Finkenstraße 4
D-80333 München

Telefon: +49 (0)89 – 28 25 48
Telefax: +49 (0)89 – 28 86 45

Quelle: Kunstmarkt.com/Maria Schabel

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Veranstaltung vom:


16.01.2020, Wieder und Wieder. Ritual, Kontemplation, Obsession

Bei:


Deutsche Gesellschaft für christliche Kunst e.V.

Stilrichtung:


Zeitgenössische Kunst

Variabilder:

Lars Koepsel, La Commedia: II. Purgatorio, 2017-2019
Lars Koepsel, La Commedia: II. Purgatorio, 2017-2019

Variabilder:


Peter Granser, Wasserfall (6188), Schatten/Felder, Japan, 2013

Variabilder:

Claudia Starkloff, Im Hortus conclusus im November 2019
Claudia Starkloff, Im Hortus conclusus im November 2019

Variabilder:

Anne Pfeifer und Bernhard Kreutzer, Walking through
 Gwangju, 2019
Anne Pfeifer und Bernhard Kreutzer, Walking through Gwangju, 2019

Künstler:

Anne Pfeifer

Künstler:

Thomas Thiede








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