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Der Maler und Dichter Otto Nebel

Otto Nebel, Camogli I, 1931

Die Städtische Galerie Bietigheim-Bissingen betrachtet aktuell Otto Nebel als Maler und Dichter und widmet ihm seit mehr als 20 Jahren wieder eine Einzelausstellung in Deutschland. Der Titel der Schau „Zur Unzeit gegeigt...“ entspricht der Retrospektive in Nebels Wahlheimat Bern im Jahr 2012. Die Städtische Galerie präsentiert mehr als 100 Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen und Druckgrafiken aus der Otto Nebel-Stiftung Bern sowie audio-visuelles und dokumentarisches Material. Die Exponate zwischen Abstraktion und Figuration verdeutlichen, dass bei Otto Nebel das malerische vom lyrischen Werk nicht zu trennen ist. Sie wollen ihn als intermedial arbeitenden Künstler darstellen.

Der 1892 in Berlin geborene Otto Nebel absolvierte zunächst eine Ausbildung im Baugewerbe und als Schauspieler. Im Ersten Weltkrieg war er Soldat und gelangte 1918 für 14 Monate in englische Kriegsgefangenschaft. Nach seiner Rückkehr nach Berlin arbeitete er als Maler und Schriftsteller. Er knüpfte Kontakte zu Kollegen wie Paul Klee, Wassily Kandinsky, Marianne von Werefkin und Johannes Itten und verkehrte im Kreis um den berühmten Galeristen Herwarth Walden. Nebel wurde Teil von Waldens „Sturm“-Bewegung und schuf sowohl Texte wie auch Grafiken. 1923 publizierte Walden den Band „Zuginsfeld. Expressionistische Dichtung zur Ächtung des Krieges“, die Nebel während seiner Kriegsgefangenschaft geschrieben hatte. Wie auch andere seiner Kollegen experimentierte er mit Sprache, bildender Kunst und mit musikalischen Gestaltungsformen. Sein übergeordnetes Bemühen war „aus Elementen Sinngebilde, Modelle von Harmonie herzustellen“.

Ein trauriges Thema in schöner Gestaltung findet sich in seinem ernsten Gemälde „Flüchtlinge“ von 1935. Die Leiber von Vater, Mutter und Kind werden in geschwungene Polygone geteilt und miteinander verwoben. So sind die in bunten Farben gestalteten Wesen in einer unteilbaren Form vereint, die traurig und beunruhigt in die vorgegebene Richtung des gelben Pfeils wandert. Dies ist ein mit dem Leben des Künstlers verbundenes Thema, wanderte er doch mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 in die Schweiz aus. Seine Werke waren Teil der Ausstellung „Entartete Kunst“. In seiner Wahlheimat Bern lebte er bis zu seinem Tod 1973. Elf Jahre vorher schuf er das freundliche, in Weiß und Blau erstrahlende Bild „Mykonos I“. Hier wirbeln gebäudeartige Formen, Portale und vegetabile Dekorationen ähnlich Hieroglyphen durcheinander. Über alledem strahlt die Mondsichel in warmem Pastellgelb und neigt sich zur Insel hinab.

Die Ausstellung „Zur Unzeit gegeigt... Otto Nebel – Maler und Dichter“ läuft bis zum 19. Januar 2020. Die Städtische Galerie Bietigheim-Bissingen hat täglich außer montags von 14 bis 18 Uhr, donnerstags zusätzlich bis 20 Uhr und am Wochenende ab 11 Uhr geöffnet. Das Haus bleibt an Heiligabend, 1. Weihnachtsfeiertag und Silvester geschlossen. Der Eintritt ist kostenlos. Der begleitende Katalog stammt von der gleichnamigen Ausstellung 2012 im Kunstmuseum Bern und kostet in der Städtischen Galerie 29 Euro.

Städtische Galerie Bietigheim-Bissingen
Hauptstraße 60-64
D-74321 Bietigheim-Bissingen

Telefon: +49 (0)7142 – 74 483
Telefax: +49 (0)7142 – 74 446

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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Veranstaltung vom:


19.10.2019, "Zur Unzeit gegeigt..." Otto Nebel (1892–1973) – Maler und Dichter

Bei:


Städtische Galerie Bietigheim-Bissingen

Kunstsparte:


Malerei

Stilrichtung:


Klassizismus

Stilrichtung:


Nachkriegskunst

Variabilder:

Otto
 Nebel, Camogli I, 1931
Otto Nebel, Camogli I, 1931

Variabilder:

Otto Nebel, Flüchtlinge, 1935
Otto Nebel, Flüchtlinge, 1935

Variabilder:

Otto
 Nebel, Mykonos I, 1962
Otto Nebel, Mykonos I, 1962

Künstler:

Otto Nebel









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