Die Kunst, online zu lesen.

Home


Magazin

News


Marktberichte


Ausstellungen


Journal


Portraits


Top Event


Netzkunst





Kunst kaufen
Werben

Translation EnglishFrench

Auktionsanzeige

Am 07.12.2020 Auktion 1161: Photographie. Rom in frühen Photographien - Sammlung Orsola und Filippo Maggia

© Kunsthaus Lempertz

Anzeige

Sauwetter am Stachus mit Nornenbrunnen im winterlichen München / Otto Pippel

Sauwetter am Stachus mit Nornenbrunnen im winterlichen München / Otto Pippel
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


Anzeige

ohne Titel / Günther Uecker

ohne Titel / Günther Uecker
© Galerie Luther


Anzeige

Amazone, nach 1906 / Franz von  Stuck

Amazone, nach 1906 / Franz von Stuck
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


Anzeige

Knieende(r), 1907/1908 / Ernst Barlach

Knieende(r), 1907/1908 / Ernst Barlach
© Galerie Neher - Essen


Newsmailer Eintrag

Bestellen Sie bitte hier:


Suchen mit Google

Google
WWW
kunstmarkt.com

Oswald Oberhuber gestorben

Oswald Oberhuber ist tot

Der Künstler Oswald Oberhuber ist in der vergangenen Nacht im Alter von 88 Jahren verstorben. Österreichs Öffentlichkeit zeigt sich bestürzt über die am frühen Freitagmorgen von der Familie bekanntgegebene Nachricht. Bundespräsident Alexander Van der Bellen äußerte seine Anteilnahme: „Oswald Oberhuber, ein großer Künstler, ein kritischer Geist, ein bewunderter Lehrer hat uns für immer verlassen. Wie nur Wenige hat er das Kunstleben unseres Landes nach 1945 geprägt und bei internationalen Ausstellungen vertreten. Sein hohes Ansehen und sein großes künstlerisches Können haben Oswald Oberhuber zu einer zentralen Persönlichkeit im intellektuellen Leben Österreichs werden lassen. Österreich verliert mit Oswald Oberhuber einen außergewöhnlichen und wertvollen Künstler und Menschen.“

Eva Blimlinger von den Grünen, Vorsitzende des Kulturausschusses im Nationalrat und ehemalige Mitarbeiterin von Oswald Oberhuber an der damaligen Hochschule für angewandte Kunst, würdigte ihren einstigen Chef: „Oberhuber zählt zu jenen Persönlichkeiten, die das Kunst- und Kulturgeschehen in Österreich in vielfältigster Weise nachhaltig geprägt haben. Sein verschmitztes Lachen, seine Großzügigkeit, sein Kunstverständnis werden schmerzlich fehlen. Er hat es wie kein Zweiter verstanden, Neues aufzugreifen, sei es als Leiter der Galerie Nächst St. Stephan oder als Professor und langjähriger Rektor der Hochschule für angewandte Kunst. Es gelang ihm, die Angewandte international zu positionieren und vor allem die Studierenden, wo es ging, zu unterstützen. Er war es, der Persönlichkeiten wie Joseph Beuys oder Bazon Brock nach Wien geholt und den internationalen Diskurs gefördert hat.“

Oswald Oberhuber wurde am 1. Februar 1931 in Meran geboren. 1940 siedelte die Familie nach Tirol um. Im dortigen Innsbruck besuchte der junge Mann von 1945 bis 1949 die Abteilung Bildhauerei der Gewerbeschule. Seine weitere künstlerische Ausbildung erhielt er im Anschluss an der Meisterschule für Bildhauerei bei Fritz Wotruba in Wien und an der Staatlichen Akademie in Stuttgart bei Willi Baumeister. Stilistisch lässt sich das Œuvre dieses Künstlers kaum greifen, ebenso wenig im Hinblick auf klassische Gattungen. Er arbeitete als Maler, Zeichner, Bildhauer, Entwerfer und schuf Materialbilder, Collagen, Möbel, Stoffe, Objekte und Assemblagen aus Alltagsmaterialien. 1956 vertrat er in seinem Manifest „Permanente Veränderung in der Kunst“ eine vehemente Ablehnung jeglicher Stilbildung und stellte den Autorenbegriff des Künstlers infrage.

Gemeinsam mit Hans Hollein bespielte Oswald Oberhuber 1972 den österreichischen Pavillon auf der Biennale in Venedig. Weiterhin war er mit seinen Werken auf den Documenta-Schauen 1977 und 1982 präsent. Als Galerist und künstlerischer Berater bemühte er sich in den 1960er und 1970er Jahren in der von Otto Mauer begründeten Galerie nächst St. Stephan um Künstler wie Lajos Kassák, Jim Dine, Gerhard Richter, A.R. Penck, Friedrich Kiesler, Franz West und Vito Acconci. Seit 1973 war Oswald Oberhuber außerdem als Professor an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien tätig. Gleich zwei Mal wurde er zu deren Rektor ernannt, von 1979 bis 1987 und von 1991 bis 1995, wobei er sich mit umfassenden Reformen, der Einrichtung der Dependance Heiligenkreuzerhof sowie bemerkenswerten Ausstellungen verdient machte.

