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Lyonel Feininger in und um Apolda

Lyonel Feininger, Brücke IV – Brücke in Weimar, 1918

„Traumstadt – Lyonel Feininger und seine Dörfer“ titelt die aktuelle Ausstellung im Kunsthaus Apolda Avantgarde, die Feiningers lebenslange Auseinandersetzung mit Dörflichkeit und Urbanität nachzeichnet. Beide Lebensbereiche und deren Veränderungen zu Beginn des 20. Jahrhunderts spiegeln sich in etwa 90 Naturnotizen, Zeichnungen, Aquarellen, Karikaturen, Druckgrafiken und Gemälden aus den Jahren 1890 bis 1955 wider. Der gebürtige New Yorker verbrachte bereits seine Jugend abwechselnd im quirligen New York oder während der Konzertreisen seiner Eltern auf einer beschaulichen Farm in Connecticut. Dieser Kontrast prägte sein Empfinden und künstlerisches Schaffen nachhaltig.

Bereits mit 16 Jahren übersiedelte Lyonel Feininger nach Deutschland, studierte in Hamburg, Paris und Berlin und arbeitete anschließend als Illustrator und Karikaturist für deutschsprachige und amerikanische Blätter. In der im Untergeschoss präsentierten Farbradierung „Es ist da..“, dem Titel der Zeitschrift „Lustige Blätter“ aus dem Jahr 1900, beschäftigt sich der Bauhaus-Meister humorvoll mit den Ressentiments der Bevölkerung auf moderne, dampfbetriebene Transportmittel.

1906 besuchte er erstmals seine zukünftige Frau Julia Berg im Weimarer Land. Dieser Landstrich sollte ihn bis zu seiner Abreise aus politischen Gründen im Jahr 1937 besonders faszinieren, verkörperte er für ihn doch die neue „Alte Welt“. Mit dem Fahrrad oder zu Fuß durchstreifte er das Umland und fertigte unzählige Skizzen und Gemälde in Dörfern wie Oberweimar, Vollersroda und Gelmeroda an. Die für ihn nahezu märchenhaft anmutenden Szenerien hielt er etwa 1911 in der titelgebenden Radierung „Traumstadt“ fest. In dem farbenfrohen Ölgemälde „Grüne Brücke II“ von 1916 tummeln sich seltsam überlängte Gestalten im Geist seiner Karikaturen mit historischer Kleidung und Arbeitsgerät. Spätere Impressionen, wie etwa die Ölgemälde „Brücke IV“ aus dem Jahr 1918 oder „Dorf (Markwippach)“ von 1927, zeigen sich weltentrückt und unbevölkert. Dieses Ideal von thüringischen Traumdörfern ohne Massengesellschaft und Auswirkungen der Industrialisierung behielt Feininger in seinem Herzen. Auch spätere Arbeiten, wie seine kubistische Interpretation der Pariser „Rue St. Jacques“ von 1953 oder eine in schwarzer Tinte, Kreide und Wasserfarbe gefertigte Ansicht New Yorks von 1945, atmen noch diesen Geist.

Zur Ausstellungseröffnung bezeichnete Landrätin Christiane Schmidt-Rose das Weimarer Land als „Feininger-Land“, denn Lyonel Feininger sei es zu verdanken, dass dieser kleinstädtisch-dörfliche Landstrich internationale Bekannt- und Berühmtheit erlangte. Den Kuratoren Andrea Fromm und Tom Beege gelang es im Bauhaus-Jahr, Feininger eine interessante Retrospektive zu widmen und Leihgaben renommierter Museen zu akquirieren. So fanden beispielsweise Arbeiten aus dem Solomon R. Guggenheim Museum in New York, der Phillips Collection in Washington, dem Kirchner Museum in Davos und den Staatlichen Museen zu Berlin ihren Weg nach Apolda. Parallel dazu präsentiert die Fotografin Angela Dolgner ihre „Hommage an Lyonel Feininger“. 2018/19 schuf sie eine Fotoserie, in der sie durch Mehrfachbelichtungen architektonische Collagen aus Baukörpern entstehen lässt. In Anlehnung an für Feininger typische Elemente entwickelt sie ihre eigene fotografische Bildsprache.

Die Ausstellungen „Traumstadt – Lyonel Feininger und seine Dörfer“ und „Angela Dolgner – Hommage an Lyonel Feininger“ laufen bis zum 15. Dezember. Das Kunsthaus Apolda hat dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 8 Euro, ermäßigt 7 Euro. Der begleitende Katalog kostet 19,90 Euro.

Kunsthaus Apolda Avantgarde
Bahnhofstraße 42
D-99510 Apolda

Telefon: +49 (0)3644 – 51 53 64
Telefax: +49 (0)3644 – 51 53 65

Quelle: Kunstmarkt.com/Nadine Waldmann

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Veranstaltung vom:


15.09.2019, Traumstadt – Lyonel Feininger und seine Dörfer

Bei:


Kunsthaus Apolda Avantgarde e.V.

Kunstsparte:


Malerei

Kunstsparte:


Zeichnung

Kunstsparte:


Grafik

Stilrichtung:


Bauhaus

Stilrichtung:


Moderne Kunst

Bericht:


Nicht im Abseits, sondern wichtiger Mitspieler

Bericht:


Praktisch, nüchtern und trotzdem anspruchsvoll








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