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Azteken sind in Stuttgart angekommen

Federschild mit Mäander und Sonne, Mexiko, aztekisch, um 1520

Vor 500 Jahren, im Frühjahr 1519, landete der Spanier Hernán Cortés mit seinen Truppen im Golf von Mexiko. Dessen Eroberungszüge mündeten schon drei Jahre später in den Untergang des größten indigenen Imperiums in Mittelamerika. Trotz immer noch lückenhaften Wissens über die aztekische Kultur konnten in den letzten Jahren viele neue Erkenntnisse gewonnen werden. Drei einzigartige Artefakte, zwei von weltweit vier erhaltenen Federschilden und eine Grünsteinfigur, befinden sich in Stuttgarter Sammlungen und bilden nun den Ausgangspunkt der großen Schau „Azteken“ im Linden-Museum.

Der Begriff Azteken geht auf die Erfindung europäischer Wissenschaftler im 18. und 19. Jahrhundert zurück und leitet sich vom mythischen Ursprungsort Aztlán ab. Die Azteken selber nannten sich „Mexica“, ein Begriff, aus dem der Name der heutigen Republik Mexiko hervorgegangen ist. 142 Exponate führen nun die ab dem 13. Jahrhundert im Tal von Mexiko entwickelte Hochkultur vor Augen. Das hier etablierte aztekische Reich bestand aus einem Bündnis der drei Stadtstaaten Tenochtitlan, einer Inselstadt im Gewässer von Texcoco, Tlatelolco und Tlacopan. In diesem multiethnischen Imperium mit vielen Sprachen und Kulturen zollten alle Völker ihrem König Tribut. Grob gegliedert wurde die Gesellschaft in zwei Klassen, den in Palästen lebenden Adeligen und den in Lehmziegelhäusern wohnenden einfachen Bürgern. Zahlreiche Gebrauchs- und Ritualgegenstände, Grabbeigaben, Schmuck, Bauzier oder Codices vermitteln diese hoch entwickelte Zivilisation.

Glanzpunkte der Schau sind zwei vor 1521 von hochspezialisierten Handwerkern geschaffene Federschilde. Die bedeutenden Zeugnisse aztekischer Künste bestehen aus farbkräftigen Federn einheimischer Vogelarten. In Streifen- oder Kreismustern, die an die konkret-abstrakte europäische Kunst erinnern, wurden die Federsegmente in Bündeln auf eine Rohhaut eingeknüpft. Als besondere Geschenke oder Auszeichnungen vergeben, war das Tragen solcher Federtrachten dem Adel vorbehalten. Zeichnungen überliefern, wie die Schilde 1599 bei einem Fasnachtsumzug des württembergischen Herzogs mitgeführt wurden.

Als stehendes Skelett mit Einlagen aus Spondylus und Koralle gearbeitet, offenbart sich die vermutlich den nächtlichen Zustand des Gottes Quetzalcoatl verkörpernde Grünsteinfigur. Neben Sternensymbolen und Kalenderzeichen weist sie ein inneres Kanalsystem auf, das den Gebrauch für Weiherituale vermuten lässt. Zu den weiteren Hauptexponaten gehören Architekturfragmente des Templo Mayor, einer Stufenpyramide mit zwei Kapellen auf der Spitze, und indigene Handschriften, die zwei Schriftsysteme, die Hieroglyphenschrift und die Bilderschrift, zeigen.

Die Ausstellung „Azteken“ ist bis zum 3. Mai 2020 zu sehen. Das Linden-Museum hat täglich außer montags von 10 bis 17 Uhr, mittwochs bis 20 Uhr, sonn- und feiertags bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 12 Euro, ermäßigt 10 Euro. Der Ausstellungskatalog kostet im Museum 29,90 Euro.

Linden-Museum
Hegelplatz 1
D-70174 Stuttgart

Telefon: +49 (0)711 – 20 22 3
Telefax: +49 (0)711 – 20 22 590

Quelle: Kunstmarkt.com/Hans-Peter Schwanke

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Veranstaltung vom:


12.10.2019, Azteken. Große Landesausstellung

Bei:


Linden-Museum Stuttgart

Kunstsparte:


Mexico

Variabilder:

Anhänger, Mexiko, mixtekisch-aztekisch, Mitte 14.
 Jahrhundert bis 1521
Anhänger, Mexiko, mixtekisch-aztekisch, Mitte 14. Jahrhundert bis 1521

Variabilder:

Skulptur des Ehecatl, Mexiko, aztekisch, postklassisch, um
 1480/1519
Skulptur des Ehecatl, Mexiko, aztekisch, postklassisch, um 1480/1519

Variabilder:

Federschild mit Mäander und Sonne, Mexiko, aztekisch, um 1520
Federschild mit Mäander und Sonne, Mexiko, aztekisch, um 1520

Variabilder:

Figur des Gottes Xochipilli-Macuilxochitl, Mexiko, aztekisch,
 Spätphase, frühes 16. Jahrhundert
Figur des Gottes Xochipilli-Macuilxochitl, Mexiko, aztekisch, Spätphase, frühes 16. Jahrhundert

Variabilder:

Stab- oder Statuenaufsatz, Mexiko, aztekisch, Mitte 14.
 Jahrhundert bis 1521
Stab- oder Statuenaufsatz, Mexiko, aztekisch, Mitte 14. Jahrhundert bis 1521

Variabilder:

Steinkiste mit Deckel aus dem Besitz des aztekischen Herrschers
 Moctezuma II., Mexiko, aztekisch, vermutlich 1506
Steinkiste mit Deckel aus dem Besitz des aztekischen Herrschers Moctezuma II., Mexiko, aztekisch, vermutlich 1506








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