Bereits zu Lebzeiten erfuhr das Multitalent zahlreiche Würdigungen. Schon 1978 erhielt er den Preis der Stadt Wien für Bildende Kunst. 1990 sprach Tirol ihm den Landespreis für Kunst zu. Der Staat Österreich zeichnete ihn 2004 mit dem Österreichischen Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst 1. Klasse aus, 2016 wurde diese Ehre mit der Verleihung des Österreichischen Ehrenzeichens für Wissenschaft und Kunst unterstrichen. Seit dem Jahr 2004 war Oberhuber Ehrensenator der Stuttgarter Akademie. Seit seinem 75. Geburtstag wird sein künstlerisches Werk vermehrt in Retrospektiven als wichtiger Bestandteil der österreichischen Kunstgeschichte verankert, so beispielsweise 2006 in der Wiener Secession oder zuletzt 2016 mit einer 300 Exponate umfassenden Werkschau im 21er Haus in Wien.

Quelle: Kunstmarkt.com/Maria Schabel

Zurück

Drucken

zurück zur Übersicht


Empfehlen Sie den Artikel weiter:
an




Weitere Inhalte:

Stilrichtung:


Zeitgenössische Kunst

Stilrichtung:


Nachkriegskunst

Bericht:


Der ewige Prozess der künstlerischen Neugeburt

Variabilder:

Oswald
 Oberhuber ist tot
Oswald Oberhuber ist tot

Variabilder:

Oswald Oberhuber (r.) mit dem damaligen Kunst- und
 Kulturminister Josef Ostermayer bei der Eröffnung seiner Ausstellung im 21er Haus
Oswald Oberhuber (r.) mit dem damaligen Kunst- und Kulturminister Josef Ostermayer bei der Eröffnung seiner Ausstellung im 21er Haus

Variabilder:

Oswald Oberhuber bei der Eröffnung seiner Ausstellung im 21er
 Haus
Oswald Oberhuber bei der Eröffnung seiner Ausstellung im 21er Haus

Künstler:

Oswald Oberhuber








News von heute

Europas Minister wollen Kultur und Medien stärken

Europas Minister wollen Kultur und Medien stärken

Irina Antonowa gestorben

Irina Antonowa gestorben

News vom 01.12.2020

Ulrich Domröse verabschiedet sich aus der Berlinischen Galerie

Ulrich Domröse verabschiedet sich aus der Berlinischen Galerie

Drachen im Textilmuseum

Drachen im Textilmuseum

Gerd Schmidt Vanhove gestorben

Gerd Schmidt Vanhove gestorben

News vom 30.11.2020

Bradley Davies’ Hochstapelei in Köln

Bradley Davies’ Hochstapelei in Köln

Aus für Photokina

Aus für Photokina

Preis für Kunstkritik geht an Pia Draskovits

 zur Monatsübersicht



Anzeigen

Marktspiegel

News

Villa Grisebach Auktionen GmbH - Georg Tappert, Geisha-Revue, 1911/13

Von Beuys bis Liebermann – Museal: „Ausgewählte Werke“ bei Grisebach
Villa Grisebach Auktionen GmbH

Kunsthaus Lempertz - Wappenteller aus der Sammlung Dreßen

Die Sammlung Renate und Tono Dreßen – Königliches Meißen-Porzellan
Kunsthaus Lempertz

Kunsthaus Lempertz - Cosimo Castrucci zugeschrieben, Commessoplatte, um 1600

Fulminanter Erfolg für eine Commessoplatte
Kunsthaus Lempertz

Ketterer Kunst Auktionen - PIN - Das ganze Leben ist eine Kunst

PIN.-Benefizauktion 2020 bricht alle Rekorde: Knapp 3 Millionen für die Museen, KünstlerInnen und Galerien
Ketterer Kunst Auktionen

Ketterer Kunst Auktionen - Pierre-Auguste Renoir, Portrait de femme. Pastell, um 1885. 48,8 x 41 cm. € 90.000-120.000

Ketterer Kunst-Herbstauktion mit Kunst des 19. Jahrhunderts - Renoir und die Schönheit
Ketterer Kunst Auktionen

Ketterer Kunst Auktionen - Emil Schumacher, Kinabalu. Öl auf Holz, 1990. 170 x 125 cm

Ausstellung: Aus der Sammlung Hildegard und Ferdinand Kosfeld – Emil Schumacher
Ketterer Kunst Auktionen

Van Ham Kunstauktionen - Ladislaus von Czachorski, Träumendes Mädchen, 1896

Von Van Ham ins Schlossmuseum
Van Ham Kunstauktionen





Copyright © '99-'2020
Kunstmarkt Media
Alle Rechte vorbehalten


Impressum





Zum Seitenanfang Magazin

 Amazon export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce  Amazon ebay rakuten yatego meinpaket export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce