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Christina Rambergs Köperverschnürungen in Berlin

Christina Ramberg, Tight Hipped, 1974

Das KW Institute for Contemporary Art in Berlin präsentiert aktuell die Schau „The Making of Husbands“. Im Fokus steht das Schaffen der 1995 verstorbenen Christina Ramberg, deren Arbeiten in einen Dialog mit Werken von 14 Künstlerinnen und Künstlern wie Alexandra Bircken, Rachal Bradley, Gaylen Gerber, Konrad Klapheck, Ghislaine Leung, Richard Rezac, Diane Simpson und Terre Thaemlitz treten. Ramberg zählt zur Gruppe der sogenannten „Chicago Imagists“, deren Mitglieder in den 1960er Jahren am Chicago Institute of Art studierten. Sie bezogen sich auf die Strömungen des Surrealismus, der Pop-Kultur und den Untergrundströmungen in der Comicbewegung an der Westküste. Sie befassten sich mit dem unterwürfigen Status von Sexualität in den USA. Diese erotische Tendenz zeigt sich auch bei Christina Ramberg. Zentrales Thema der Ausstellung ist ihre Auffassung des Körpers als Ort, der tiefgreifend mit seiner Umgebung verflochten und von Korsetts, Frisuren und Verhaltenskonventionen geformt ist. Die Schau will in Anlehnung an die Herangehensweise der Künstlerin eine Analyse des Verhaltens durch die Strukturen erstellen, die unsere Existenz von innen und außen organisieren, so die Kuratorin Anna Gritz.

Die Exponate der 1946 in Kentucky geborenen Künstlerin verdeutlichen ihr dezidiertes Verständnis der uns umgebenden Elemente, die Verhalten, Ausdruck und Körpersprache verursachen und beeinflussen. Die US-Amerikanerin, die vorwiegend weibliche Torsi malte und stets auf Gesichter verzichtete, beschrieb ihre Zeichnungen von Korsetts: „Eine unförmige Gestalt in eine saubere, glatte Linie einfassen, bändigen, umformen, verletzen, zusammenpressen, einschnüren, verwandeln.“ Der Torso in „Tight Hipped“ von 1974 ist an allen Gelenken außer den Ellbogen mit einem schwarz-bläulich schimmernden Band fest eingewickelt. Die Hände fehlen gänzlich, und so enden die Arme in einem schwarzen Abschluss. Die frontal positionierte Gestalt trägt unterhalb des Brustbeins eine schwarze Fortsetzung mit vier an den Seiten diagonal herabfallenden Linien. Der Leibt ist fest eingeschnürt und lässt mit der abstrahierten Nacktheit an Bondage-Praktiken denken. Noch enger verschnürt und partiell gepresst, zeigt sich das ein Jahr später gemalte „Glimpsed“. Der Torso als gänzlich abstrakte Form aus geometrischen grauen Formen illustriert „O.H.B.“ von 1976. Rambergs stilisierte Leiberfragmente besitzen ein beunruhigendes Element, das durch die Bandagen unterstützt wird. Auffallend in ihren Werken ist zudem eine reduzierte Farbpalette mit vorwiegend Braun-, Grau- und Schwarztönen.

Christina Ramberg lehrte am Chicago Art Institute. 1989 wurde bei ihr die Pick-Krankheit, eine Form der Demenz, diagnostiziert, woran sie sechs Jahre später starb. Sie stellte vorwiegend in US-amerikanischen Galerien aus und nahm an Gruppenausstellungen im Museum of Contemporary Art in Chicago, der National Gallery in Ottawa, dem Whitney Museum of American Art in New York, an der Biennale in São Paulo oder in der Landesgalerie im Schloss Esterhazy in Eisenstadt teil.

Die Ausstellung „The Making of Husbands: Christina Ramberg in Dialogue“ läuft bis zum 5. Januar 2020. Das KW Institute for Contemporary Art hat täglich außer dienstags von 11 bis 19 Uhr, donnerstags zusätzlich bis 21 Uhr geöffnet. Das Haus bleibt an Heiligabend und Silvester geschlossen. Der Eintritt beträgt 8 Euro, ermäßigt 6 Euro. Begleitend zur Schau erscheint eine Publikation.

KW Institute for Contemporary Art – Kunst-Werke Berlin e.V.
Auguststraße 69
D-10117 Berlin

Telefon: +49 (0)30 – 2434 590
Telefax: +49 (0)30 – 2434 5999

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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Weitere Inhalte:

Veranstaltung vom:


14.09.2019, The Making of Husbands: Christina Ramberg in Dialogue

Bei:


Kunst-Werke Berlin e.V.

Kunstsparte:


Malerei

Stilrichtung:


Zeitgenössische Kunst

Stilrichtung:


Nachkriegskunst

Variabilder:

Christina Ramberg, Tight Hipped, 1974
Christina Ramberg, Tight Hipped, 1974

Variabilder:

Christina Ramberg, Glimpsed, 1975
Christina Ramberg, Glimpsed, 1975

Variabilder:

Christina Ramberg, O.H.B., 1976
Christina Ramberg, O.H.B., 1976

Künstler:

Christina Ramberg








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