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Das Bauhaus und die Folgen für die Fotografie in Darmstadt

Mit der Ausstellung „Bauhaus und die Fotografie. Zum Neuen Sehen in der Gegenwartskunst“ geht die Kunsthalle Darmstadt der Frage nach, inwieweit die experimentelle Bildsprache des Bauhauses auch heute noch den künstlerischen Ausdruck in der Fotografie beeinflusst. Antworten geben Werke von dreizehn etablierten Gegenwartskünstlern, aber auch von Studierenden der Hochschule Darmstadt und der Technischen Hochschule Nürnberg. Die Arbeiten von Antje Hanebeck, Daniel T. Braun, Dominique Teufen, Doug Fogelson, Douglas Gordon, Kris Scholz, Max de Esteban, Stefanie Seufert, Taiyo Onorato und Nico Krebs sowie Wolfgang Tillmans knüpfen auf unterschiedliche Weise formal und inhaltlich an das Erbe des Bauhauses an. Der Düsseldorfer Fotokünstler Thomas Ruff greift etwa in seinen 2012 gefertigten C-Prints „r.phg.01“ und „phg.05_II“ die Idee des an der Bauhausschule beliebten Fotogramms auf und setzt abstrakte Formen bunt in Szene. Die Niederländerin Viviane Sassen spielt gekonnt mit der Formensprache der Designschule und löst in ihrer Arbeit „Marte #3“ von 2014 unter Zuhilfenahme eines Spiegels weibliche Rundungen in Diagonalen und geometrischen Formen auf.

Die Kuratoren Kai-Uwe Hemken, Christoph Schaden und Kris Scholz wählten die Werkbundschau „Film und Foto“ aus dem Jahr 1929 als historischen Bezugspunkt. Der Bauhausmeister László Moholy-Nagy stellte in Stuttgart, Berlin und Zürich etwa 300 Exponate zusammen, die das experimentelle „Neue Sehen“, die Befreiung der Fotografie von inhaltlichen Bindungen, und die Geschichte sowie die Zukunft der Lichtbildkunst vermitteln sollten. Diese Ausstellung wurde damals nur fragmentarisch dokumentiert. In der Kunsthalle Darmstadt wurde der Teil von Moholy-Nagys Berliner Präsentation zur Zukunft der Fotografie materiell rekonstruiert, seine Geschichte der Fotografie ist für den Besucher in einem virtuellen Rundgang erfahrbar.

Die Ausstellung „Bauhaus und die Fotografie. Zum Neuen Sehen in der Gegenwartskunst“ läuft bis zum 5. Januar 2020. Die Kunsthalle Darmstadt hat Mittwoch bis Sonntag von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Am 6. und 20. November sowie am ersten und zweiten Weihnachtsfeiertag und an Neujahr ist sie geschlossen. Der Eintritt beträgt 5 Euro, ermäßigt 3 Euro. Begleitend zur Ausstellung erscheint ein Katalog, der zum Museumspreis von 40 Euro, im Buchhandel für 58 Euro erhältlich ist.

Kunsthalle Darmstadt
Steubenplatz 1
D-64293 Darmstadt

Telefon: +49 (0)6151 – 89 11 84
Telefax: +49 (0)6151 – 89 77 97

Quelle: Kunstmarkt.com/Nadine Waldmann

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